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Archiv für das Schlagwort “Narrowboats”

Bath

Bath

Bath

Solch ein einheitliches Gesicht einer ganzen Stadt sucht man wohl vergebens. Von den Randbezirken bis in die Innenstadt, fast alle Häuser besitzen Fassaden aus gelbem Sandstein. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Dazu sind die Gebäude recht hoch.
Bath war eine römische Gründung, da hier heiße Quellen zu Tage treten, die schon die Römer zu nutzen wussten. Sie bauten Badehäuser und alles, was das Leben angenehm machte. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Stadt einen neuen Aufschwung, unter Königin Victoria. Ihr Name ist in der Stadt allgegenwärtig.

Royal Crescent

Royal Crescent

Oberhalb des Royal Victoria Park liegt das Royal Crescent. Das sind dreißig halbmondförmig aneinandergereihte Stadthäuser, in denen die Herrschaften im 18. Jahrhundert logierten. Eines der Häuser ist ein Museum, in dem die Besucher einen Blick in die Wohnkultur dieser Zeit werfen können.

Thre Circus

Thre Circus

Nur ein paar Schritte ostwärts gelangt man zum The Circus, einem kreisrunden Platz. Um diesen Platz gruppieren sich drei weitere solcher Stadthausblocks, mit verschiedenen Säulentypen und Reliefs geschmückt. Diese Häuser stammen aus dem Jahre 1768. In der Mitte stehen mehrere alte Bäume, die das Ganze begrünen.
Jetzt biegt man in die Gay Street ab und kommt am Queens Square vorbei.

Guildhall und Abbey Bath

Guildhall und Abbey Bath

Das römische Bad ist schwieriger zu finden, aber es sind überall Stadtpläne mit dem jeweiligen Standort aufgestellt.
Vorher steht an der High Street das Guildehaus. In einem Teil davon ist die Victoria Kunstgalerie untergebracht, der andere Teil ist Markthalle, leider sonntags geschlossen.
Gleich neben dem Guildehaus thront die 1499 errichtete Bath Abbey. Sie ist zwar zu besichtigen, jedoch nur ein paar Stunden am Tag, gegen eine Spende.

Durchgang zum römischen BadWas alle Besucher Baths ansteuern ist das römische Badehaus und das nebenan befindliche Pumpenhaus, ein Restaurant, nicht römisch. Hier wird das mineralhaltige Wasser ausgeschenkt. Gegen ein Eintrittsgeld von 15,50 Pfund/Erwachsener sind die Badehallen mit den 46° heißen Quellen zu besichtigen, Schlange stehen inbegriffen. Eine Million Liter Wasser sollen die Quellen jeden Tag hervorbringen. Auf den Ruinen des Originalbadehauses stehen jedoch neue Gebäude mit Säulen, Bögen und Hallen, alles in gelbem Sandstein.

Pulteney Bridge

Pulteney Bridge

An der Rückfront der Guildehalle ist die Pulteney Bridge über den River Avon zu finden, eine Steinbrücke mit drei Bögen, oben drauf eine geschlossene Häuserzeile. Steht man allerdings am Brückenkopf, wartete eine Überraschung. Es führt eine Straße über die Brücke und es gibt zwei Häuserzeilen, mit kleinen Einzelhäusern zu beiden Seiten der Straße.

Speicherhäuser

Speicherhäuser

Bath hat noch viele weitere Museen und Sehenswürdigkeiten, aber ein Bummel am Fluss entlang sollte nicht fehlen, gerade Richtung Westen. Dort ist die alte Eisenbahnbrücke zu sehen, sowie alte Speicherhäuser und moderne Lofts. Dort liegen auch wieder die hübschen Narrowboats am Ufer.

Narrowboat Marina

Narrowboat Marina

Übernachtung im Marina Caravan Park für 26,40 Pfund/Nacht. Direkt unterhalb des Campingplatzes verläuft der Weg am Fluss entlang. Geht man nach rechts, kommt man zu einer kleinen Brücke, von der aus man in die Marina sehen kann, in der keine Yachten und Motorboote liegen, sondern eine stattliche Anzahl der Narrowboats. Das ist eine sehr ungewöhnliche Marina. Mit dem nötigen Kleingeld kann man solche Schmalboote käuflich erwerben.

Chester

Kirchenruinen

Kirchenruinen

Die Autobahn M6 brachte uns über Lancaster und Liverpool nach Wales. Großbritannien hat viele schöne Städte, jede davon auf ihre Weise schön, aber Chester ist wohl einmalig auf der Welt. Ersteinmal die Lage an einem Fluss, an dem sich mehrere Parks ausbreiten, die einem das Gefühl geben, weit weg von der Stadt zu sein. Im Grosvenor Park fährt eine Mini-Eisenbahn um einen kleinen Teich herum. Die Reste einer alten Kirche, der St. John´s Church, sind dort zu finden. Die Ruinen zeigen, dass die ursprüngliche Kirche um einiges größer war, als die heutige in die Ruinen gebaute Kirche. Baumalleen und graue amerikanische Eichhörnchen, die ersten die wir auf britischem Boden sahen, sind ebenfalls im Park zu finden. Die grauen Eichhörnchen werden eigentlich bekämpft, da sie die europäischen roten Eichhörnchen verdrängen. In diesem Park tummeln sie sich überall.

1. Schleuse

1. Schleuse

Wer keine Lust hat im Park spazieren zu gehen, der bummelt auf dem Riverside Promenade Trail, wo auch interessante Dinge zu entdecken sind. Verschiedene Brücken, ein Wehr, Bootsanleger oder auf der Westseite der Stadt eine Pferderennbahn. Geht man den Weg Richtung Westen weiter, kommt man zu einer Schleuse, die das Binnengewässer mit dem River Dee verbindet. Die Neugier trieb uns immer weiter am Kanal entlang, vorbei am neuen Wasserturm, bis wir auf weitere Schleusen trafen. Ein Gewirr von Brücken, Schleusen, Mauern und Wasser führt hinauf zum alten Hafen mit Werft und Warenhaus.

Narrowboats

Narrowboats

An den Ufern liegen etliche Hausboote, die für die Mitte Britanniens typischen Narrowboats, Schmalboote. Sie können gemietet werden, haben Vollausstattung. Das Wasserstraßennetz soll so lang sein, dass man ewig auf ihnen herum schippern kann. Die Boote sind jedes ein Einzelstück, jedes sieht anders aus, liebevoll zurecht gemacht, und es gibt sie in verschiedenen Längen.
Das Gelände um die Werft herum wird zu einem Nobelviertel ausgebaut und der Kanal soll irgendwann wieder voll nutzbar sein.

Chester

Chester

In noch keiner britischen Stadt haben wir so viele Fotos geschossen wie in Chester. Man weiß überhaupt nicht, wohin man zuerst sehen soll. Die Altstadt wird von schwarz-weißen Fachwerkhäusern dominiert, jedes individuell, teilweise mit den schönsten Verzierungen wie Erker, Figuren, Ornamenten und Schriftzügen. Da könnte man ein ganzes Buch damit füllen. Dazwischen stehen Sandsteinbauten wie das Rathaus. Die Lücken, die wohl über die Jahrhunderte zwischen den alten Fachwerkhäusern entstanden, sind mit modernen Bauten, mehr oder weniger erfolgreich angepasst, geschlossen worden. Manche Häuser tragen Jahreszahlen aus dem 13. Jahrhundert.

Klosterhof der Kathedrale

Klosterhof der Kathedrale

Mittendrin steht die Kathedrale, aus rotem Sandstein mit rätselhaften schwarzen Verfärbungen innen und außen. Was der Kathedrale außen an Ornamentik fehlt, macht sie innen wieder wett. Gotische Säulen, bunte Fenster, mehrere Orgeln und ein kompliziertes Deckengewölbe mit goldverzierten Gewölbekreuzen lassen die Besucher staunen. Ein Kreuzgang mit bunten Fenstern, Grabplatten und Sarkophagen für die früheren Äbte umschließt den Klostergarten mit Brunnen in der Mitte.

Amphitheater

Amphitheater

Weitere Sehenswürdigkeiten Chesters sind die vielen Stadttore, die Stadtmauer und das Castle. Chester war einmal eine wichtige römische Stadt. Überall wurden römische Relikte ausgegraben und manches davon wird öffentlich, für jeden zugänglich in der Stadt verteilt, ausgestellt. Lange suchte man nach dem Amphitheater, welches ganz sicher vorhanden sein musste, aber erst vor kurzem hat man es gefunden. Nachdem die eine Hälfte des Amphitheaters ausgegraben, dokumentiert und katalogisiert wurde, schüttete man die meisten Ausgrabungsstellen wieder zu. Jetzt sind nur noch die Arena und ein kleiner Teil der Arenabegrenzung zu sehen.
Das Wohnmobil kann auf dem Little Roodee Coach Park abgestellt werden. Für 2 Nächte bezahlten wir 20,60 Pfund.

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