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Archiv für das Schlagwort “wo am besten über die Alpen”

Brenner

Es geht hoch her auf dem Brenner, dem Highway über die Alpen. Für diese verkehrsreiche Verbindung über Kufstein-Innsbruck-Brenner hatten wir uns nach einiger Recherche entschieden, weil sie die moderatesten Anstiege aufweist. Die Inntal-Autobahn ist sehr gut zu befahren, weil flach und landschaftlich sehr reizvoll. Ist man an Innsbruck vorbei, folgt das steilste Stück der Brenner-Autobahn, welches sich noch dazu lang hinzieht. Das hieß für unser Womo, den Berg mit 30km/h hoch zu kriechen. Alle LKWs zogen problemlos an uns vorbei. Auf dem ersten Rasthof mussten wir unserem Womo erst einmal eine lange Pause gönnen, weil der Motor zu heiß geworden war und einen großen Teil des Kühlwassers herausgedrückt hatte.

Brenner-Autobahn

Diese Pause nutzte ich, um mich in der Umgebung umzusehen. Auf dem Weg zur Kapelle, auf dem angrenzenden Berg, kommt man an einem Stück alter römischer Straße vorbei. Dieses kleine Stück hatte man auf der Brennerpass-Höhe ausgegraben und hier neu verlegt. Also nutzten schon die Römer diesen Alpen-Übergang.
Von der Kapelle aus kann man die Europabrücke sehen, über die man kurz vor dem Rastplatz fährt. Außerdem hat man einen schönen Blick auf die umliegenden Berge. Gerade jetzt im Herbst ist dies ein toller Anblick.

Europabrücke

Nachdem Klaus endlich neues Kühlwasser aufgefüllt hatte, starteten wir zur zweiten Etappe der Brenner-Autobahn, bis zum nächsten Rastplatz Matrei. Dort geht es etwas ruhiger zu und er ist nicht so schräg, eine gute Stelle zum Übernachten. Als es dunkel geworden war, ließ auch langsam der endlose Verkehr auf der Autobahn nach.
Am nächsten Morgen sahen wir dem zweiten Anstieg mit gemischten Gefühlen entgegen. Bis dahin gibt es keine bis wenige Anstiege. Die letzten Kilometer bis Brenner geht es dann stetig, aber nicht mehr gar so steil bergan, so dass wir keine größeren Probleme hatten. Es war also wohl die richtige Entscheidung, die Brenner-Autobahn für die Alpenüberquerung zu nutzen.

Da unser Womo über 3,5t wiegt, mussten wir uns auch noch eine GoBox für Österreich beschaffen. Alle Informationen dafür findet man auf der Asfinag-Seite oder bei go-maut im Internet. Bei vier Raststätten zwischen München und Kiefersfelden werden die GoBoxen verkauft. Die entsprechenden Stellen werden aber auch vor den jeweiligen Raststätten angezeigt. Die GoBox selbst kostet 5,-€ Pfand und muss mit mindestens 75,-€ aufgeladen werden. Das reicht, um von Kiefersfelden bis nach Brenner zu kommen. Abgeben wollten wir die GoBox an der Raststätte Brennersee. Dafür müsste man kurz vorher die Autobahn verlassen und auf den Parkplatz des Outlet-Centers kurz hinter der Grenze fahren. Von dort aus kann man zu Fuß die Raststätte Brennersee erreichen. Wir verpassten jedoch die Abfahrt und müssen nun sehen, dass wir die GoBox von Italien aus mit der Post zurück schicken können. Den Restbetrag bekommt man bei Rückgabe zurück.

Ab der italienischen Grenze geht es fast nur noch abwärts, durch das wunderschöne Eisack-Tal mit vielen Festungen, über Brixen und Bozen nach Trento. Beeindruckend sind die Bergwelten rechts und links der Autobahn, die das Tal mal weiter, mal enger werden lassen. Wein- und Apfelanbau geben im Tal den Ton an. Almwiesen ziehen sich weit die Berghänge hinauf, auch viele Häuser.

Eisack-Tal

Die Maut kann nun bar bezahlt werden. Wir bezahlten 14,-€ für die ganze Strecke. In Trento bogen wir nach Osten auf die Straße 47 ab, der wir bis Bassano del Grappa folgten. Zum Übernachten wählten wir den Parkplatz am Sportkomplex in Cartigliano.

Übrigens: Es wurde für uns Zeit, über die Alpen zu kommen, denn für nächste Woche ist dort Schnee angesagt und dann gilt Schneekettenpflicht.

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