A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Lunenburg – Nova Scotia

Über die US 10 sind wir vom Norden Nova Scotias nach Süden gefahren und durchquerten die große Siedlung “New Germany”. Dabei kamen wir durch unendliche Wälder, fuhren an vielen Seen vorbei und hatten an einer Stelle einen schönen Blick über die Wildnis Nova Scotias. Nach unserer Erfahrung mit dem Fundy National Park haben wir den Kejimkujik National Park ausgelassen. Der Park ist zu groß, um ihn an einem Tag erkunden zu wollen.
Lunenburg wurde 1753 von Bauern und Händlern aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich gegründet, die König George II., König von England, nach Neu Schottland geholt hatte. Hier hatten sie die Möglichkeit der freien Religionsausübung, die sie in der Heimat nicht hatten, so wie die Amish auch. Da König Georg II. gleichzeitig Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg war, nannten die Siedler ihre Neugründung Lunenburg. Lunenburg war und ist eine Fischer- und Schiffsbauerstadt, dazu war sie 300 Jahre lang Piraten- und Schmugglernest. Die Stadt ist heute Weltkulturerbe und auf jeden Fall einen Besuch wert. Ein Spaziergang am Hafen entlang oder durch die Straßen mit den knallbunten, alten Häusern sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Ironwork-Distillery ist eine Mikro-Destillerie, die sich in dem alten Gebäude etabliert hat, das früher als Schmiede für Schiffszubehörteile diente. Der alte Kamin steht noch, neben dem die kleine, moderne Destille aufgebaut ist. Diese wurde von einer Firma Müller aus dem Schwarzwald hergestellt. Hier entstehen aus lokalen und frischen Produkten Wodka, Rum und Liköre.

 Seit 2010 wird die „Bluenose II“ von Grund auf rekonstruiert. Die originale „Bluenose“ wurde 1921 als Fischerei-Gaffelschoner gebaut und war mit dem damals größten Großsegel ausgestattet. Auf Grund ihrer Schnelligkeit nahm sie an den Rennen des „Fisherman´s Cup“ teil, die zwischen Fischerbooten aus Nova Scotia und Massachusetts ausgetragen wurden. Die „Bluenose“ blieb 17 Jahre nacheinander unbesiegt. Als die Dampfschiffe die alten Segler verdrängten, wurde sie anderweitig genutzt, später ausgemustert. Die „Bluenose II“ wurde nach dem Original Anfang der 60er Jahre gebaut, allerdings mit einem Dieselmotor und Luxuskabinen. 2012 soll sie erneut vom Stapel laufen.
Überall, wo man erfährt, dass wir aus Deutschland sind und dass wir uns auf einer großen Rundfahrt befinden, ist man von unserem Vorhaben begeistert und heißt uns „Herzlich Willkommen“. Vor allem die Kanadier freuen sich, so weiten und individuellen Besuch zu haben.

 

 

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