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Reisen rund um die Welt

Antwerpen

alter Bahnhof Antwerpen

alter Bahnhof Antwerpen

Die Stadt des Diamantenhandels ist eine Reise wert. Der Hauptbahnhof allein ist schon eine Attraktion. Der alte Bahnhof ist in bestem Zustand, mit all seinen Verzierungen und Details. Daran angebaut ist ein sehr moderner Bahnhof, der mehrere Etagen hoch ist. Auf zwei Ebenen fahren die Züge, in der obersten Etage befinden sich Läden und Kneipen. Dazu gibt es mehrere Zwischenetagen. Die Stahlkonstruktion des neuen Bahnhofs ist sehr filigran und lässt sehr viel Licht in das Innere. Die Schienen liegen auf einer wunderschönen, alten steinernen Bogenkonstruktion mit Türmchen, die sich durch die Stadt zieht.
An der Westseite des Bahnhofs breitet sich das Diamantenhändlerviertel aus, in dem auch die Diamantenbörse zu finden ist. Diamanten- und edelsteinbesetzter Schmuck liegt in fast jeden Laden aus. Preise sind in den Auslagen nicht zu finden.

Eingang zu Chinatown

Eingang zu Chinatown

Das Parken ist teuer um den Bahnhof herum, 2,50 € pro Stunde, 5,20 € für 2 Stunden. Kostenlos parken kann man dagegen direkt an der Schelde. Von dort aus könnte man auch gut zum Bahnhof laufen.
Gegenüber dem Haupteingang des Bahnhofs liegt Chinatown. Chinatown? Ziegenfleisch? In den USA gehörte das zusammen. So klapperten wir viele Supermärkte ab, aber nur im SPAR liegt Ziegenfleisch aus, sogar als Frischfleisch. Für einen Kilopreis von 6,90 € für Schulter und 9,90 € für Keule schlugen wir gleich zu. Das hat uns schon lange gefehlt. Frisches Ziegenfleisch ist superlecker.

Museum aan de Stroom

Museum aan de Stroom

Das zweite Highlight in Antwerpen ist ein Geheimtipp: das MAS (Museum aan de Stroom) am Willemdock. Es ist ein supermoderner Bau, mit sehr viel Glasfassade im Wellenmuster. Es existiert nicht eine gerade Scheibe an dem Bau. Der Bau beherbergt nicht nur ein Museum, sondern auch eine Dachterrasse. Per zehn Rolltreppen, jede an der nächsten Fassade gelegen, erreicht man das Dach. Das heißt, man fährt zweieinhalb Mal um den Bau herum und hat nach jeder Rolltreppe eine andere Sicht auf die Stadt.

Antwerpen von oben

Antwerpen von oben

Ganz oben angekommen, liegt einem die Stadt Antwerpen zu Füßen, dazu ist es kostenlos. Man hat also gleich zwei Erlebnisse in einem: erstens die außergewöhnliche Architektur und zweitens die herrliche Aussicht.

wunderschöne Giebel

wunderschöne Giebel

Die Altstadt ist relativ schnell abgelaufen. Vor allem der Grote Markt mit dem reich verzierten Rathaus und den noch reicher verzierten Patrizierhäusern ist sehenswert. Ansonsten steht auch hier wieder Alt neben Neu und mittendrin die Kathedrale, deren Besuch wieder Eintritt kostet.
Empfehlenswert sind eine Portion echt belgische Fritten, dazu ein gutes belgisches Bier.

der "Steen"

der „Steen“

An der Schelde lässt es sich nach solch einer langen Stadtbesichtigung gut entspannen. Es gibt zwar keine Bänke, aber genügend Poller tun es auch. Dort stehen auch die alten filigranen Markthallen, die entweder als Parkhaus oder als Unterstellplatz für Boote und Schiffe für das Maritime Museum, welches gerade umzieht, missbraucht werden. Es ist schade darum.
Der „Steen“, das Torhaus einer ehemaligen Burg, die Ende des 12. Jahrhundert begonnen wurde, ist das älteste Bauwerk Antwerpens. Es wird gerade restauriert und ist nicht zugänglich. Eigentlich ist es etwas mehr als nur ein Turm, es mutet selbst wie eine Burg an.

Ruine Ten Troon

Ruine Ten Troon

Übernachtet haben wir 25 Kilometer westlich, in Grobbendonk, auf dem dortigen WOMO-Stellplatz neben der Feuerwehr, kostenlos. Strom und Wasser sind vorhanden, müssen jedoch extra bezahlt werden.
Grobbendonk ist eine einladende Stadt mit mehreren Sehenswürdigkeiten, die allerdings nicht wirklich touristisch aufbereitet sind. Es stehen nur Infotafeln daneben, die das jeweilige Ziel erklären. Von dem Kasteel van Grobbendonk z.B. ist kaum etwas zu sehen, da es in einem Park steht und Privatbesitz ist.
Die alte Wassermühle ist kaum als solche zu erkennen, da das Wasserrad umbaut ist, zudem ist sie ziemlich heruntergekommen. In deren Nähe, dem Weg noch etwas weiter folgend, erreicht man die Fischtreppe. Das heißt, das Flussbett ist terrassiert.
Die Klosterruine Ten Troon ist kaum zu finden. Das Wohnhaus wird gerade rekonstruiert, die Kirche ist verfallen. Ein neues Altarbild zeigt, dass sie noch genutzt wird. Der Eingang in die Kruft ist noch erkennbar, neue Steinplatten auf alten Gräbern von 1430 bis 1520 weisen auf die beigesetzten Personen hin.

Windmühle Bouwel

Windmühle Bouwel

Eine sehr schöne Windmühle ist in Grobbendonk-Bouwel zu finden. Die Windmühle selbst sitzt auf einem Unterbau und ist aus dem Jahre 1789. Sie arbeitet nur noch zu besonderen Anlässen.

Strafmaße 1665

Strafmaße 1665

Am Wasserturm steht das alte, rekonstruierte Gerichtsgebäude, heute Wohnhaus. Gegenüber steht der Pranger (de Schandpaal). Auf kleinen Täfelchen stehen die Geldstrafen für verschiedene Delikte. In bestimmten Fällen konnte man seine Geldstrafe dadurch mindern, dass man sich an den Pranger stellen ließ.
Sonst ist Grobbendonk eine sehr schöne Stadt, die 2013 sogar ausgezeichnet wurde. Vom Stellplatz bis in das Zentrum sind es nur ein paar Schritte.

 

 

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