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Reisen rund um die Welt

Sierra de Alhamilla

Sierra de Alhamilla

Sierra de Alhamilla

Eine Rundfahrt durch die Berge führte uns über Níjar und Sorbas nach El Rio de Aguas. Während Níjar uns nicht mehr vom Hocker reißt, weil der Ort eher „normal“ ist, haute uns die Landschaft der Berge der östlichen Sierra de Alhamilla direkt um. Die Straße windet sich durch die Berge immer höher und höher hinauf. An jeder Kurve bekommt man einen anderen Blick auf die Bergwelt und die Küste. Es ist einsam hier oben. Frühere Häuser sind allesamt verfallen, es wohnt niemand mehr in der Sierra außerhalb der offiziellen Orte. Dafür wird auf großen Flächen Solarstrom erzeugt. Hier und da stehen Olivenbäume, die bewirtschaftet werden, ansonsten ist sich die Natur selbst überlassen. Es gibt keine Bäume, nur Büsche und Gras.

Kirche von Lucainena

Kirche von Lucainena

La Rambla Honda ist eine Ansammlung von Anwesen, dafür pulsiert das Leben in dem kleinen Bergdorf Lucainena de las Torres. Man sollte hier durch die Gassen bis hinauf zum Rathaus schlendern. Tavernen und kleine Läden säumen den Weg. Vom Vorplatz der Kirche, der als Aussichtspunkt ausgebaut ist, hat man einen wundervollen Blick ins Tal hinunter und zu den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada. Das ist ein herrlicher Ort zum Leben.

Kalkbrandöfen Lucainena

Kalkbrandöfen Lucainena

Kurz hinter Lucainena stehen die Überreste von Kalkbrandöfen. Sie wurden 1900 errichtet, um den abgebauten Kalkstein zu brennen. Die rohen Kalksteine sowie der gebrannte Kalk wurden dann auf eine Bahn verladen und abtransportiert. Die Steine kamen aus den über der Anlage befindlichen Bergen. Ein Netz aus Wasserläufen sorgte für das notwendige Nass. Außerdem baute man hier auch Eisenerz ab. Große Abraumhalden und eine aus Schlacke und Steinen gebaute Wand zeugen noch davon.

Sorbas

Sorbas

Sorbas liegt in einem Karstgebiet und hat z.B. eine Gipshöhle zu bieten, die besucht werden kann. Die Stadt breitet sich auf einem Plateau aus, viele der Häuser am Rande stehen praktisch am Abgrund. Daher nennt man sie die „hängenden Häuser“. Ein tiefer Graben, vielleicht 40 bis 60m tief, führt in einem großen Bogen an Sorbas vorbei.

östliche Sierra de Alhamilla

östliche Sierra de Alhamilla

Kurz hinter Sorbas biegt eine weitere Bergstraße ab, die über El Rio de Aguas führt. Nicht weit hinter dem Abzweig bei Sorbas muss man unbedingt am Aussichtspunkt anhalten. Für uns zählt dieser Ort mit zu den schönsten Orten der Erde. Auf dem Platz steht eine arabische Zisterne, wie wir sie schon am Cap de Santa Pola kennengelernt haben. Von hier hat man einen 360°-Blick über die fantastische Landschaft der Sierra de Alhamilla.

Mini Hollywood bei Tabernas

Mini Hollywood bei Tabernas

In der westlichen Sierra de Alhamilla buhlen drei Filmsets bzw. Westernstädte um zahlende Kunden. Direkt an der Abfahrt 376 von der A92 kommt man nach „Western Leone“. Inmitten der Wüste stehen Tipis und eine Westernstadt. Der Eintritt kostet 11,-€ inkl. Westernshow. Wir begnügten uns mit der Ansicht von außen und fuhren nach Mini Hollywood nur ein paar Kilometer Richtung Tabernas weiter. Als wir dort eintrafen, war eine Shows schon voll im Gange, Cowboys schlugen sich, es fielen Schüsse. Die Berglandschaft drumherum ist durchzogen von einem großen Canyon. Die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada sind von fast überall aus zu sehen. Der Eintritt für Mini Hollywood beläuft sich auf 22,50€ pro Erwachsener plus 2,90€ Parkgebühr. Heute wurde die Parkgebühr allerdings nicht kassiert.
Die dritte Westernstadt nennt sich Texas Hollywood/Fort Bravo. Die Zufahrt führt gut einen Kilometer durch ein Flussbett, welches nach dem letzten großen Regen immer noch stellenweise unter Wasser steht. Wenn man dann bei Fort Bravo angekommen ist, will man auch hier Eintrittsgeld haben, und zwar 19,40€. Fort Bravo ist
also nach schweren Regengüssen geschlossen, weil dann niemand durch das Flussbett fahren kann.
Der Hintergrund für die drei Westernstädte ist, dass in den 1950er und 1960er Jahren in der Mondlandschaft von Tabernas viele Western- und Abenteuerfilme gedreht wurden. Drei der Filme sind „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, „Der Schuh des Manitou“ und „100 Riffles“.

arab Castillo Tabernas

arab Castillo Tabernas

Hoch über Tabernas thronen die Überreste einer arabischen Burg. Einer der Türme und das Eingangstor wurden rekonstruiert, einige Teile erneuert, das meiste ist jedoch verschwunden. Man hat von dort oben jedoch einen 360°-Blick, auch hin zum größten Solarenergiezentrum Europas. Die riesigen Solarpaneelflächen, die dafür benötigt werden, verteilen sich offensichtlich in den umliegenden Bergen.

tolle Filmkulissen

tolle Filmkulissen

Östlich von Tabernas zweigt eine Straße nach rechts zum Bergdorf Turrillas ab. Bis kurz vorher führt die Straße durch ein weites Tal, ehe sie sich in engen Serpentinen bis auf 1000 Meter zum „Mirador de Turrillas“ hinaufwindet. Von dort oben blickt man über das weite Tal, an welches sich die Sierra de los Filabres anschließt. Über Lucainena und Níjar beendet man die Bergtour durch die westliche Sierra de Alhamilla.

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