A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Polens Dreistadt

Gdynia (Gdingen)

Dar Pomorza

Gdynia ist für seine moderne Architektur bekannt. Uns interessierte in Gdynia der südliche Kai des Stadthafens, in dem die Museumsschiffe liegen, der Großsegler „Dar Pomorza“, ehemaliges Segelschulschiff, und der Zerstörer „Błyskawica“. Bei unserem Besuch lag auch noch das jetzige Segelschulschiff der polnischen Marine „Dar Młodziezy“ am Kai vertäut. Beide Großsegler sind stolze Schiffe, auf denen die Arbeit sicher Spaß macht, obwohl die Tätigkeiten seit dem Mittelalter mit der Größe der Segelschiffe proportional gewachsen sein dürften.

Das Ende der Promenade am Kai entlang, auf der anderen Seite befindet sich das Aquarium, wird von zwei Denkmälern geschmückt. Es ist eine weitläufige und schön gestaltete Anlage, in der man gerne ein Päuschen einlegen kann.

Sopot (Zoppot)

Kurviertel Sopot

Einst ein mondänes Seebad, das Grand Hotel spricht noch aus dieser Zeit, lockt Sopot auch heute noch Menschen aus aller Welt. Das meiste Leben spielt sich jedoch direkt vorm Brückenkopf ab, dort wo das schönste Bauwerksensemble der Stadt steht. Zu beiden Seiten breitete sich einst der Kurpark aus, von dem nur noch wenig übrig ist.
Um die Seebrücke betreten zu dürfen, wird ein Eintrittsgeld von 9,-Zl verlangt. Mit 512 Metern ist die Sopoter Seebrücke die längste Seebrücke aus Holz in Europa. Vom im Meer stehenden Ende blickt man wieder auf das Ensemble am Brückenkopf zurück. Ein Restaurant lädt zur Einkehr ein.
Leider wird die Seebrücke inzwischen von einem Yachthafen verschandelt, der noch nicht da war, als ich als Kind zum ersten Mal Sopot besuchte. Damals kostete der Besuch der Seebrücke auch noch kein Geld.

Krummes Häuschen

Die Fußgängerzone Sopots ist ebenso einen Besuch wert, obwohl auch sie vollkommen überfüllt ist. Man findet dort den ältesten Pub Sopots, übrigens gleich gegenüber vom „Krummen Häuschen“. Seine eigenwillig verformte Architektur lenkt alle Blicke auf sich. Im Café darinnen bestellten wir einen Kaffee, Größe Medium. Bekommen haben wir eine riesen Tasse mit 300ml Kaffee. Auf meine Frage, wie groß denn der große Kaffee wäre, bekam ich zur Antwort: ½ Liter. Für den Medium-Kaffee haben wir wenig mehr als 3,-€ bezahlt.
Wer noch Zeit hat, kann auch gerne durch die kleinen Straßen in der zweiten und dritten Reihe hinter dem Strand spazieren und die schönen, alten Fachwerkhäuser bewundern.

Gdansk (Danzig)

Neptunbrunnen

Danzig besitzt an der Ostsee wohl den ältesten Hafen. Es ist geschichtlich belegt, dass die Stadt schon im Jahre 997 einen Hafen besaß. Seine Blütezeit hatte Danzig jedoch erst im 14. Jahrhundert zur Hansezeit. Ihr Reichtum war legendär, zudem war die fast immer Freie Stadt schon immer multikulti. Zuerst polnisch, wurde sie Ende des 18. Jahrhunderts preußisch, 1939 deutsch und 1945 wieder polnisch.
Heute strahlt die Altstadt wieder im schönsten Glanz. Die meisten Besucher wählen den Weg durch das Goldene Tor, die Langgasse entlang, an schönen Patrizierhäusern vorbei, zum Langen Markt mit dem berühmten Neptunbrunnen, bis hin zum Grünen Tor.

neue Zugbrücke

Dann kann man entweder weiter geradeaus gehen, über die Mottlau zum Milchkannen-Tor, biegt dann hinter der Neuen Mottlau nach links ab und spaziert am Ufer entlang weiter, um über die nächste Brücke die Speicherinsel zu erreichen. Von dieser Seite hat man einen schönen Blick auf die Häuserfront der Altstadt mit dem ebenfalls berühmten Krantor. An Museen und der neuen Philharmonie entlang erreicht man die neue Zugbrücke, die einen wieder auf die Altstadtseite führt. Achtung: die Brücke ist alle halben Stunden für eine halbe Stunde geöffnet, um den großen Ausflugsschiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Krantor

Am Ufer der Mottlau spaziert man dann am Krantor vorbei zurück. Will man die große Runde nicht machen, kann man auch am Grünen Tor direkt zum Krantor abbiegen. Dann sollte man allerdings durch das Krantor gehen und sich durch die Gasse hinter der Uferfront schlagen.

Häuserzeile mit Beischlägen

Am Archäologischen Museum dreht man nach rechts und kommt dadurch die ul. Mariacka zur Marienkirche. Vor den Häusern befinden sich die sogenannten Beischläge. Das sind kleine Terrassen, zu denen Treppenstufen hinaufführen. Leider ist von diesen Beischlägen nicht viel zu sehen, denn fast überall stehen kleine Verkaufsstände davor. Die Waren sind hier fast alle extrateuer.

Die Marienkirche wird als die größte mittelalterliche Backsteinkirche Europas gehandelt. Gespannt auf ihr Inneres wird man leider sehr enttäuscht. Der Innenraum ist komplett weiß getüncht, vom Boden bis zur Decke. Da hat man es sich sehr einfach gemacht und der Kirche keinen Gefallen getan.

Zeughaus

An der Marienkirche vorbei, die ul. Piwna entlang, stößt man automatisch auf das sehr schmucke Zeughaus. Dreht man nun nach rechts, trifft man bald auf das schöne Gebäude der Markthalle. Leider war diese am Samstag ab 15 Uhr geschlossen. Davor hat sich aber ein kleiner Markt aufgebaut, wo man Obst, Gemüse und Blumen bekommt.

Danzig hat sehr viel mehr zu bieten, aber da sollte man sich doch ein paar Tage mehr Zeit dafür nehmen. Stadtpläne bekommt man in den Touristinfos.

Unser Womo stand auf dem „Camperpark Stogi“ in Stogi, gleich östlich von Danzig. Von dort aus fährt eine Straßenbahn in einer knappen halben Stunde in die Stadt. Tickets bekommt man entweder an der Rezeption des Campingplatzes, oder zur Not auch beim Bahnfahrer. Wenn man ein Tagesticket für 13,-Zl nimmt, kann man problemlos mit allen Bahnen durch die ganze Stadt fahren. Das geht sehr leicht, da an jeder Haltestelle Linienpläne hängen.

Westerplatte

Von Stogi aus erreicht man mit dem Auto in wenigen Minuten die Westerplatte. Sie war ein polnischer Militärposten und der Ausgangspunkt für den 2. Weltkrieg, als Deutschland Polen überfiel. Der erste Schuss kam aus dem deutschen Leuchtturm von Danzig-Neufahrwasser auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt, und zwar am 1. September 1939 um 4.45 Uhr.

Zeitball am Leuchtturm Danzig-Neufahrwasser

Der Leuchtturm von Danzig-Neufahrwasser wurde 1894 gebaut und war der erste Leuchtturm des damaligen Deutschland, der eine eigene elektrische Beleuchtung hatte, inkl. E-Werk. Außerdem ist dieser Leuchtturm einer von weltweit drei Leuchttürmen (die anderen stehen in Greenwich, London und Lyttelton, Neuseeland), die einen Zeitball besitzen. Diese Einrichtung gab den Kapitänen die Möglichkeit, ihre Chronometer auf die genaue Zeit zu stellen. Das Signal für den Fall des Zeitballs kam telegrafisch aus der königlichen Sternwarte Berlin.
Heute ist der Zeitball eine Touristenattraktion. Wir hatten gehört, dass der Zeitball mittags um 12 Uhr fällt. Wir waren um 16 Uhr dort und durften dieses Erlebnis auch genießen, zusammen mit einer bekannten englischen Melodie.
Für 10,-Zl darf man den Leuchtturm erklimmen und einen Rundumblick über die Westerplatte, den Danziger Hafen und die Danziger Bucht genießen.

Also, für uns zählt Danzig zu einer der schönsten Städte der Welt.

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