A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Lafourche – Louisiana

Wir hatten arge Schwierigkeiten, den richtigen Weg zu finden, denn auf jeder Karte und auf jedem Schild sind die Straßennummern für die gleichen Straßen verschieden. Zweimal mussten wir uns durchfragen, weil wir nicht mehr wussten, wo wir waren. So sind wir an einigen Dingen, wie das Houma House, einem Plantagenhaus, vorbeigefahren.

ehemaliges Plantagenhaus?

ehemaliges Plantagenhaus?

Der Lafourche Bayou wird viel beworben, ein kleiner Fluss, an dessen Ufern Plantagenhäuser stehen und Restaurants Louisianakrebse anbieten sollen. Nichts von dem haben wir gefunden, davon abgesehen, dass es wirklich schöne Häuschen dort gibt. An den Bayou selbst kommt man kaum heran, alles Privatgelände. Nur manchmal kann man einen Blick erhaschen. Zuckerrohrfelder dehnen sich hinter den Häusern aus. Die Friedhöfe sind vollkommen anders als im ganzen Rest der Staaten. Zumeist bestehen die Gräber aus großen Sarkophargen, die sich dicht an dicht reihen. Zwar haben wir schon dreimal Frankreich besucht, aber solche Grabausstattungen kennen wir bisher nicht. Die Leute hier müssen ein Menge Geld haben, um sich so etwas leisten zu können.

Louisianakrebsessen

Louisianakrebsessen

Bei Des Allemands fanden wir einen kleinen Laden, der lebende und gekochte Krebse mit der typischen Louisianagewürzmischung anbietet. Der Laden heißt Les Crabes des Allemands, sieht nicht sehr einladend aus, aber er hat hervorragende Krebse und einen sehr netten Geschäftsmann. Der Preis für seine Krebse war sehr niedrig, für uns mehr als überraschend. Für 1 Pfund nahm er gerade einmal 2,50$. Drei Pfund frisch gekochte, noch heiße Krebse ließen wir uns bringen, die wir gleich vor seiner Tür aßen. Etwas später kam er mit Getränken, die er uns schenkte. Auf unsere Frage hin, wie er die Krebse zubereitet, brachte er uns dann auch noch eine Probe Zwiebel und Knoblauch aus dem Kochsud. Da hatten wir ein herrliches Mahl, wenn auch nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Alles in allem war das Ambiente sogar besser. Der Geschäftsmann war von uns begeistert und wir von ihm. Außer Krebsen bietet er auch Fisch an, ebenfalls zu sehr angenehmen Preisen. Wir können den Laden nur allerwärmstens empfehlen.

Airboat Tours  by Arthur

Airboat Tours
by Arthur

Nur ein Stück weiter erlebten wir das wohl Allerbeste unserer bisherigen Tour überhaupt. Zwar hatten wir gerade eine Swamp Tour hinter uns, aber in Des Allemands ist Airboat Tours by Arthur zu finden. Praktischerweise liegt gleich daneben ein RV Park, so dass für die Übernachtung gesorgt war. Neugierig gingen wir zu Airboat Tours, um zu sehen, ob das etwas für uns wäre. Normalerweise kosten die Airboattouren das zweieinhalbfach der Tourbootsausflüge, wie wir am Lake Martin einen hatten. Arthur wollte nur 50,-$ für eine Stunde Fahrt mit dem 6-Personen-Airboat haben und schon hatten wir gebucht. Diesmal nahmen wir eine Frühabendtour und waren hellauf begeistert. Jay, unser junger Kapitän und Arthur´s Sohn, war ein brillanter Bootsführer, der viele Erklärungen über das, was wir sahen, auf Lager hatte. Teilweise in ruhiger Fahrt, teilweise rasanter, 750 PS leisten bei solch einem kleinen Boot etwas, reisten wir durch die Sümpfe.

Sumpftour bei  Des Allemands

Sumpftour bei
Des Allemands

Die durchschnittliche Tiefe der Sümpfe und des See´s liegt bei 60-90cm. Außer den Bäumen, die fest verankert sind, schwimmt alles andere. Schilf, Wasserpflanzen, selbst der Schlamm, alles schwimmt. Unter den Pflanzenteppichen halten sich dann die Alligatoren auf, vor allem im Winter. Dann stellen sie auf Sparflamme um und können so sehr lange unter Wasser bleiben. Normalerweise müssen sie nach eineinhalb Stunden zum Luft holen an die Oberfläche.

Big Al

Big Al

Wir trafen drei große Gators an: ein recht aggressives Weibchen, dass gerade sein Nest verteidigt, den 14 Fuß langen Big Al und den 12 Fuß langen Big Dad. Alligatoren sind, anders als die Krokodile,  sehr gemütlich und man kann einiges mit ihnen anstellen, wenn man vorsichtig ist.
Dieser Sumpf ist anders als der am Lake Martin, auch was die Vogelwelt betrifft. Es gibt längst nicht so viele Vögel, Reiher sahen wir kaum, dafür ist er ein Paradies für Libellen, die hier fast so zahlreich sind, wie woanders die Mücken. Sogar die essbaren Früchte der Lotusblumen konnten wir probieren.
Alles in allem war diese Sumpftour ein unvergessliches Erlebnis, es hat alles gestimmt. Die Beleuchtung ist abends auch intensiver als am Tag, so dass wir bessere Bilder von der Sumpflandschaft bekommen haben. Vielen Dank an Airboat Tours.

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