A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Fahrt nach Cairnryan

2 Nächte im Caravan Park „The Ranch“ (20,- Pfund) bei Maybole, südlich von Ayr an der Westküste. Das ist ein sehr freizügig angelegter, grüner Platz mit weiten Aussichten auf das Umland. Der Besitzer ist ein Ire, der uns auch gleich bei der Ankunft Tipps für Irland gab.

Ayr

Ayr

Ayr wird als Seebad beschrieben. Der Strandbereich ist jedoch wenig attraktiv. Uns gefiel die Altstadt am Fjord mit ihren alten, roten Sandsteingebäuden und mehreren Brücken. Der Kirchturm ist außergewöhnlich gestaltet.
Am Kaiende, gegenüber befindet sich eine Werft, steht ein kleiner Leuchtturm. Auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt stehen die Überreste eines weiteres Kais. Diesen Platz haben sich die Kormorane als Ruheplatz ausgesucht. Als wir schon wieder gehen wollten, ließen sich zwei Kegelrobben sehen.

Dunure

Dunure

Wenn man die Küstenstraße A719 nach Süden fährt, sollte man einen Abstecher in den kleinen Hafen Dunure machen. Dies war einmal ein bedeutender Fischerhafen, der im Laufe der Zeit dreimal umgebaut wurde. Heute kommt man sich hier wie am Rande der Welt vor. Ein kleines Café und die Reste eines Castles sind die Höhepunktes des Ortes. Der Straße bergauf folgend gelangt man noch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen schönen Blick auf die kleine, fast kreisrunde, hoch aufragende Insel Aisla Craig hat. Im Hintergrund zeichnet sich die Insel Arran ab.

Lendalfoot

Lendalfoot

Immer weiter Richtung Süden, jetzt auf der A77, immer an der Küste entlang, fanden wir einen schönen und geschützten Parkplatz kurz hinter Lendalfoot. Das ist ein Picknickplatz, auf dem ein Denkmal für den russischen Kreuzer Varyag steht. Er war im russisch-japanischen Krieg ( 1901-04) im Einsatz. Auf der Rückfahrt in den heimischen Hafen Murmansk ist er hier vor der Küste wohl untergegangen.
Für einen Tag schien mal wieder die Sonne und Basstölpel fanden sich abends zum Fische fangen aus dem Sturzflug ein. Es war interessant, ihnen zuzusehen. Als die Flut auf dem Höhepunkt war, hielt sich eine graue Robbe eine Zeitlang zum Fressen auf und schaute zwischendurch ab und zu aus dem Wasser.

Napfschnecken

Napfschnecken

Klaus sammelte heute Napfschnecken, die wir schon lange einmal probieren wollten. Da uns das Internet in Sachen Napfschnecken zubereiten nicht wirklich weitergeholfen hat, versuchten wir es auf unsere Weise: Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen, Chilli, Zimt, Lorbeer, Piment und Zucker zugeben und aufkochen. In den Sud die Napfschnecken, am besten nur die größten sammeln, geben und eine dreiviertel Stunde kochen lassen. Nach etwa zehn Minuten lösen sich die Schnecken von den Schalen. Ich habe die Schalen dann heraus sortiert und die Schnecken weiter kochen lassen. Zum Schluss den Sud andicken, fertig. Wie sich dann herausstellte, sollte man den kugeligen, dunklen Teil wegnehmen. Das scheint der Magen zu sein und ist nicht wirklich lecker und zumeist noch sandig dazu. Der Rest schmeckt super.

Fahrt zur Fähre

Fahrt zur Fähre

Während man sich weiter oben im Norden, wo sich die großen Fjorde befinden, wie in Norwegen vorkommt, erinnert die Küstenlandschaft hier unten sehr an die Westküste der USA. Man kommt sich wie auf dem Highway No. 1 vor, nur ein wenig sanfter. Eine raue, felsige Küste, kleine Dörfer, Robben, auch mal Schickimicki, es ist schön hier. Prachtexemplare von Yucca-Palmen überraschen hier.

im Bauch der Fähre

im Bauch der Fähre

Von Lendalfoot ist es nicht mehr weit bis Cairnryan, von wo die Fähre nach Belfast (Nordirland) ablegt. Es ist ein kleines, sehr übersichtliches Terminal. Wir nahmen eine Fähre der Stenaline. Eigentlich wollten wir gleich nach Larne übersetzen, aber nach Belfast ist es günstiger.
Der Hafen von Cairnryan wurde 1941-1943 gebaut. Von hier aus starteten viele britische Einheiten, zusammen mit amerikanischen und kanadischen Truppen samt Material, zum D-Day nach Nordfrankreich.

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