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Archiv für das Schlagwort “Patagonia Lake”

Goodbye Arizona

bei Dragoon

bei Dragoon

Du, Arizona, bist uns fast schon ans Herz gewachsen. Wir haben viel Zeit bei Dir verbracht, bei Deinen Naturschönheiten wie dem Grand Canyon, dem Meteorkrater und dem Patagonia Lake. Tombstone, Tuscon und die Route 66 führten uns in die Vergangenheit, die Berglandschaften und die Wüste verzauberten uns. Allerdings ist die Tierwelt im Winter wesentlich zahlreicher vertreten als jetzt im späten Frühjahr oder gar im Sommer, wenn es unerträglich heiß wird.

Ibisse bei Willcox

Ibisse bei Willcox

In Willcox wollten wir noch eine Nacht am Twin Lake verbingen, aber die Mücken überfielen gleich unseren Bus, als wir dort ankamen. Ein paar dunkel lila-grün schillernde Ibisse suchten sich ihr Futter im ufernahen Wasser, dort wo sich im Dezember noch Mengen von Enten, Gänsen und Kranichen tummelten. Jetzt sind sie alle weg, die Landschaft ist noch ausgetrockneter.

Ganz im Südwesten fanden wir auf der Karte noch einen Meteorkrater, den Paramore Crater. Recherchen ergaben, dass jedoch keine Straße dorthin führt, so dass wir uns den Weg gespart haben.
Auf der Interstate 10 erreichten wir so New Mexico.

Arizonas Wüste

Arizonas Wüste

Immer wieder muss ich beim Betrachten der Landschaft an die ersten Einwanderer denken. Was muss das für eine Anstrengung gewesen sein, mit den beladenen Wagen durch diese Landschaft zu fahren, ohne Wege, fast nie ein glattes Stück, überall sind Huckel und Löcher. Fast überall ist der Boden mit Lava oder Steinen übersät und mit stacheliger Vegetation überzogen. Von den giftigen Schlangen, Spinnen und Skorpionen, mit denen man in dieser Nähe zur Natur unweigerlich Kontakt hat, rede ich erst gar nicht. Das alles für ein besseres Leben, das es dann doch in den seltensten Fällen gab. Arizona machen auch seine Symbole wie die Sonne, der Gecko und der Kokopelli aus, die man überall und in allen Varianten findet, und die Kachinas der Indianer. Für uns ist Arizona jedenfalls einer der schönsten Bundesstaaten der USA.

 

Patagonia Lake – Arizona

Patagonia LakeSehr angetan sind wir vom Patagonia Lake State Park und dem angrenzenden Sonoita Creek State Natural Area. Den Patagonia Lake gibt es seit 1968, als die Staumauer durch den Sonoita Creek gezogen wurde. Ein findiger Geschäftsmann wollte mit dem See  das große Geld  machen, musste jedoch bald feststellen, dass der Stausee mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt. Er übergab den See dem Staat, der einen Überlauf zur eigenständigen Regulierung des Wasserpegels anlegte und 1975 einen State Park daraus machte. Der See ist 2,5 Meilen lang, relativ schmal und hat mehrere Buchten, sowie eine Marina. Das Zentrum des Parks bildet das Areal für Tagesgäste mit dem „Strand“, der eine Felsnase ist. Die westliche Seite ist dem Freizeitvergnügen vorbehalten mit Wasserski-, Jetski- und schnelles Bootfahren. Die östliche Seite bleibt für die Natur weitgehend unberührt. Sie wird für Vogelbeobachtungstouren mit dem langsamen Boot, zum Angeln, Segeln oder z.B. auch zum Kanufahren genutzt.

Über 300 Vogelarten soll es hier geben, mehr als 18 davon haben wir gesehen. Viele verschiedene Wasservögel, Reiher, Greifvögel und sogar einen Eisvogel konnten wir beobachten. Anscheinend hatten wir auch sehr viel Glück an diesem Vormittag. Am Abend vorher hatte das Besucherzentrum des Parks einen Lichtbildvortrag über die zur Zeit hier lebenden Vögel angeboten, den wir gerne genutzt haben. Weitere Angebote sind Vogelbeobachtungstouren zu Fuß, Wandertouren und sogar ISS-Beobachtungstouren. Es wird jedenfalls eine ganze Menge geboten, so dass wir auch länger als geplant blieben. Als der Creek noch unberührt war, baute die Mexico-Arizona Railway eine Bahnstrecke durch das Tal. Teile der Schienen liegen wohl noch unter Wasser, ein anderer Teil wurde abgebaut und weiterverwendet. Der Stahl soll so gut sein, dass man daraus sogar Rasierklingen machte.
hübsche EnteGroßer Blaureiher

 

 

 

Eine fast 5-stündige Wanderung führte uns durch den Sonoita Creek Park, der seit 1994 existiert und einige Wanderwege anbietet. Wir entschieden uns für den kurzen Overlook Trail. Von der Bergspitze aus hat man einen herrlichen 360°-Blick auf die Umgebung und den See. Anschließend folgten wir dem Sonoita Creek – Blackhawk Loop Trail. Der bietet immer wieder neue Aussichten und Ansichten, führt durch die Wüste mit den für uns so beeindruckenden Ocotillos und durch Flussbetten mit ihrer eigenen Vegetation wie Platanen und Pappeln. Hier konnten wir weitere Vögel beobachten wie den schönen roten nordischen Kardinal. Ein alter Brückenpfeiler der Bahnstrecke steht noch am Scheitelpunkt der beiden Trails im Flussbett. Jede Menge Spuren von Tieren, wie den wundervoll frei weidenden Kühen, Whitetail Deers und Javalinas, der kleinen Wildschweine, finden sich in den sandigen Wegen.
im Sonoita Creek ParkSonoita Creek - immer wieder schön, Wasser zu sehen

 

 

 

Ein Puma soll in den Parks sein Unwesen treiben. Gerade 3 Tage vor unserer Ankunft wurde er im Patagonia Lake Park gesehen, der nicht viel größer als der See selbst ist. Von weiteren Beobachtungen alle paar Tage wird berichtet. Leider hatten wir auch diesmal nicht das Vergnügen, so sehr wir uns auch die Augen ausguckten. Dafür kamen am letzten Abend in aller Ruhe 4 Whitetail Deers (Rehe) direkt an unserem Campingplatz vorbei und ästen, Klaus sah am Ufer des Sees einen Skunk (Stinktier) in der Dunkelheit davonhuschen.
Jetzt im Winter hat man die Parks fast für sich alleine, im Sommer jedoch ist hier wohl die Hölle los. Da sind Vorbestellungen für die Bootstouren von 2-3 Wochen keine Seltenheit, auch der westliche Teil des Sees ist dann überfüllt. Wir würden zu gerne einmal im Spätsommer hier sein, dann haben die Ocotillos ihr leuchtend rotes Herbstkleid angelegt und stehen in grünem Gras. Das sieht bestimmt toll aus.
Wir sind jetzt schon eine ganze Weile in der Sonora Wüste unterwegs. Auffallend sind die vielen trockenen Flussbetten und Creeks. Wir können uns kaum vorstellen, dass es hier in den 2 Monaten Regenzeit soviel Wasser geben soll. Berichten zufolge ist es jedoch so. Dann sollte man sich nicht gerade in einem solchen „Wash“ aufhalten, das wird gefährlich.
beeindruckendes Werk des Wassers im Sonoita Creek Park
flacher Wasserweg im Sonoita Creek Park

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