A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Fes – Ifrane – Midelt – Erfoud

Schnee in Marokko

Nach dem Besuch der Königsstädte Marokkos hatten wir die Kultur hinter uns gelassen. Nun wird die Aufmerksamkeit auf der Natur Marokkos liegen und es geht in den wärmeren Süden. Wir verließen Fes und fuhren nach Ifrane. Der Ort liegt im Mittleren Atlas. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch Steineichen- und Zedernwälder. Die Straße schlängelt sich immer höher die Berge hinauf und je höher wir kamen, umso weißer wurde es. Seit drei Tagen schneite es in Marokkos Gebirgen. Ifrane liegt 1650m hoch und ist das Wintersportgebiet des Landes. Bei unserem Besuch lag aber nicht nur ca. 15cm hoher Schnee, sondern es regnete auch noch dazu. Wir bekamen also wieder einmal Wasser von oben und von unten.

Ifrane

Ifrane, auch Universitätsstadt oder Sommerfrische für die Einheimischen, lockt jedoch nicht nur mit seiner Landschaft, sondern auch mit seiner Architektur. Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen oder irgendwie nach Europa gebeamt worden zu sein. Die Häuser sind im europäischen Baustil mit Satteldächern erbaut. Das kommt daher, dass die Franzosen Anfang des 20. Jahrhunderts Ifrane als Garnisonsstadt ausbauten und der Stadt damit den Stempel aufdrückten. Bis heute wird der Baustil in Ifrane und Umgebung beibehalten.
In Ifrane erinnert ein Löwen-Denkmal an den Abschuss des letzten freilebenden Berberlöwen im marokkanischen Atlasgebirge im Jahre 1920.

Hotel Kasbah Asmaa

Nach einer Teepause ging die Fahrt über Azrou und Rimahdite nach Midelt weiter, wo eine Mittagspause eingelegt wurde. Direkt an der Hauptstraße befindet sich das „Hotel Kasbah Asmaa“. Bisher hatten wir immer marokkanisch gegessen. Hier probierten wir die Atlasforelle, die in Alufolie gegart und mit verschiedenen Beilagen serviert wird. Es war ein gutes Essen.
Die Stadt Midelt liegt inmitten einer Steinwüste, in der Unmengen Mineralien, versteinerte Meerestiere und sogar Meteoriten gefunden und verkauft werden.

südlich des Hohen Atlas

Um das Tagesziel Erfoud zu erreichen, musste sich der Bus über ein weiteres Gebirge, den Hohen Atlas quälen. Obwohl der Hohe Atlas höhere Berge besitzt als der Mittlere Atlas, lag in dem Teil des Gebirges keine Schnee. Zu unserer Freude riss jetzt, nach drei Tagen, auch die Wolkendecke auf und der Himmel wurde blau. Die Sonne strahlte endlich vom Himmel. Bisher hatten wir uns gefragt, wofür wir nach Marokko gekommen waren. Des Wetters wegen hätten wir genauso gut zu Hause bleiben können.

Qued Ziz

Dreimal Berg hoch, dreimal Berg runter, dann hatten wir den Hohen Atlas überquert und es schloss sich eine weite und flache Steinwüste an, in der einzelne Berber-Siedlungen verstreut liegen. Der schönste Teil dieses Streckenabschnitts führt immer am Qued Ziz entlang. Der Fluss Ziz schlängelt sich in einem romantischen Tal durch die Landschaft. Bunte Felsformationen, Dattelpalmen und Dörfer wechseln sich ab. Hin und wieder sieht man pastellfarben angemalte Gebäude und Mauern. Wie sich herausstellte sind dies Schulen. Die zarten Farben erfreuen die Augen und bilden einen schönen Kontrast zu den einheitlichen Erdfarben, in denen alles andere erscheint.
An verschiedenen Stellen des Qued Ziz hielten wir, um die Schönheit des Canyons zu bewundern.

Beispiel für die Berbersprache

Immer öfter tritt die Schrift der Berber in Erscheinung. Das Erscheinungsbild der „Berberschift“ Tifinagh ähnelt dem der griechischen Schrift. Allerdings taugt die Schrift nicht für lange Texte, sondern wird eigentlich nur für Namen und kurze Mitteilungen genutzt. Die Hauptschrift der Berber ist das Arabisch, daneben wird das Französisch verwendet. Die meisten Schilder an öffentlichen Einrichtungen sind also dreisprachig.

Kurz vor Erfoud liegt eine Wanderdüne mitten in der Steinwüste. Nach Angabe unseres Reiseführers existiert sie erst seit 8 Jahren und wächst seitdem.

Hotel Club Palms

Erfoud ist eine große Oase und als „Dattelstadt“ bekannt. Eine Besichtigung der Stadt stand nicht auf dem Plan. Wir übernachteten im weit vor der Stadt befindlichen Hotel Club Palms.

Es bestand hier die Möglichkeit eines Ausfluges zu den Sanddünen und dem Berberdorf von Merzouga, inkl. Kamelritt in den Sonnenuntergang. Normalerweise soll der Trip in den Sonnenuntergang gehen, aber zu dieser Jahreszeit kommt der Sonnenuntergang zu früh. Deshalb startet dieser Ausflug früh morgens um 4 Uhr, aber niemand wollte innerhalb dieser anstrengenden Rundreise so früh aufstehen. Wir mussten ohnehin schon jeden Tag zwischen 6 und 7 Uhr aus den Betten. Einen Kamelritt in den Sonnenuntergang durften wir vor Jahren schon einmal in Tunesien erleben, einen Ausflug in die roten Sanddünen Südmarokkos machten wir bei unserem ersten Besuch des Landes. Es war also kein großer Verlust für uns, diesen Ausflug nicht gemacht zu haben.

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