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Reisen rund um die Welt

Vejer de la Frontera

Vejer de la Frontera

Vejer de la Frontera

Nach Ronda besichtigten wir nun eine weitere weiße Stadt. Vejer de la Frontera ist wieder einmal eine der schönsten weißen Städte Andalusiens. Nach unserem Urteil stimmt dieses Prädikat, die Stadt ist wirklich wunderschön. Vejer liegt rund um eine Bergspitze und ist, wie alle anderen weißen Städte, maurischen Ursprungs. Die kubischen Häuser, schöne Innenhöfe, enge Gassen und der schöne Plaza de Espaňa geben darüber Auskunft. Man sollte sich die Zeit nehmen und an der Stadtmauer entlang bummeln. Dort steht das Naturmauerwerk in schönem Kontrast zu den weißen Wohnhäusern.

Corredera Frontera

Corredera Frontera

Im Norden von Vejer, an der Corredera, schweift der Blick weit über das hügelige Hinterland. Der Berg, auf dem Vejer liegt, erhebt sich aus einer weiten Ebene zwischen der Küste und den Bergen des Hinterlandes. Dieses Gebiet ist der Landwirtschaft vorbehalten. Vornehmlich werden hier Getreide und Reis angebaut. Ein Großteil der Flächen machen Weiden aus, die jetzt im Winter saftig grün sind.
Sehenswert ist die Iglesia del Divino Salvador. Zuerst stand auf dem Platz eine Moschee. Die Christen bauten nach der Rückeroberung auf der von ihnen zerstörten Moschee eine Kirche. Irgendwann war sie aber auch eine Synagoge, wie die Reste des Davidsterns zeigen. Gleich hinter der Kirche befindet sich die Stadtmauer mit der Arco de la Segur.
Kommt man aus Süden nach Vejer, sieht die Stadtansicht ganz anders aus. Betritt man die Stadt durch das südliche Tor, gelangt man ins Judenviertel und zum Castillo.

Cabo de Trafalgar

Cabo de Trafalgar

An der Küste liegt das Kap Trafalgar. Der Leuchtturm steht auf einer Sandsteininsel, nur das die Wasserstraße heute vollkommen von Sand bedeckt ist. Die Straße zum Leuchtturm hat der Sand bedeckt. Es sehen nur noch kurze Stücken heraus. Die ganze Küste ist von Sanddünen bedeckt, in denen inzwischen Kiefern und weißblühender Ginster wachsen. Diese Ginsterart ist sehr zart und verströmt jetzt zur Blütezeit einen zarten jasminähnlichen Duft.
Am Leuchtturm klärt eine Informationstafel über die berühmte Seeschlacht von Trafalgar unter Lord Nelson gegen spanische und französische Schiffe auf. Die Schlacht fand am 21. Oktober 1805 statt, die wohl Lord Nelson dank seiner Übermacht für sich entscheiden konnte. Zwei englische Opfer sind, ich habe berichtet, auf dem Trafalgar-Friedhof in
Gibraltar begraben.
Der Fels, auf dem der Leuchtturm steht, ist ebenfalls sehenswert. Das Mikrokonglomerat bildet feine Schichten und Wind und Wetter formten aus dem Stein schöne Skulpturen.

Thunfischmuseum

Thunfischmuseum

Während östlich des Kaps die Surfer ihrem Hobby frönen, breitet sich westlich davon ein langer Badestrand aus.
Barbate ist unserer Meinung nach nicht so sehenswert, aber zwischen Barbate und La Barca befindet sich ein Thunfisch-Museum. Leider war das Museum geschlossen, zu dessen Führungen auch eine Verkostung gehört, aber in dem angeschlossenen Laden kann man die Erzeugnisse kaufen. Das Ganze gehört zu einer Fisch-Konservierungsfabrik.

Waldrapp am Schlafplatz

Waldrapp am Schlafplatz

Das Glück meines Hobby-Ornithologenherzens ist kaum noch zu toppen. Vier Tage nach den unverhofften Gänsegeiern bei Bolonia trafen wir nun ebenso unverhofft auf die äußerst bedrohten Waldrappe. Es sind weltweit nur noch 4 Prozent der Population übrig, die es noch vor 80 Jahren gab. Es existieren nur noch drei Gruppen dieser seltenen Vögel, und zwar in Marokko, in Syrien und hier bei Vejer. Wir sichteten ein paar wenige Tiere nahe Trafalgar. Zu unserer großen Überraschung übernachteten wir auf dem gleichen Flecken Erde wie wahrscheinlich die ganze hiesige Population Waldrappe in Spanien, die zudem durch ein Hilfsprojekt in Gefangenschaft geboren und später ausgewildert wurden. Direkt in einer Felswand über der Straße in La Barca fanden sich an die neunzig Waldrappe zum Schlafen ein. Gleich daneben sammelten sich Dohlen für die Nacht und unten am Fluss flogen hunderte Kuhreiher bei Einbruch der Dämmerung ihre Schlafplätze im Schilf an. Wir standen praktisch mittendrin auf dem großen Parkplatz von La Barca. Es war ein unbeschreibliches Schauspiel. Sobald es am nächsten Morgen hell wurde, brachen alle Schlafgäste zusammen zu ihren Futterplätzen für den Tag auf.

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