A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Sonoma County – Kalifornien

Weiter auf dem Highway Nr. 1 in Richtung Süden, der seit der Countygrenze Mendocino-Sonoma eigentlich nur noch anstrengend ist. Die Landschaft ist immer noch wunderschön, aber die Straße besteht fast nur noch aus engen Kurven. Das Wetter spielt in diesen Tagen auch nicht mehr mit. Die Häuser haben keine Farbe mehr, sind nur noch grau oder braun. In den Gärten gibt es keine Blumen mehr. Was wohnen hier für Menschen, die keinen Sinn für Schönheit haben. Diese krasse Wandlung ist sehr auffallend.
Eigentlich wollten wir bei Stewarts Point zum Highway 101 abbiegen, aber es gibt dort keine Straße, jedenfalls haben wir keine gefunden.

Am Fort Ross, das eine russisch-amerikanische Gründung ist und seit 1812 dreißig Jahre lang seinen Dienst tat, fuhren wir vorbei, weil wir die Einfahrt verpassten und es die nächsten 2 Meilen Kurvenstraße keine Möglichkeit zum Umdrehen gab. Vom Fort Ross ist nur noch ein Originalbau übrig, die russisch-orthodoxe Kapelle wurde beim großen Erdbeben 1906 zerstört, der Rest verfiel. Heute zeigt sich das Fort den Besuchern rekonstruiert. Gebaut wurde das Fort aus Redwoodbäumen. Immer wieder fuhren wir durch Redwoodbestände, jedoch gibt es keine alten Bäume mehr. Die meisten Wälder wurden komplett abgeholzt, bis der Staat Kalifornien und die USA im 20. Jahrhundert die letzten Bestände übernahmen. Große Teile wurden wieder aufgeforstet, so dass wir heute wieder unsere Freude an den großen Bäumen haben. Immer, wenn wir durch einen Redwoodwald fahren, kommen wir uns wie in einer anderen Welt vor. Diese Bäume sind einfach anders und aufsehenerregend.

In Jenner konnten wir dann endlich dem anstrengenden Highway Nr. 1 den Rücken kehren und am Russian River entlangfahren. Im Russian River Tal befinden sich zwei der bekanntesten Weingüter Amerikas: Korbel, die sich auf Sekt nach Champagnerart spezialisiert haben, und Martinelli. Auf weiten Flächen stehen Rebstöcke.
Das kleine Städtchen Guerneville hat noch sein altes Gesicht. Hinter den typischen Fassaden finden sich verschiedene Geschäfte, die alte Brücke kann nur noch zu Fuß oder per Fahrrad überquert werden.

Bunya Bunya - eine Araukarie

Bunya Bunya – eine Araukarie

Santa Rosa

Santa Rosa

In Santa Rosa sind der Railroad Square und die Altstadt sehenswert. Restaurants, Kneipen und verschiedene Geschäfte reihen sich aneinander. Vor dem alten Bahnhof aus den 1880ern, der 1904 restauriert wurde und heute die Touristinformation beherbergt, steht ein eigenartiger großer Baum. Der Stamm sieht aus wie der einer Palme, die Blätter sind hart wie die einer Palme, aber es ist keine Palme. Auf unser erstauntes Fragen bekamen wir einen Zettel ausgehändigt, anscheinend haben schon mehr Leute nachgefragt. Es ist eine Araucaria Bidwillii, oder wie die Amerikaner sagen, eine Bunya Bunya und kommt aus Queensland, Australien. Die Zapfen dieser Araukarie sind so groß und schwer, dass sie vor dem Herunterfallen abgenommen werden, denn sie können Menschen verletzen und verursachen Schäden an Autos.
Ansonsten ist Santa Rosa die Stadt der Redwoodbäume, die überall zur Stadtbegrünung angepflanzt wurden. Das sieht schon interessant aus.

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