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Archiv für das Schlagwort “Marmites Vouglan Stausee”

Pont-de-Poitte

Wir sind weiter im Department Jura unterwegs und kommen nun ins Haute Jura. Die mehr hügelig anmutende Jura-Landschaft geht langsam in eine Berglandschaft über, in der sich überall freiliegende Kalksteinfelsen zeigen. Diese Berge sind eine Karstlandschaft mit vielen Grotten, Wasserfällen und See´n. Hier wird Landwirtschaft ganz groß geschrieben, vor allem Rinderhaltung, die eine große Käseproduktion entstehen ließ.

Unser Ziel war Pont-de-Poitte, am oberen Ende des Vouglan-Stausee´s gelegen. Es ist der drittgrößte Stausee Frankreichs und wir freuten uns darauf, einmal die Füße in das kühle Nass zu halten.

Die Gemeinde hat einen schönen neuen Wohnmobil-Stellplatz angelegt, sehr ruhig gelegen. Der Fußweg zum Stausee ist kurz. Der erste Blick auf den Stausee war erschütternd. Er ist bis auf ein Rinnsal leer. Kein Wasser im Stausee. Der Anlegesteg für die Boote der Marina, sowie noch ein paar Boote, liegen auf trockenem Boden, auch die Abgrenzung von der Marina zum Zufluss liegt leblos am Seeboden.

Am Kopf des Stausee´s steht ein ehemaliges Restaurant. An dessen Wänden hängen noch Bilder mit Fischen und Vögeln, die es hier einmal gab. Karpfen, Welse, Brassen, Hechte: keine Fische mehr, keine Vögel mehr, sehr traurig. Wie es aussieht, liegt der Stausee schon seit mindestens 2025 trocken.

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Was jetzt allerdings zur vollen Geltung kommt, sind die sogenannten „Marmites“. Sie sind nur bei Niedrigwasser zu bestaunen. Zirka gute einhundert Meter vor der Mündung des Flusses Ain muss das Wasser über Stromschnellen. Diese sind sehenswert, denn das Wasser hat hier wahre Kunstwerke in den Kalkstein geschliffen. Durch den Höhenunterschied zwischen Fluss und Stausee werden diese Formationen dabei immer höher. Wenn der Stausee voll ist, könnte es ein sehr interessanter Schnorcheltauchgang werden.

Weil wir auch tanken mussten, fuhren wir nach Clairvaux-les-Lacs. Der kleine Ort liegt direkt östlich von Pont-de-Poitte. Das Auto hatten wir an der Ecke D678 und Rue du Chêne stehen. Das erste, was uns auffiel, war der wunderschöne Baum auf der Ecke. Es ist ein Sequoia, ein Mammutbaum.

In dem kleinen Ort ist nicht viel zu sehen, aber die Kirche Saint-Nithier glänzt mit einer schönen bunten Kirchturmspitze.

Wir lenkten unsere Schritte zum Clairvoux-See, der einen normalen Wasserstand vorweisen kann. Durch den hohen Kalkgehalt des Wassers schimmert es milchig-hellblau. Die Ufer sind mit Schilf begrenzt. Es gibt eine Angelstelle und am gegenüberliegenden Ufer einen Badestrand. Der See ist ein kleines Juwel.

Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir an einer Craft-Brauerei vorbei, die leider geschlossen war. Auf der anderen Straßenseite stehen neuere Mehrfamilienhäuser. Nur bei genauem Hinsehen ist die alte Waschstelle zu sehen, die durch das neue Haus überbaut wurde. Die eingeschlagene Jahreszahl zeigt 1850.

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