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Reisen rund um die Welt

Bussana Vecchia

Während wir darauf warten, dass die Werkstatt am Montagmorgen öffnet, besuchten wir Bussana Vecchia. Dies ist die ursprüngliche Stadt, die sich oberhalb des heutigen Bussana auf einem Hügel ausbreitet und schon seit den Römerzeiten existierte. Besser gesagt, ausbreitete, denn das alte, mittelalterliche Bussana wurde 1887 durch ein heftiges Erdbeben zerstört, genau am Aschermittwoch. Die überlebenden Einwohner lebten erst in Zelten und verließen den Ort 1894 endgültig. Sie bauten das heutige Bussana weiter unten auf.

In den 1960er Jahren besiedelten illegal internationale Künstler die Ruinen und bauten sie teilweise wieder auf. Heute ist es ein Künstlerdorf und man muss den Einwohnern Respekt zollen, dass sie sich den Wiederaufbau antaten und es immer noch tun. So tief ins Mittelalter sind wir bisher noch nie eingetaucht. Enge Gassen, Häuser, die zum Teil über die Gassen gebaut wurden, Kirchen und Aussteifungsbögen, alles aus dem hiesigen Naturstein. Viele kleine Künstlerateliers laden zum Stöbern ein, sogar einen botanischen Garten gibt es. Alles ist sehr eng und ziemlich dunkel, sehr beeindruckend.

Die Straße von Bussana hoch in die mittelalterliche Stadt ist fast immer einspurig, auch mit Haarnadelkurven. Gegenverkehr wird da zum Problem. Eine Wendemöglichkeit gibt es nur am Friedhof, ansonsten endet die ins Dorf führende Straße in einer Sackgasse. Parkplätze gibt es nur zirka einhundert Meter vor Ende am Straßenrand.

Die Aussichten auf die umliegenden Hügel ist atemberaubend. Es ist ein absolut lohnender Besuch, zumindest jetzt in der Nachsaison.

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