A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Ottawa-River – Quebec

Da wir uns verfahren haben, weil wir irgendwie den Ort Charlemagne nicht fanden, sind wir fast inmitten von Montréal gelandet. Nachdem uns das klar war, bogen wir auf die Autobahn ab, die uns nördlich aus der Stadt führte. In Oka trafen wir auf den Ottawa-River. Von dort bringt eine kleinere Fähre Autos und Leute auf die andere Seite des Flusses, wo die Provinz Ontario liegt. Der Ottawa-River ist die Grenze zwischen den Provinzen Quebec und Ontario. Wir entschieden uns dafür, auf der Quebecer Seite nach Ottawa zu fahren. Im westlichen Teil von Oka lebt eine große Gemeinschaft von Mohawks, durch die wir unvermittelt kamen. Indianer darf man ja in Amerika nicht sagen. In Kanada heißen die Ureinwohner First Nation, in den USA werden sie Native People genannt. Als wir durch den Ort fuhren, fielen uns die Unmengen von Zigaretten- und Tabak-Verkaufsstellen auf. Irgendwie kamen wir uns wie auf dem Polenmarkt vor.

Am Straßenrand hatte eine Quebecer Familie einen großen Flohmarktstand aufgebaut, deshalb hielten wir an. Direkt daneben standen viele kleine Hütten, die wir vom St. Maurice-River kennen. Die Frau sprach uns an und wir kamen ins Reden. Dabei fragten wir, ob das Hütten fürs Eisangeln sind. Ja genau, aber hier werden die Hütten neben die Eislöcher gestellt und die Fische, die hier durchkommen, sind größer. Da jedoch beim Aufbau des Eises auf dem Fluss nicht nachgeholfen wird, ist es in manchen Wintern kaum möglich, dieses Eisangel-Event zu begehen – der Klimawandel lässt grüßen. Die Frau sagte uns auch, dass der Zigarettenverkauf „das“ Geschäft der Mohawks ist. Ob da bei der Menge der Läden noch genug für den Einzelnen abfällt?

Die Route 344, später ist es die 148, führt durch eine flache und grüne Landschaft mit vielen Farmen und hübschen Orten wie Montebello und Papineauville. Papineauville hat auf dem Grund und Boden der alten, von einem Herren Papineau gebauten Wasserturbinen-Mühle, die 130 Jahre lang arbeitete, einen kleinen Park mit Dokumentationen über diese Mühle und den Ort angelegt.

Vor Montebello, bei Sainte-André-d´Argenteuil, kommt man noch am Carillon Canal vorbei. Ein gigantisches, stromerzeugendes Stauwerk spannt sich über den Ottawa-River. Im Rahmen einer Gratisführung kann man das Innere der Anlage besichtigen. Was uns aber viel mehr interessiert hat, ist die 20m hohe Schleuse, die flussabwärts von einem 200 Tonnen schweren Stahltor abgeschottet wird. Dieses riesige Tor ist einzigartig in Nordamerika und eine Schleusung mehr als interessant. Wir haben auf unseren Reisen inzwischen manche Schleuse gesehen, aber die hier ist phänomenal. Woanders hätte man da vielleicht 6-8 Schleusenkammern gebaut und eine Schleusung hätte ewig gedauert. Der Carillon Canal bringt die Boote innerhalb einer knappen halben Stunde von einer Ebene auf die andere. Wir waren jedenfalls hin und weg.

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