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Bistrita (Bistritz)

Ein guter Zufall verhalf uns zu einer Rumänienreise. Wie ihr wisst, fährt unser eigenes Womo nirgends mehr hin. Dadurch mussten wir auch die geplante nächste Tour auf Eis legen, die uns nach Südost-Europa gebracht hätte.

Nun haben wir das Glück, mit dem Wohnmobil eines ganz netten Bekannten dieses Land zu erkunden, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Wir konnten es gleich in Bistrita (Bistritz), in der Region Siebenbürgen, übernehmen. Nach Rumänien sind wir mit einem WizzAir-Flug gelangt, mit dem wir in Cluj-Napoca gelandet sind. Unser Bekannter holte uns vom Flughafen ab und brachte uns nach Bistrita, wo er uns eine Wohnung in seinem gemieteten Haus überließ. Wir hatten nun zwei Tage Zeit, uns auf das Land einzulassen. Er fuhr uns in der näheren Umgebung von Bistritz durch die Hügellandschaft. Oft findet man dort Hirten mit ihren Tierherden, zumeist Schafen, aber auch Pferde und Rinder sind zu finden. Kleine Dörfer und Ortschaften schmiegen sich in die Landschaft.

Siebenbürgen beherbergte in den letzten Jahrhunderten viele Deutsche, die sich hier niedergelassen hatten. Nach und nach verließen die meisten jedoch aus politischen Gründen diese Gegend wieder, aber ihr bauliches Erbe ist immer noch zu sehen. Viele der Häuser zeigen sich in deutscher Architektur, an manchen Kirchen stehen noch deutsche Texte. Aber auch Neubauten sehen deutsch aus. Wir gehen einmal davon aus, dass viele Rumänen lange in Deutschland leben, bevor sie wieder nach Hause kommen und sich ein Haus bauen, eben nach deutschem Vorbild.
Viele der alten Häuser erscheinen aber auch in traditioneller Bauweise, in Holz, mit kleinen Fenstern und Verzierungen. Fast überall befindet sich ein kleiner Garten am Haus, damit die Menschen sich ein bisschen Gemüse anbauen können, oder sich eine Kuh, ein Pferd, Hühner oder andere Tiere für ihren Unterhalt halten können. Es gibt jedenfalls eine Menge neues für uns zu sehen.

Ein Ausflug führte uns nach Colobita. Die Stadt liegt am Ufer der gleichnamigen Talsperre. Vor wenigen Jahren war dies noch eine verschlafene Gegend. Heute hat der Tourismus Einzug gehalten. Überall wird gebaut, vor allem Hotels und Pensionen. Die gegenüberliegenden Berge sind nun, Ende September, schon leicht verschneit.

Unser Bekannter hatte uns dort mit einem seiner Freunde zusammengebracht. Er betreibt am Ufer der Talsperre eine kleine Pension, einen Wohnmobil-Stellplatz, verleiht Boote und schnitzt und gestaltet in seinem Atelier nebenbei wunderschöne Dinge aus Holz, welches er in der Gegend findet.

Außerdem wurden wir zu einem Hirtenessen eingeladen. Die Gastgeber bewirteten uns überreich mit verschiedenen Gerichten wie Brot, gefüllte Paprika in Sahnesoße, Schweinegulasch und Kuchen. Dazu gab es selbstgemachten Wein und Palinka, den rumänischen Selbstgebrannten.

In der Stadt fand dann auch noch ein Zigeuner-Festival statt. An vielen Ständen wurden regionale Produkte, frisch vom Feld oder in verschiedener Weise konserviert, angeboten. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Die kulturelle Umrahmung gestalteten mehrere Volksensemble.

Das waren für zwei Tage viele Erlebnisse, die wir dankend in uns aufsogen. Nun waren wir gerüstet, uns selbst auf Tour zu begeben und möglichst viel von Rumänien zu erkunden.

Eines bekamen wir eindringlich noch mit auf den Weg, die Kreisverkehre betreffend: Wenn man den Kreisverkehr nach links verlassen will, muss man bei der Einfahrt auch links blinken, sonst kommt es unweigerlich zum Unfall. Das wir bloß daran denken!

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