A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Lissabon

Terreiro do Paço

Die Hauptstadt Portugals ist eine tolle Stadt, eine Stadt mit Seele. Lissabon lädt an allen Ecken zum Entdecken ein. Der Womo-Stellplatz zwischen Metro-Station Santos und dem Rio Tejo ist riesengroß und liegt zentral. Er ist jedoch auch mit Navinicht leicht zu finden, weil immer wieder Baustellen die Wege blockieren und Umwege durch die Gassen der Altstadt nötig werden. Außerdem trennt die Metrotrasse den Hafenbereich vom Rest der Stadt, aber wer dranbleibt, der siegt.
Zuerst steuert man die Touristinfo an. Dafür braucht man nur immer am Wasser entlang zu gehen. Auf dem Weg kommt man am Bootsanleger und dem großen Metrobahnhof vorbei. Gegenüber dem Metrobahnhof befindet sich die Markthalle Mercado da Ribeira, durch die man einmal schlendern sollte. Architektonisch eine Augenweide, enthält sie auf der einen Seite die Marktstände, auf der anderen Seite verschiedene Imbissstände.
Am Ufer weitergehend, erreicht man den Terreiro do Pa
ç
o. Dieser Platz wird von Prachtbauten umrahmt, die vom Arco da Rua Augusta gekrönt werden. In der Mitte des Platzes steht ein prächtiges Reiterdenkmal. Hier befinden sich die Touristinfos.

U-Boot in Caçilhas

Nachdem wir alles beisammen hatten, unternahmen wir zwei Ausflüge. Der erste war eine Fahrradtour auf die gegenüberliegende Seite des Rio Tejo, nach Almada. Dafür setzten wir mit der Personenfähre vom Bootsanleger in der Nähe des Stellplatzes über den Fluss. Das Ticket kostet 1,75€ pro Person, Fahrrad inklusive. In zwei Minuten ist man auf der anderen Seite namens Caçilhas. Schon von hier hat man eine gute Sicht auf Lissabon. Kommt man aus der Fährstation, findet man gleich geradeaus ein altes Barracuda-U-Boot im Trockendock liegen, welches über 40 Jahre lang im Dienst der portugiesischen Navy stand.

Segel-Fregatte „Fernando II e Glória“

Mehr verlockend ist jedoch der Besuch der alten Segel-Fregatte „Fernando II e Glória“. Es war das letzte Segelschiff der portugiesischen Marine, der sie mehr als 30 Jahre lang diente, vor allem auf der Ost-Indien-Route. 1963 zerstörte ein Feuer das Schiff fast völlig. 1990 bis 1998 wurde es komplett restauriert und liegt nun als Museumsschiff in seinem alten Glanz in einem der Docks von Caçilhas. Der Eintritt kostet 4,-€ pro Person. Dafür kann man durch drei Decks laufen, in denen das Leben an Bord deutlich wird. Die Restauration von Grund auf wird in einem interessanten Video dargestellt.

Panorama-Aufzug

Das Hauptziel der Fahrradtour war die Christus-Statue hoch oben in Almada. Dafür folgt man der Straße/Weg direkt am Ufer, vorbei an allerlei Ruinen, bis man zum Panorama-Aufzug kommt. In den Aufzug passen zwei Leute und zwei Fahrräder, was zusammen 1,-€ kostet. Der Aufzug bringt die Leute 62m hoch, die dann 70m über dem Fluss stehen und wieder eine atemberaubende Aussicht genießen können. Im Aufzug ist ein Plan erhältlich, wie man von dort zur Christus-Statue kommt.

Nachdem wir uns sattgesehen haben, schlugen wir den Weg bergauf und bergab zur Statue ein. Dort angekommen, kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus. Vom Plateau aus blickt man über ganz Lissabon. Die Stadt soll auf sieben Hügeln stehen, sagt man, aber man sieht es eigentlich nicht. Das östliche Ende, welches hinter den Rio Tejo sichtbar ist, erinnert mit seinen Kirchen und Palästen an den Canal Grande am Markusplatz in Venedig.

Tejo und Lissabon

Ponte 25 de Abril

Links von der Aussichtsplattform spannt sich die 70m hohe Hängebrücke Ponte 25 de Abril. Die Brücke sieht genauso aus wie die Golden Gate in San Francisco. Der Lärm, der vom Verkehr auf der Brücke ausgeht, ist unglaublich. Es hört sich an wie ein Schwarm von Riesenbienen. Ein Wohnen in der Nähe der Brücke ist kaum möglich. Für die Überfahrt nach Lissabon bezahlten wir übrigens 7,-€ Maut, für Wohnmobil mit Anhänger, zahlbar an der Brücke.

Christus Statue Lissabon

Die 28m hohe Christus-Statue, die auf einem 75m hohen Sockel steht, erinnert an die Christus-Statue in Rio de Janeiro. Jetzt haben wir drei Parallelen auf der Welt gefunden, die in Lissabon vereint sind. Wo findet man sonst so etwas, unglaublich. Im unteren Teil des Sockels ist eine modern eingerichtete Kapelle zu finden, und ein Souvenirshop. Die Statue wurde am 17. Mai 1959 errichtet zum Dank dafür, dass Portugal vom 2. Weltkrieg verschont blieb. Als wir dort waren, wurde sie gerade vom Umweltschmutz gereinigt. Zwei Arbeiter saßen auf dem Daumen der Statue und waren dort kaum zu sehen.

Torre de Belem

Denkmal der Seefahrer

Mit Hilfe des Smartphones fanden wir dann auch den Weg nach Porto Brandão, wo wir auf die Autofähre zurück nach Lissabon stiegen. In dem Ticket für 1,70€ pro Person ist die Fahrt zum Anleger im benachbarten Trafaria und die Überfahrt nach Belém enthalten.
In Belem sind der schlossartige Torre de Belém, einst eine Hafenfestung, und das riesige Denkmal der Seefahrer zu bewundern. An der Spitze derer, die Portugal zu einer Weltmacht werden ließen, steht Heinrich der Seefahrer. Für 4,-€ Eintritt darf man zur Aussichtsplattform hoch. Von hier aus startete Vasco da Gama 1497 seine Entdeckungsreise nach Indien.

Hieronymus-Kloster

Gleich hinter dem Denkmal der Seefahrer steht das Hieronymus-Kloster, ein architektonisches Kunstwerk. Das Innere des Klosters beherbergt das Grabmal von Vasco da Gama. Ursprung des Klosters ist eine Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, welche Heinrich der Seefahrer in der damals kleinen Fischersiedlung bauen ließ.
Unter der Hängebrücke hindurch, an Häfen und Werften vorbei, erreichten wir den Stellplatz.

Fahrt mit Tram 28

Eine andere Möglichkeit, Lissabon zu entdecken, ist die Fahrt mit der Tram 28. Die nostalgischen Straßenbahnwagen sind die einzigen, die die unglaublichen, bis zu 13,5%-Steigungen bewältigen können. Es ist die einzige Adhäsionsbahn weltweit, die das schafft. Die Fahrt mit der Tram 28 ist nicht nur eine Stadtrundfahrt, sondern ein Abenteuer, welches einer Achterbahnfahrt gleicht. Es ist eine offizielle Nahverkehrslinie, so dass man auch in den Genuss des portugiesischen Nahverkehrsbetriebes kommt. Die Fahrt der Tram führt bergauf und bergab und man hat das Gefühl, dass Lissabon nicht nur auf sieben, sondern auf mindestens doppelt so vielen Hügeln steht. Kurve links, Kurve rechts, anfahren, alle Nase lang aus irgendwelchen Gründen halten, und sich durch die engsten Gassen schlängeln, da möchten wir kein Straßenbahnfahrer sein. Wie kann dabei nur ein Fahrplan eingehalten werden? Von der Stadt sieht man nur einen kleinen Teil, Fensterplatz vorausgesetzt, weil die Wagen fast immer mit Fahrgästen vollgestopft sind, aber das Erlebnis ist einzigartig. Die Einzelfahrt kostet 2,90€ zahlbar in der Bahn. Es gibt an bestimmten Ticketschaltern in der Stadt auch Tageskarten für die Linie 28. Damit kann man ein- und aussteigen, wo man will und sich dabei die Sehenswürdigkeiten an der Strecke ansehen. Infos über den Streckenverlauf bekommt man in den Touristinfos.

Elevador de Santa Justa

Sehenswert ist auch der „Elevador de Santa Justa“ aus dem Jahre 1901. Die wunderschöne Stahlkonstruktion steht auf der Rua do Ouro in der Altstadt und befördert die Passagiere auf eine Höhe von 45m. Eine Fahrt kostet 5,15€.
Das große Erdbeben aus dem Jahre 1755, welches uns schon seit der westlichen Algarve begleitet, zerstörte auch Lissabon, aber die Stadt wurde mit viel Liebe wieder aufgebaut und ist immer noch eine der schönsten Städte der Welt.

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2 Gedanken zu „Lissabon

  1. Lissabon ist immer wieder eine Reise wert. Schöne Zeit dort.

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