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Gut Owstin

Das Gut Owstin gibt es seit 1353. Es liegt im gleichnamigen Ort, nahe der Peene und Gützkow. Es ist wenig bekannt darüber, aber es ereilte wohl wie viele alte Güter in Mecklenburg-Vorpommern das Schicksal des Verfalls. Seit 2001 wird es wieder bewirtschaftet und die Gebäude werden eines nach dem anderen saniert. Angefangen haben die neuen Besitzer mit einer Straußenzucht, die inzwischen um einige Wasserbüffel erweitert wurde. Im gutseigenen Shop werden die Erzeugnisse rund um Strauß, Wasserbüffel und Wild angeboten. Neben Fleisch u.a. auch Wurst, Suppen und Straußeneier für Dekozwecke.
Der Betrieb wird Bio bewirtschaftet und die Tiere haben mehr als ausreichenden Auslauf. Sie fühlen sich wohl, was man ihnen anmerkt. Wir besuchten das Gut Ende April. Die Straußenhähne waren mit der Balz beschäftigt, die Halbwüchsigen übten schon mal fleißig. Die Balz reicht bis in den August hinein und ist ein aufregendes Schauspiel. Selbst die Geräusche, die durch das Bewegen der Federn entstehen, sind schon erlebenswert. Allein die Größe der Tiere flößt Respekt ein. Das muss man erleben.

Die Eier werden dann in Brutkästen bebrütet und die kleinen Strauße liebevoll aufgezogen.

Zum Liebhaben

Die Wasserbüffel haben einen kleinen Teich, in dem sie sich abkühlen und baden können. In einem großen Stall finden sie eine geschützte Unterkunft. Bei unserem Besuch konnten wir ein Büffelkalb bestaunen. Es wird von den Alttieren ständig beschützt. Ein paar Tiere waren neugierig und kamen sogar etwas dichter. Die Milch der Wasserbüffel wird nicht genutzt, z.B. zur Käseherstellung, denn die steht nur für die Aufzucht der Jungen zur Verfügung.

Wasserbüffel

Das Gut Owstin hat aber noch mehr zu bieten. Eine hübsche Hühnerrasse sowie Pfauen laufen frei über das Gelände. Es macht Spaß, ihnen bei ihren Spaziergängen zuzusehen. Ein bewohntes Storchennest gibt es auch.

Pfauen

Bis vor Kurzen war das Gut für Jedermann frei zugänglich. Nachdem es aber mit einigen Besuchern, vor allem durch Kinder, einigen Ärger gab, weil die Tiere beunruhigt wurden oder sogar auf Maschinen herumgeklettert wurde, zog der Besitzer die Notbremse. Jetzt kann der Hof nur noch besichtigt werden, wenn man sich im Shop anmeldet und idealerweise etwas kauft. Wir entschieden uns für Straußengulasch, Straußenhals und eine Büffelsalami. Die Produkte sind nicht ganz billig, aber jeden Cent wert. Es schmeckt einfach nur lecker und das Fleisch ist gesund und sehr mager.

Die Tiere werden direkt auf dem Hof stressfrei geschlachtet und verarbeitet. Leider konnte der Besitzer noch Niemanden finden, der die Straußenhäute verarbeitet. Wir finden das sehr schade, weil Straußenleder sehr dekorativ ist. Da ließe sich sicher viel damit anstellen.

Wer sich etwas mehr mit dem Gut Owstin beschäftigen möchte, dem steht eine Ferienwohnung zur Verfügung. Wir können das Gut Owstin nur für einen Besuch empfehlen. Leider liegen die Öffnungszeiten des Shops in Zeiten, in denen die meisten Leute arbeiten müssen.

Abstecher zur Peene

Wer dann noch etwas Zeit hat, sollte auf die andere Seite der L263 fahren. Durch das Dorf Pentin erreicht man den Naturpark Peenetal. Am Ende der Straße kann das Auto abgestellt werden. Dann führt ein Fußweg durch eine naturbelassene Landschaft mit viel Wasser und „Dschungel“. Wir konnten neben Schwänen und einem Rotmilan sogar einen Rehbock beobachten. Am Ufer der Peene stehen ein paar alte Bootshäuser, ein Picknickplatz lädt zum Verweilen ein. Der kann auch für Bootswanderer genutzt werden. Wer also pure Natur erleben will, ist dort genau richtig.

Das Werk eines Bibers

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