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Eisernes Tor

Eine ganz besondere Empfehlung ist einer der schönsten Abschnitte der Donau, das „Eiserne Tor“, im äußersten Südwesten Rumäniens. Die Siedlungsgeschichte des Donaudurchbruches ist mindestens 9000 Jahre alt. Die eines Seite des Durchbruches gehört zu Rumänien, die andere Seite zu Serbien. Überquert werden kann der Durchbruch nur am Stauwerk „Eisernes Tor 1“, westlich von Droberta-Turnu Severin. Zu dem komme ich etwas später.

Nach einigem Fragen fanden wir die Skulptur im Felsen, die auf vielen Bildern der Gegend zu sehen ist. Das „Eiserne Tor“ erstreckt sich zwischen Orsova und Dragova. Die Straße windet sich entlang den senkrechten Felsen, die das Donauufer begrenzen. Von Osten kommend führt kurz vor dem Kloster Mraconia eine Brücke über den Golf Mraconia. Von genau dort ist die Skulptur des letztes Daker-Königs zu sehen. Es ist laut Wikipedia die höchste Steinskulptur Europas und die zweitgrößte der Welt. Das Flachrelief ist 55m hoch.

Skulptur des letzten dakischen Königs

Von hier aus, wie von vielen anderen Stellen am Ufer der Donau, starten Ausflugsboote, mit denen man das „EiserneTor“ vom Wasser aus erleben kann.
Wir fuhren bis nach Dragova. Der Ort schmiegt sich an eine große Ausbuchtung in der Donau. Irgendwann biegt die Straße ins Landesinnere ab. Dort drehten wir um und legten eine Kaffeepause auf dem Parkplatz vor der Kurve, also am Beginn der Einbuchtung, ein. Ist das ein herrlicher Platz. Das Wetter ist sonnig und warm, die Landschaft grandios, was will man mehr.

Donaudurchbruch bei Dragova

Nachdem wir nun genug vom „EisernenTor“ gesehen hatten, setzten wir unsere Fahrt zum Stauwerk „Eisernes Tor 1“ fort. In der Mitte des Staudammes befindet sich die Grenze zwischen Rumänien und Serbien. Wer rüber will, muss durch die Zollstation.
Im Damm befindet sich ein Museum. Es vermittelt die Geschichte der Region, von der Frühzeit, über die Römer bis zum Mittelalter. Auch der Natur ist ein Kapitel gewidmet. Leider ist das Fotografieren verboten. Die Arbeiten eines Künstlers, der aus Altholz die phantasievollsten Skulpturen, ohne viel Bearbeitung des Holzes, geschaffen hat. Seine Vorstellungskraft muss grenzenlos sein.
Im hinteren Ausstellungsraum sind Fotos zu bestaunen, die vom Bau des Staudammes berichten. Vor dem Aufstauen der Donau lag eine große Insel im Fluss, Ada Kaleh. Sie war komplett bebaut und hatte viele historische Bauten und Gärten aus der Zeit der Osmanenbesatzung und später zu bieten. Sie wurde komplett geflutet.
Zum Schluss durften wir uns auch den Turbinenraum ansehen. Dafür brachte uns ein Fahrstuhl 20 Meter in die Tiefe. Von einer Empore aus und hinter Glas lag der Turbinenraum vor uns. Sechs Turbinen erzeugen Strom. Die ganze Anlage vibriert, obwohl nicht alle Turbinen laufen.
Wenn das aufgestaute Wasser ca. 62m tief ist, müssten die Turbinen ziemlich tief reichen. Auf den Fotos in der Ausstellung ist zu erkennen, dass sie mindestens 20 Meter messen.

Blick auf des Stauwerk „Eisernes Tor 1“

Das war interessant. Verlässt man das Museum, kann man noch guten regionalen Wein und Souvenirs kaufen.

Der Tag war noch jung und so fuhren wir weiter. Unser nächstes Ziel sollte auf halbem Wege zwischen dem „Eisernen Tor“ und Bran bei Brasov liegen. Kurz vor Horezu, östlich von Targu Jiu fanden wir den Campingplatz Horezu. Für 10,-€ kann man mit dem Womo übernachten, Duschen und Strom inklusive. Dem Campingplatz ist ein Restaurant angeschlossen.

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