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San Marino

Vor ungefähr 20 Jahren besuchten wir auf einer Durchreise den Stadtstaat Republik San Marino schon einmal. Ich hatte noch einige Bilder von diesem Besuch im Kopf. Beim heutigen Besuch konnte ich jedoch nichts mehr von dem finden, an das ich mich erinnerte. Von daher war ich froh, dass wir noch einmal nach San Marino fuhren.
San Marino gründet sich auf eine kleine christliche Gemeinde im 3. Jahrhundert n.Chr. auf dem Berg Titano am Rand des Appenninengebirges. Frieden und Demokratie bestimmen seither das Leben der Einwohner, bis in unsere heutige Zeit hinein. Die älteste Republik, so klein sie auch ist, nimmt eine wichtige Rolle im Europarat ein. Was Korruption und Vetternwirtschaft ausschließt ist die Tatsache, dass seit 1243 zwei Kapitäne (amtierende Staatsoberhäuptern) die kleine Republik regieren. Das jedoch nicht über Jahre, sondern ganze sechs Monate lang. Jedes Jahr am 1. April und am 1. Oktober erfolgt die prunkvolle Amtseinführung der neuen Kapitäne, nach immer noch dem alten gleichen Protokoll.

Super-Aussichten aus 739m Höhe

Von Riccione aus, südlich von Rimini, wählten wir zuerst die kleine Straße durch die ursprüngliche Landschaft der Küstenregion nach San Marino. Bis kurz vor dem Ziel ist die Landschaft noch flach, steigt dann leicht an. Bald kommt ein Bergrücken in Sicht, auf dem drei Türme auffallen, zwei davon mit zugehörigen Gebäuden. Sie stehen direkt am Rande einer Steilwand. Darunter breitet sich eine Ortschaft aus. Ein schönes Bild. Wie sich herausstellte, gehören die Türme zur Stadt San Marino. Von nun an geht es steil bergauf, in Serpentinen, also mit dem Wohnmobil wenig zu empfehlen.

Turm 1, der höchstgelegene

Auf dem Parkplatz 2 stellten wir den Smart ab, für 1,-€ pro Stunde. Von dort aus sind es nur ein paar Schritte bis zum Stadttor von San Marino. Hat man dieses passiert, wandelt man durch das Mittelalter. Wege und Gassen, bergauf, bergab, Treppen dazwischen, Häuser aus Kalkstein gebaut, Aussichten vom Feinsten auf das bergige Umland und zur Adria. Ganz oben thront eine kleine Festung. Souvenirläden, Cafés, Restaurants und Läden aller Art laden mit Preisen, die auf Grund des Steuervorteils in San Marino Spaß machen, zum Kaufen ein. Es kommt sicher vor, dass man dabei zu dem ein oder anderen San Marino-Euro kommt. Hier findet jeder etwas zum mit nach Hause nehmen. Es macht Spaß, durch die alten Gemäuer und lauschigen Ecken zu spazieren. Wer möchte kann auch eines der Museen besuchen, wie z.B. das Museum der Kuriositäten oder das Foltermuseum.

unteres Tor von San Marino

Die Rückfahrt nach Rimini ist weniger aufregend als die Fahrt durch das „Hinterland“, aber weniger steil. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte diese Straße nach San Marino nehmen.

Den mondänen Badeort Rimini hatten wir damals ebenfalls besucht. Es war ein Schock, denn hohe, schrillbunte Holzzäune versperrten den Blick auf den Strand und das Meer. Der Zutritt kostete Geld. Die Liegen und Sonnenschirme standen so dicht beieinander, dass man die Liegen kaum nach der Sonne ausrichten konnte. Um etwas vom Wasser zu sehen, musste man sich durch die Liegen und Sonnenschirme kämpfen. Das war absolut furchtbar.

Rimini im Herbst

Inzwischen sind die Zäune der 150 Strandabschnitte abgebaut. Von Liegen und Sonnenschirmen keine Spur mehr, zumindest jetzt im Herbst. Man hat wieder Luft zum atmen. Der kilometerlange, sehr breite Strand ist verwaist. Anders als vor zwanzig Jahren, als man die Strandstraße noch nach beiden Seiten befahren konnte, ist sie heute nur noch Richtung Norden benutzbar. Will man Richtung Süden, muss man die Parallelstraße hinter der ersten Häuserreihe nehmen, welche die Einkaufsstraße ist.

Nett bummeln lässt es sich auch in Riccione, wo wir übernachtet haben.

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