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Reisen rund um die Welt

Agrigento Umgebung

Siculiana: Dies ist ein nettes Städtchen westlich von Agrigento. Wie viele der alten Städte breitet sich auch Siculiana auf einem Hügelrücken aus, mit dem Santuario del Santissimo Crocifisso als Blickfang. In dessen Nachbarschaft nimmt das beeindruckende Castello Chiaramonte aus dem 14. Jahrhundert einen großen Raum des Felsplateaus ein. Es ist wohl immer noch im Privatbesitz der gleichnamigen Familie. Es beherbergt ein kleines Museum und stellt Räumlichkeiten für Hochzeiten usw. zur Verfügung.

Eingang zum Castello Chiaramonte

Es macht Spaß, durch die kleinen Gassen zu spazieren, die manchmal so steil sind, dass da nur Treppen weiterhelfen. Hier und da lassen die Gassen Blicke auf das umliegende Land zu. Das kleine Heimatmuseum oben auf der Bergspitze war bei unserem Besuch geschlossen.

Eingang des Heimatmuseums von Siculiana

Schöne An- und Aussichten bieten auch der Platz zwischen dem Uhrturm und der Katholischen Kirche sowie der große Platz vor dem Rathaus mit einer Aussichtsplattform in Richtung Meer.

Santuario del Santissimo Crocifisso vom Rathausplatz aus gesehen

Ebenfalls einen kleinen Abstecher wert ist die Siculiana Marina. In der Antike gab es dort einen Naturhafen, der heute nicht mehr genutzt wird und verlandet ist. Der kleine Ort ist eher ein Ferienort, aber sehr hübsch gelegen und von Felsen überragt. Im Norden schließt sich eine Kalksandstein-Steilküste an.

Siculiana Marina

Auf der Rückfahrt über den Lido Rosello wollten wir nicht die Überlandstraße fahren, sondern eine kleine Küstenstraße. Damit hatten wir uns wieder auf ein Abenteuer eingelassen. Google Maps hatte damit kein Problem, aber die Straße war eher eine Ansammlung von Löchern, manchmal gänzlich unbefestigt oder gar als Sackgasse endend, kurz gesagt: eine Katastrophe. Diese Straße ist jedoch Zufahrtsstraße zu vielen, zum Teil neuen Grundstücken. Wir möchten nicht jeden Tag dort entlang fahren müssen, nicht einmal mit einem Geländewagen.

Felsformation irgendwo zwischen Siculiana Marina und Rosello

Der Besuch von Punta Secca lohnt eher nicht. Die kleine Siedlung ist komplett neu, mit einem im Winter geschlossenen Großbad, wie sie überall in Italien üblich sind. Trotzdem gibt es zwei Pluspunkte für Punta Secca: die von Bohrmuscheln durchlöcherten Kalksteinbänke am Strand und der Blick auf die Steilküste mit dem Torre di Monterosso.

Bohrmuschellöcher im Kalkstein der Küste

Der fast winzige Ort Lido Rosello, auch fast nur aus Ferienwohnungen bestehend, ist sehr schön in einer Bucht gelegen, von hohen weißen und grauen Kalksteinsteilwänden umgeben. Rosello ist zwar klein, besitzt jedoch ein eigenes Amphitheater, das Teatro Costabianca. Ob es schon zu griechischen Zeiten an dieser Stelle solch ein Theater gab oder ob dieses hier nach dem alten Vorbild neu gebaut wurde, wissen wir nicht. Jedenfalls bietet es 1500 Zuschauern Platz, denen in den Sommermonaten Musicals und Theateraufführungen geboten werden.
Auf dem westlichen Felsen steht der Leuchtturm. Der Zugang ist geschlossen, trotzdem ist es als Fußgänger inoffiziell möglich, den Weg nach oben zu benutzen. Der Berg an sich ist ein Naturreservat. Vom Aussichtspunkt unterhalb des Leuchtturms kann man wunderbar auf die Bucht von Rosello blicken, auch auf das Teatro Costabianca. Im Hintergrund ist die Scala dei Turchi zu sehen.

Baia di Rosello

Wir hatten einen Tipp bekommen, die Vulcanelli di Macalube bei Aragona, nördlich von Agrigento zu besuchen. Das sind kleine Schlammvulkane, die mich sehr interessierten. Leider verunglückten 2014 zwei Kinder in einem der Schlammlöcher tödlich. Seitdem ist der Zugang geschlossen und ein Zaun verhindert das Betreten. Es ist also nichts zu sehen, denn das Zentrum der Schlammvulkane liegt tiefer als die umgebende Landschaft.

Vulcanelli di Macalube sind leider dauerhaft geschlossen

Aragona: Die Stadt selbst ist auf unserer Karte als besuchenswert gekennzeichnet. Leider können wir das nicht bestätigen. Nur die Altstadtgassen sind etwas steiler und zahlreicher als anderswo.

Straße in Aragona

Inzwischen wechselten wir auf den Stellplatz Punta Piccola Park, acht Kilometer die Küste Richtung Westen weiter. Damit befinden wir uns zwischen Porto Empodocle und der Scala dei Turchi. Es sind nur zwei Kilometer Fußweg am Strand entlang, bis zu der wunderschönen Kalksteinformation, die zu den schönsten Zielen Siziliens zählt.

toller Stellplatz direkt am Meer

Um diesmal einen besseren Winkel zum fotografieren des Felsens zu bekommen, balancierte ich auf einer Kalksteinzunge, die ins Meer hinein reicht. Genau dort habe ich meinen eigenen Stein gefunden. Wenn das nichts ist.

ein Stein mit meinem Namen am Fuße der Scala dei Turchi

 

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