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Reisen rund um die Welt

Óbidos

Blick über Óbidos

Eine der beeindruckendsten Städtchen, die auf einem Hügel gebaut wurden, ist Óbidos. Die komplette Altstadt ist noch immer von einer Stadtmauer umschlossen, aus der einige Beobachtungstürme und die Burg herausragen. Mit dem Auto innerhalb der Mauern zu fahren, ist nur bedingt möglich, denn die Gassen sind zumeist sehr eng. Òbidos ist seit 1951 ein nationales Monument.

in Óbidos

Man sollte Óbidos auf zwei Wegen erkunden. Einmal durch Ablaufen der Stadtmauer mit den tollsten Blicken auf die Altstadt und das grüne hügelige Umland und zweitens am Boden durch die Gassen. Der Erhaltungszustand der Häuser ist recht gut und es macht Spaß, sich in den Gassen zu verlieren. Hier und da findet man schöne Details.
Die Spezialität in Óbidos, welche vor allem an den Wochenenden an jeder Ecke angeboten wird, ist ein Sauerkirschlikör im Schokobecher. Das kostet 1,-€ und schmeckt echt lecker.

Ginjinha Errik Rex

Ein Geheimtipp ist auch die Ginjinha Errik Rex. Die Bar ist auf Portwein spezialisiert, das Glas kostet 3,-€. Die Einrichtung ist rustikal und die alten Wände sowie die Decke sind mit alten und noch vollen Portweinschätzen bedeckt, aber auch mit allem, was mit Portwein zu tun hat.
Am höchsten Punkt von Óbidos steht die Kirche, die zwischen zwei Beobachtungstürmen eingebettet ist. Sie wird jedoch nicht mehr als Kirche genutzt, sondern ist jetzt eine Bücherei.

Santuário Senhor da Pedra

Die Gegend gehört zum westlichsten Ausläufer der Region Estremadura. Es ist das Land der Windmühlen, der Eukalyptuswälder, des Obst- und Gemüseanbaues sowie des Weinanbaues. Óbidos kann sogar mit einer Pousada aufwarten. Das sind Hotels, die sehr oft historische Mauern als Kulisse haben.
Vom südöstlichen Ende der Stadtmauer von Óbidos entspringt ein Aquädukt, der sich ein paar hundert Meter ins Land zieht.
Gleich in der Nähe steht das Santuário Senhor da Pedra, ein beachtlicher kirchlicher Bau. So schlecht der äußere Zustand ist, so schön ist das Innere.

Küste an Forte da Luz

Rund 20 km von Óbidos entfernt und an der Küste gelegen, befindet sich die Stadt Peniche. Die Stadt selbst ist nicht weiter attraktiv, alles ist neu, aber wenn man sich an der Westküste hält, trifft man alle paar Meter auf neue Attraktionen. Zuerst kommt man zu einem kleinen Fort, von dem noch die Mauern mit den kleinen Wachtürmchen stehen. Die befestigten Plätze an den Mauern, auf denen die Kanonen standen, sind auch noch erhalten. Daran schließt sich der Ortskern an, aus dem das heutige Peniche erwuchs.
Nur ein Stück weiter dem Weg folgend, trifft man auf die Reste des Forte da Luz. Das Meer hat sich schon große Teile des alten Forts geholt. Dort kann man das Auto stehen lassen, an der Steilküste entlanglaufen und die Schönheiten der Natur genießen. Auf einem einzeln stehenden Felsen im Wasser halten sich Kormorane auf. Noch ein Stück weiter ragt eine Felsenzunge heraus, vom wilden Atlantik umspült und geformt. In einiger Entfernung liegt die Insel Berlengas vor der Küste. Sie wird von Ausflugsbooten angefahren.

spektakulär

Nun fährt man wieder auf die Hauptstraße und folgt ihr weiter Richtung Leuchtturm. Ein kleiner Parkplatz lässt Neugierde aufkommen, die auch prompt befriedigt wird. Die Felsen der Küste sehen aus, als hätten Riesen mit flachen Steinplatten gespielt und damit die unglaublichsten Türme und Formen geschaffen. Die Kanten sind so scharf, dass die Atlantikwellen Gischt freisetzen, die hoch über die Felsen versprüht wird.
Wieder ein paar Meter weiter ändert sich das Bild leicht, denn nun ergänzen runde Formen das ansonsten kantige Bild. So etwas haben wir noch nirgends gesehen.

Círios de Nossa Senhora dos Remédios

An diese Formationen, an denen auch ein Pilgerweg entlangläuft, schließt sich eine Aussichtsplattform an. Gegenüber dieser Plattform steht das kleine Kloster Círios de Nossa Senhora dos Remédios. Es ist winzig und birgt eine wunderschöne Überraschung. Zuerst betritt man einen Innenhof, an den sich ein Vorraum anschließt. Durch eine weitere Tür tritt man in die tiefer gelegene Hauptkirche ein und verfällt im selben Moment in großes Staunen. Sämtliche Wände und die Gewölbedecke sind komplett von weiß-blauen Fliesen bedeckt, die mit Szenen aus der Bibel, Ornamenten und anderen Darstellungen bemalt wurden. Der Altarraum und die kleine Kapelle sind in Sandstein gehalten. Es ist das erste Mal, dass wir so etwas sahen. Wir haben schon gehört, dass es Kirchen in Portugal gibt, deren Fassaden über und über mit diesen weiß-blau bemalten Fliesen belegt sind. Darauf waren wir gefasst, aber solch eine Pracht in einer solch kleinen Kirche ist einfach großartig.

Fortaleza de Peniche

Damit hat man das Spektakulärste gesehen, was die Halbinsel Peniche zu bieten hat. Als nächstes kommt man zum Leuchtturm und fährt anschließend an einer Steilküste entlang, die erkennen lässt, dass sie an der windabgewandten Seite liegt. Kurz vor dem Hafen steht das große Fortaleza de Peniche. Das Fort ist über eine kleine Bogenbrücke zu erreichen und der Eintritt ist frei. Verschiedene Ausstellungen, teilweise wird für den Besuch Eintritt verlangt, berichten über die Geschichte von Peniche.

blühende Nektarinenbäume

Wir stehen auf dem ruhigen Womo Stellplatz „Casa Azzura“ in dem kleinen Örtchen Trás do Outeiro ganz in der Nähe von Óbidos, inmitten von Nektarinen- und Birnenplantagen. Die sehr nette deutsche Familie, die den Platz führt, organisiert ab und zu Abendessen in kleinen und gemütlichen portugisieschen Kneipen. Für kleines Geld isst man authentisch und superlecker. Sie haben natürlich auch Ausflugstipps parat.

Foz do Arelho

Einen kleinen Ausflug ist auch die Lagune von Óbidos und deren Anbindung an den Atlantik wert. Ganz viel Sand, eine Düne, Steilküste und der mächtige Atlantik ergeben eine tolle Szenerie. Viel Spaß macht auch ein Spaziergang auf dem Holzweg, der sich entlang der Steilküste nördlich von Foz do Arelho schlängelt. Viele Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, mit freiem Blick auf den weiten Ozean.

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