A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Fahrt nach Dover

Sandgate

Sandgate

Und schon ist die Hitzewelle nach nur vier Tagen durch einen zweitägigen Regen beendet, dazu ist es unverkennbar Herbst. Eigentlich wollten wir uns noch Hastings und Rye ansehen, aber wieder war kein Stellplatz zu bekommen. Neben dem Internet und dem Telefon funktionieren jetzt nicht einmal mehr Whatsapp, SMS und Google Maps. Man ist vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Seit einer Woche konnten wir unsere Berichte nicht mehr einstellen, kein Wort an die Familie, nichts.

Bei der Durchfahrt in Hastings sahen wir, dass es hier vom Baustil her irgendwie wie in Llandudno aussieht. Die Stadt ist groß und es herrschen die hohen viktorianischen Gebäude vor. Dazu kommt, dass die Straßen steil bergauf und bergab führen, gerade das Richtige für unser Motorhome. Das nennt sich A-Straße 1. Ordnung, also sehr gut zu befahren. Durch Hastings durch sieht das jedoch völlig anders aus. Dazu kommt die verwirrende Verkehrsführung.

Rye hätte uns wirklich noch interessiert, aber auch hier blieb uns nur das Durchfahren. Dabei kommt man am Altstadtkern vorbei und sieht, dass viele der alten Häuser im Erdgeschoss ein festes Mauerwerk haben und ab der ersten Etage geteerte Holzverkleidungen. Solch schwarze Häuser sahen wir schon in Lom (Norwegen). Sie verbreiten eine eigenartige Stimmung.

Na ja, es ist eben so. Zum Glück hatte unsere letzte Hoffnung, der Black Horse Farm Caravan Club Site in Densole, nördlich von Folkestone, einen Stellplatz für uns. Es ist der gleiche Campingplatz, den wir bei unserer Einreise nach England angefahren haben. Daher wussten wir, dass es Internet gibt und wir endlich die Fähre nach Calais buchen und die aufgelaufenen Berichte auf unserem Blog veröffentlichen können. Nachrichten an unsere Familien waren nun auch endlich möglich.

Folkestone statteten wir noch einen Besuch ab und wurden positiv überrascht. Dieser Abstecher war nicht geplant, aber wir mussten noch etwas einkaufen und in Folkestone sind die nächsten Supermärkte zu finden.
Wir steuerten den Hafen an. Sehr schön ist auch der Küstenweg, immer am Wasser entlang. Am Hafen stießen wir auf Überreste aus der viktorianischen Zeit. Der Hafen wurde 1826 gebaut. Von hier fuhren Fähren auf´s Festland. Später kam ein Bahnhof dazu, damit die Zugreisenden direkt am Anleger aussteigen konnten. Es gab eine Eisenbahnbrücke, eine Drehbrücke und auf der Mole ein Café. Das alles ist heute noch zu erkennen, aber in einem sehr schlechten Zustand. Bis auf das Café auf der Mole, welches liebevoll restauriert wurde. Heute beherbergt es viele kleine, verschiedene Kneipen. Im ersten Weltkrieg diente es der Versorgung der Soldaten, die an die Front zogen oder heimkehrten.
Von der Mole aus kann man bis zum Hafen nach Dover sehen, entlang der Kreidefelsen, die von Folkestone bis hinter Dover reichen.
Es gibt Pläne, den alten Hafen und den Bahnhof wieder aufzumöbeln, aber das scheint eine Sache von vielen Jahren zu werden.
Auf dem Platz vor dem inneren Hafenbecken steht ein Imbissstand, an dem frische Meeresfrüchte aller Art zu bekommen sind. Alles ist wirklich frisch und man kann sich seine Snacks selbst zusammenstellen.
Eigentlich ist die Hafengegend eine einzige Partymeile. Manche Kneipen und Pubs spielen lautstarke Musik, was natürlich die Leute in Scharen anzieht.

Noch ein Wort zum Stellplatz. Wir haben herausgefunden, dass Wohnmobile am Hafen über Nacht stehen können, gegen 15,- Pfund Gebühr, ohne alles, aber mit ganz viel Platz.

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