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Reisen rund um die Welt

Fundy Coast – News Brunswick

Es ist kein Joke, es ist Reality, wir haben gesehen einen Kolibri.
Die erste Stadt in Kanada, gegenüber Calais am St. Croix River gelegen,  ist Kanadas Schokoladenstadt St. Stephan. In der dortigen Tourist-Info haben wir uns Prospekte über New Brunswick, die einzige zweisprachige Provinz Kanadas, und Nova Scotia besorgt. Damit konnten wir unsere weitere Reiseplanung vornehmen. Auf dem Parkplatz, direkt am Fluss gelegen, haben wir den Abend und die Nacht verbracht. Das war so ein toller Platz, dass wir beschlossen haben, für diesen Tag nicht weiterzufahren. Dort haben wir an einer Blumenampel unseren zweiten Kolibri auf dieser Tour gesehen. Es gibt im Sommer tatsächlich Kolibris in Amerikas Norden. Das haben wir schon im Fernsehen gesehen. Es sind beeindruckende Vögel, an denen wir uns nie sattsehen können.
Genauso beeindruckend sind Ebbe und Flut, die wir im St. Croix-River beobachten konnten. Bei Ebbe liegt der halbe Fluss samt seinen Buchten trocken. Dann kommen neben interessanten Ansichten auch die hölzernen Überreste der Schiffswerft, die um die 19. Jahrhundertwende an dieser Stelle existierte, zum Vorschein. Vom  anderen Ufer her erreichte uns New Country Music von einem Open Air-Konzert. Es war ein wirklich schöner Abend.

Ein weiteres wunderschönes Ziel war der Irving Nature Park kurz vor St. John, der Hauptstadt New Brunswicks. Nach einer fast 5-stündigen Wanderung durch den Park mit aufregenden Aussichten auf die Bay of Fundy, die Küste und die Inseln in der Bucht. Ganz weit am Horizont haben wir schon Nova Scotia gesehen. Kleine braune Eichhörnchen mit weißem Bauch, exotische Vögel und sogar kleine Robben bereiteten uns viel Spaß. Zum Schluss führte uns ein Steg in die Marsch-Landschaft, wo gerade wieder einmal die Flut mit aller Macht das Ruder in die Hand nahm. Unzählige Kanadagänse reckten ihre schwarzen Hälse über die Grashalme. Die 5 Stunden vergingen wie im Flug, aber in den Beinen merkten wir sie schon. Übernachtet haben wir frei am Strand stehend, wo wir in der Dämmerung noch einen Strandspaziergang entlang des zusehends zurückgehenden Wassers unternahmen. In der Steilküste und am Strand entdeckten wir die Überreste von Häusern, die wohl mit samt einem Teil der Küste ihren Tribut an Wind und Wetter zahlen mussten.

Im Fundy National Park, südlich von Alma, gibt es jede Menge Wanderwege in fast unberührter Natur. Wenn man Glück hat, trifft man sogar auf einen Elch. Wir hatten dieses Glück leider nicht. Auf unserem Caribou Plain Trail, ein kürzerer Wanderweg, haben wir jedoch andere interessante Entdeckungen gemacht wie große fleischfressende Pflanzen in den Sumpflöchern, eine Schlange, weitere Vogelarten und ein, wie für Elche gemachter, lichter Wald. Ab und zu roch es sehr angenehm nach einem süßlichen Harz. Auf Tafeln wird der Wanderer über die heimische Flora und Fauna und deren Zusammenhänge informiert. Anschließend besuchten wir noch den wunderschönen Bennett Lake, der als einziger See im Park mit Ruder- oder Paddelbooten befahren werden und auch beangelt werden darf. Während die meisten kleinen Parks kostenlosen Zutritt bieten, haben wir für den Fundy National Park um die 17,- Dollar bezahlt.

In der Bay of Fundy gibt es den größten Tidenhub der Welt, der bis zu 16 m betragen kann. An deren Küste sind wir in New Brunswick (Neu Braunschweig) und weiter auf Nova Scotia (Neu Schottland) gefahren. Dieser große Gezeitenunterschied legt an manchen Stellen bizarr geformte Felsen frei. Bei den Hopewell Rocks hat man dann die Gelegenheit, auf dem Meeresgrund spazieren zu gehen und die Felsensockel zu berühren. Wenn man dann nach oben sieht, kann man nicht glauben, wie viel Wasser nötig ist, die Buchten wieder zu füllen. In der Bay of Fundy wird soviel Wasser benötigt, wie alle Flüsse der Welt an einem Tag in die Ozeane tragen. Unvorstellbar. Bei Hochwasser gibt es die Möglichkeit, eine Kajak-Tour um die Felseninseln herum zu unternehmen. Immer wieder bieten sich uns wunderschöne Aussichten auf und in die Buchten, wenn Niedrigwasser herrscht.

Auf unserem Weg von Amherst nach Parrsboro sind wir an riesigen Blaubeerfeldern vorbeigefahren. Natürlich mussten wir einmal anhalten und ein paar davon naschen. Groß und süß sind diese Heidelbeeren, die es in allen Varianten fast die ganze Ostküste Nordamerikas entlang gibt.
An der Küste von Partridge Island bei Parrsboro auf Nova Scotia hat das Meer 1984 die ältesten Dinosaurierknochen Kanadas freigespült. Diese kann man heute im Geologischen Museum von Parrsboro bewundern. Außerdem werden dort bis heute neben weiteren Fossilien auch Edelsteine wie Achate und Amethyste aus dem Felsen gespült. Uns beeindruckte ein weiteres Mal, wie tief das Wasser gefallen war. In einem Stellnetz, das komplett aus dem Wasser ragte, fischten Kinder die letzten gefangenen Kalmare.
Zum Abendbrot haben wir heute große, selbst gesammelte Muscheln aus einem See probiert.

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