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Reisen rund um die Welt

Marrakesch

Hotel Club Les Idrissidres

Zuerst fuhren wir, aus Agadir kommend, zum Hotel Club Les Idrissidres, in dem wir die erste Nacht verbrachten. Es liegt etwa eine Wegstunde von der Medina entfernt. Nach einem hervorragenden Abend- und Frühstücksbüffet begann die Rundfahrt mit ersten Besichtigungen in Marrakesch. Die Stadt ist eine der fünf Königsstädte. Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Stadt mehrere Male die Funktion einer Königsstadt.

Marrakesch wird auch als Stadt aus 1001 Nacht bezeichnet, da in der riesigen Medina das Leben immer noch in altem Rhythmus abläuft. Außerdem sind noch viele Sehenswürdigkeiten aus alten Zeiten erhalten, die ihrer Entdeckung durch die Besucher harren. Den Namen „rote Stadt“ hat Marrakesch erhalten, weil die vorherrschende Farbe der Fassaden in der Farbe der sie umgebenden Erde erstrahlt. Das ist im gleißenden Licht der Sonne wesentlich angenehmer für die Augen als das sonst so beliebte Weiß.

Der „Menara-Garten“ aus dem 12. Jahrhundert ist eine 100ha große Anlage, die eigentlich eine Olivenbaumplantage ist. Zentraler Punkt des heutigen Stadtparks, südöstlich der Medina gelegen, ist ein großes Wasserbecken. Es wird über alte Wasserleitungen durch die Regen- und Schmelzwasser aus dem nahen Atlasgebirge befüllt und für die Bewässerung der Olivenbäume genutzt. Im Becken tummeln sich Karpfen, die auf kleine Leckerbissen von den Gartenbesuchern warten.

Parc Lalla Hasna und Koutoubia Moschee

Durch den Parc Lalla Hasna erreicht man die Koutoubia Moschee, die durch die gesamte Mittelallee des Parks zu sehen ist. Die Moschee stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist die größte Moschee Marrakeschs, sowie eine der ältesten Moscheen in Marokko. Wie alle Moscheen in Marokko ist auch sie nicht von innen zu besichtigen. Der Zutritt ist nur gläubigen Muslimen erlaubt. Neben dem schön gestalteten Minarett steht nur eine Hälfte des vielschiffigen Gebetsraumes. Die zweite Hälfte wird nur von den Außenmauern und zahlreichen Pfeilerstümpfen angedeutet. Läuft man in der Achse Parc Lalla Hasna – Koutoubia Moschee weiter gelangt man zum berühmten Gauklerplatz Jemaa el Fna, dessen Besuch am Ende der Rundfahrt auf dem Programm stand.

Bab Agnaou

Am Bab Agnaou legten wir einen weiteren kleinen Stopp ein. Dieses große und einst repräsentative Tor im maurischen Stil stand an der Grenze zwischen der Altstadt und dem ehemaligen Regierungsviertel von Marrakesch. Leider hat es etwas von seiner Schönheit eingebüßt, denn es nagt der Zahn der Zeit an ihm und die Störche haben es in Beschlag genommen.

Saadier-Gräber

Gleich in der Nähe des Bab Agnaou sind die Saadier-Gräber zu finden. Die Saadier oder Saaditen lösten die Mauren in ihrer Herrschaft über Marokko ab. Sie regierten im 16. und 17. Jahrhundert. Ihre bedeutendste Nekropole sind die Saadier-Gräber in Marrakesch. Die Anlage erinnert ein wenig an die Alhambra in Granada, die wir erst vor einem Jahr besichtigten, allerdings ist sie längst nicht so groß. Deshalb kam uns alles ein wenig bekannt vor. Vier Sultane und 62 Familienangehörige fanden auf dem Gelände ihre Ruhestätte. Je höher ihre gesellschaftliche Position war, um so prächtiger fielen ihre Gräber aus. Auffallend sind die vielen bunten, quadratischen Keramiksteine, mit denen alle Gräber belegt sind. Die Mausoleen weisen die typisch maurischen Stuckarbeiten an den Wänden und die wunderschön gestalteten Decken aus Zedernholz auf. Ein kleiner Garten sorgt für ein wenig Grün und bunte Blüten.
Nach zweihundert Jahren Herrschaft folgte eine neue Dynastie. Gleich der erste Sultan umschloss die Nekropole mit einer hohen Mauer, um die Saaditen aus dem Gedächtnis der Menschen zu verbannen. Erst 1917 fand man bei archäologischen Forschungen den engen Gang zu den Saadier-Gräbern wieder.

Nach der Besichtigung des Bahia-Palastes, den wir schon bei unserer ersten Reise nach Marrakesch gesehen haben, setzten wir die Rundfahrt zur zweiten Königsstadt, nach Casablanca fort.

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