A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Zurück auf der Route 66 – Arizona

Hatte ich schon erklärt, wieso die Route 66 diesen Namen hat? Thomas Jefferson kreierte das Netzsystem der Straßen durch die USA. Dabei bekamen die Ost/West-Verbindungen gerade Zahlen und die Nord/Süd-Straßen ungerade Zahlen. Da die Route 66 mehr eine Ost/West-Verbindung ist, musste sie eine gerade Zahl bekommen. Die Zahlen 62, 64 und 66 waren noch zu vergeben, wobei Kansas schon die Hand auf der 62 hatte. Der Aufsichtsrat legte deshalb einen Plan für die Route 66 vor, die entsprechende Karte folgte etwa 2 Tage später und die Route 66 war geboren. Das war, wie schon vorher erwähnt, 1926.

Wir stießen bei Ash Fork auf die Route 66. Der kleine Ort hat nicht sehr viel zu bieten. Vernachlässigte Oldtimer, meist verlassene Läden und ein kleiner Bahnhof machen Ash Fork aus. Der Ort entstand mit der Ankunft der Eisenbahn. Der Bergbau war ebenfalls ein wichtiger Punkt. Einige Motels, Tankstellen und Geschäfte operierten hier seit 1926. Sechs Betriebe stellen flache Steinplatten her, die aus großen gebrochenen Steinen gespalten werden. Diese Platten können vielfältig genutzt werden, z.B. als Gehwegplatten, zu Mauern aufgeschichtet oder als Abdeckungen. Der kleine „Siedler-Friedhof“ liegt etwa eine halbe Meile außerhalb Ash Forks und wird heute noch genutzt. Kleine weiße Holzkreuze mit kleinen Steinplatten davor markieren die alten Gräber vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Uns ist inzwischen aufgefallen, dass die frühen Siedler ihre Friedhöfe alle etwa eine halbe bis eine Meile außerhalb der Ortschaften anlegten.
Ash ForkSiedler-Friedhof in Ash Fork

Von Ash Fork aus startet der längste übriggebliebene, ungefähr 140 Meilen lange Abschnitt der Route 66, wobei die ersten 5 Meilen nicht gewartet wurden und daher nicht mehr befahrbar sind. Wir fuhren deshalb auf der Interstate 40 bis nach Seligman, von wo aus wir der alten Route 66 in Richtung Westen folgten. Seligman wurde 1886 gegründet und lag an der Kreuzung zur Santa Fe Railroad-Hauptstrecke. In den frühen Jahren der Route 66 legte man dann das Augenmerk auf die motorisierten Reisenden. Heute fühlt man sich in der kleinen Stadt in die Vergangenheit zurückversetzt. Großen Anteil daran hat der Barbier Angel Delgadillo, der auch ein Gründungsmitglied der Route 66 Association ist. Da Klaus gerade einen Haarschnitt nötig hatte, bemühten wir Angel. Der Mann, der mexikanische Eltern hat, wird im nächsten Monat 86 Jahre alt. Seit 1947 betreibt er dieses Geschäft und will noch möglichst lange seiner internationalen Kundschaft ihren Kopf verschönern. Auf unsere Frage diesbezüglich, antwortete er, dass er noch einhundert Jahre alt werden will. Wenn man ihn allerdings mit dem aufs Schärfste geschliffenen Rasiermesser am Kinn eines Kunden sieht, dann kommt man schon ins Nachdenken. Klaus bekam jedenfalls von ihm einen perfekten Haarschnitt, in aller Ruhe, versteht sich. Die abgeschnittenen Haarreste entfernte Angel dann ganz ungewöhnlich mit einem Staubsauger. Da blieb nichts mehr übrig. Warum ist in Deutschland noch niemand darauf gekommen? Der nette alte Mann wünschte uns eine gute Weiterreise. Er machte uns auch darauf aufmerksam, dass ich, Angela, den gleichen Namen habe wie er. Im Mexikanischen nennt man das Tocatillos oder so, habe ich leider schon wieder vergessen. Sehenswert in Seligman sind weiterhin unter anderem das von Angels Bruder geführte Snow Cap Drive-In und das Roadrunner Café.
Angels Barber Shop in SeligmanRoadrunner Café in Seligman

 

 

 

Valle Vista

Valle Vista

Über die kleinen Orte Peach Springs, Truxton, Valentine mit dem Safari Zoo, und Hackberry gelangten wir nach Valle Vista, wo wir mit dem Blick auf das Westende des Grand Canyon Massivs übernachteten. Unterwegs begegneten uns Züge mit einer Länge von mindestens eineinhalb Kilometern, unglaublich.

Wieder auf Tour

Aus der Traum von der ganz großen Rundreise, denn wir haben nur für ein halbes Jahr eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Mit unserem B2-Visum ist kein längerer Aufenthalt möglich, versicherte man uns. Unsere nächste Einreise dürfte dann auch erst nach mindestens einem halben Jahr stattfinden. Da wir für diese Zeit auch Versicherung bezahlen müssten, fällt diese Option aus und unsere Rundreise durch die USA/Kanada endet Mitte September. Kein Seattle, kein Vancouver, kein Yellowstone Park und kein Monument Valley. Wir werden also über Las Vegas durch die Nationalparks in Westkalifornien bis zur nördlichen Grenze von Kalifornien fahren, dann an der Westküste Richtung Süden und im Süden der USA nach Florida zurück, Änderungen vorbehalten.
 Jetzt sind wir aber erst einmal in Phoenix gelandet und haben unser Motorhome wieder. Hier ist es herrlich warm, über 20°C bei blauem Himmel, und vieles ist grün geworden. Es duftet an vielen Stellen wohltuend nach allerlei Blüten und die Vögel zwitschern überall. Vor allem die Apfelsinenbäume, die noch immer pralle Früchte tragen und blühen, duften intensiv. Der Duft erinnert stark an Jasmin, herrlich. Die im Winter tot scheinenden Ocotillos sind jetzt ebenfalls grün und haben sogar schon Knospenrispen angesetzt.
Orangen - Früchte und Blüten an einem BaumGrüner Ocotillo

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 3.800 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 6 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Ende der 1. Etappe – Arizona

wunderschöner BesuchDer Kreis hat sich in Phoenix geschlossen, wir können nur noch auf den Flug warten. Durch die Kälteeinbrüche unterwegs und die hoch gelegene Landschaft im Südosten Arizonas sind wir früher als gewollt in Phoenix eingetroffen. Jetzt hat hier die Hochsaison begonnen, die bis Ende März andauert. Das heißt, dass das Platzangebot für uns sehr beschränkt ist. Unser erster Anlaufpunkt ist Apache Junction gewesen. Der Ort liegt im Osten von Phoenix und ist quasi schon einverlaibt. Wir haben unser Futterhäuschen für die Vögel wieder vor das Fenster gehängt und es wird den ganzen Tag belagert. Dabei finden sich jeden Tag neue, andere Vögel ein. Das ist wirklich schön, da kann man stundenlang zusehen. Wirkliche Überraschungsgäste sind die Rosella-Sittiche oder wie die richtig heißen. Von diesen Vögeln gibt es in Köln eine große, freilebende Kolonie. Anscheinend haben sich hier in Apache Junction ebenfalls ein paar dieser wunderschönen Vögel angesiedelt. Ansonsten fahren wir Fahrrad oder bringen ein paar Dinge in Ordnung, die bisher liegen geblieben sind.

Arizona MillsSpäter zogen wir in den Nordwesten von Phoenix um, klärten den Stellplatz für unser Motorhome in einem Storage (Lager) ab und bestellten schon einmal das Taxi für den 16. Januar. Zum Zeitvertreib besuchten wir die Arizona Mills, die größte Shopping Mall Arizonas. Da kann man gut einen ganzen Tag verbringen. Vor allem das Rainforest Café ist eine Augenweide. Ganz authentisch dekoriert mit sich bewegenden Tieren, Urwaldgeräuschen, Sternenhimmel und sogar Gewittern. Dazu ein riesengroßes und mehrere kleinere Salzwasseraquarien, Nebel und Regen, das ist einfach Klasse.

Mehr Früchte geht nichtDas Wetter ist wechselhaft, aber es geht mit größeren Schritten auf den Frühling zu. Bourgainvilla, Wandelröschen, Oleander und Co blühen. Das tut richtig gut. Dazu ist es die Zeit der Zitrusfrüchte. Solche Winter, kurz und nicht zu kalt, lassen wir uns gefallen. Für die Einwohner hier ist es jedoch solch ein Winter wie für uns in Deutschland. Alles ist eingemottet, es ist kaum jemand auf der Straße. Naja, wenn im Sommer an die 50°C herrschen und im Rest des Jahres kaum unter 25°C zu verzeichnen sind, kann man das schon verstehen. Das Jahr 2012 ist das mit Abstand wärmste Jahr seit den Aufzeichnungen. Daran hat wohl die wochenlange Hitzewelle, in die wir geraten waren, auch ihren Anteil. Außerdem wurde überall über enormen Wassermangel geklagt. Wie es aussieht, beginnt jetzt auch in den USA das Umdenken im Bezug auf den Klimawandel. Diese Zeichen können nicht mehr übersehen werden.

Tonto National Forest – Arizona

Abfahrt zum Roosevelt LakeVon Globe aus führt die Straße zum Roosevelt Lake durch eine immer noch hügelige Landschaft mit Saguaro Kakteen, die eine Bestandsdichte aufweisen, wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben. Die Kakteen haben auch mehr Arme als bisher gewohnt, was vielleicht darauf hinweist, dass der Bestand um einiges älter ist. Das letzte Stück der Straße hat auf 8 Kilometer 7% Gefälle. Da sollten die Bremsen schon in Ordnung sein oder die Motorbremse funktionieren.

Roosevelt DammDer See entstand 1911 durch den Bau einer Staumauer, die komplett aus Bruchsteinen konstruiert wurde. Sie war damit die größte Staumauer der Welt, die auf diese Weise gebaut wurde. 1981 wurde der Damm jedoch nach einer großen Flut erhöht und verstärkt. Oft soll das Wasser des Roosevelt Lakes an die 33°C haben, liest man in einem Prospekt. Es gibt viele Parks, in denen man Campen, Picknicken oder auch Boote zu Wasser lassen kann. Es ist ein großes Wildschutzreservat geworden.

Northern Cardinal - MännchenInzwischen sind wir begeisterte Vogelbeobachter. Mit unserem neuen Vogelhäuschen können wir die Vögel gut anlocken. Viele der Vögel sind herrlich bunt. Bei einem Kaffee in einem der Parks ließen sich sogar wieder die Northern Cardinals sehen, sogar ein Pärchen. Wir waren begeistert. Ein Gila Specht, „um Geld spielenden“ Wachteln, die leuchtend gelbbrüstigen Vögel mit dem schwarzen V darauf, ich weiß den Namen noch nicht, Tauben und die Spatzen mit 5 weißen Streifen auf dem Kopf haben uns viel Freude gemacht. Leider konnten wir um diese Jahreszeit nicht in dem Park übernachten, da es keine Stromanschlüsse für unsere Heizung gibt. Die Blicke auf den Roosevelt See und die Berge mit den Saguaro Kakteen sind herrlich. Die anscheinend vor langer Zeit angelegten, sehr langen Bootsrampen reichen inzwischen nicht einmal mehr bis ins Wasser, soviel Wasser fehlt in dem See, der zur Zeit 43% Füllstand hat. Die am Ufer wachsenden Bäume und Sträucher zeigen, dass dies schon länger so ist.

Im Tonto National Monument besichtigten wir eine Felsenwohnstätte. Die Bewohner waren die Salado Indianer, von denen wir schon in Globe gehört hatten. Wie sich die Menschen damals selbst nannten, weiß niemand. Das Wort Salado kommt aus dem Spanischen und ist vom Salt River, der zum Tonto Bassin fließt, abgeleitet. Die untere Felsenwohnstätte (Lower Dwelling) beherbergte 16 ebenerdige und 3 im 2. Stockwerk liegende Räume sowie einem Anbau. Seit der Entdeckung 1902 ist viel davon zerstört worden, wie ein Foto aus dieser Zeit zeigt. Trotzdem kann man sich eine Vorstellung vom Leben in dieser Felsengrotte machen. Die Aussicht auf das Tonto Bassin, wo die Salado Indianer ihre Felder angelegt hatten, ist jedenfalls unschlagbar. Im Rahmen einer Führung, die allerdings nur Sonntags und Montags durchgeführt wird, kann man zudem noch die weiter oben im Tal befindliche Felsenwohnstätte besuchen. Ausgrabungen haben gezeigt, dass es noch viele Siedlungen der Salado Indianer im Tonto Bassin gab. Es ist aber auch eine wunderschöne Landschaft, in der zudem der Frühling einkehrt. Seit Monaten sprießt das erste frische Gras, die tot scheinenden Ocotillos bekommen erste kleine grüne Blättchen und auch sonst sieht hier, weiter nördlich wieder alles etwas grüner aus. Es hat ja inzwischen einigen Regen gegeben. So ein kurzer Winter ist gut auszuhalten.
Lower Dwelling FelsenwohnstätteAussicht auf das Tonto Bassin

 

 

 

Eigentlich wollten wir über den Apache Trail nach Apache Junction fahren. Der Trail, den die Indianer, Cowboys und Minenarbeiter zwischen Globe und Mesa (Stadtteil von Phoenix) benutzten, führt durch das „erhabenste“ und schönste Panorama, dass die Natur je geschaffen hat. So hat sich Theodor Roosevelt ausgedrückt. Jeder Besucher Arizonas muss ihn einfach fahren. Für uns wäre es die kürzeste Verbindung gewesen, die uns allerdings zur Kapitulation zwang. Die „Straße“ ist ein unbefestigter Weg, der aber fast nur einem Waschbrett gleicht. Nach 4 Meilen durch eine wirklich unbeschreibliche Landschaft erreichten wir einen Campingplatz direkt am Apache Lake. Auf unsere Frage, wie weit dieser Zustand der Straße noch anhält, wurde uns geraten, den Weg zurückzufahren, den wir gekommen waren, das wäre das kleinere Übel. Würden wir den Apache Trail weiterfahren, wären das weitere 20 Meilen Waschbrettpiste. Das war absolut zu viel für unseren Bus, der sich am Ende des Trails wahrscheinlich in seine Einzelteile zerlegt hätte. So übernachteten wir am See, machten abends unser erstes Lagerfeuer seit langer Zeit und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit des Sees mitten im Nirgendwo.
Apache LakeAuf dem Apache Trail

 

 
Saguaro LakeAm nächsten Tag fuhren wir die 4 Meilen Waschbrettpiste zum Roosevelt Lake zurück. Das hieß aber auch, 50 Meilen Umweg über Punkin Center zu fahren, immer durch das wunderschöne Tonto Bassin. Der Highway zurück nach Apache Junction liegt dafür mitten in den atemberaubenden Bergen des Tonto National Forest. Auf 4500 Fuß Höhe hatten wir dann auch die Schneegrenze überschritten. Mehrere meilenlange, steile Abfahrten brachten uns dann wieder in gemäßigtere Zonen, wo wir dem Saguaro Lake noch einen Besuch abstatteten, der ebenfalls sehr schön gelegen ist.
Die letzte Station vor Apache Junction war ein Picknickplatz an dem Flusslauf, der aus dem Saguaro Lake kommt. Der Fluss führt erstaunlich viel Wasser und wir konnten neben einem Reiher und kleineren Vögeln sogar einen Eisvogel beobachten. Plötzlich, aus dem Nichts, tauchten am anderen Flussufer 3 Indianer auf, die mit ihren normalen Straßenschuhen und Klamotten einfach so durch den eiskalten Fluss wateten, so wie sie es schon immer getan haben. Anschließend die Schuhe trocknen? Fehlanzeige.

Globe – Arizona

Teil des San Carlos Apachen ReservatesAuf unserem Reiseabschnitt von Safford nach Globe kamen wir an abgeernteten Baumwollfeldern vorbei, fuhren durch eine von hohen Bergen umschlossene Hügellandschaft und durchquerten das San Carlos Apache Reservat. Es tauchten wieder die herrlichen Saguaro Kakteen auf, die wir schon länger nicht mehr gesehen haben. Die vorherrschenden Farben in der Landschaft sind auch schon länger Grau und Braun. Selbst die Akazien haben ihr Grün abgelegt. Es ist auch hier Winter geworden. Letztens hat uns jemand erzählt, dass es hier normalerweise einiges an Schnee gibt. Uns gefällt es ohne Schnee viel besser. Die Kälte, die manchmal hier einbricht, reicht uns schon.

eines der alten Häuser Globe´s1876 wurden nach einer ersten und erfolgreichen Expedition ins Apachengebiet, die auf der Suche nach unentdeckten Silbervorkommen war, die ersten Gebäude Globe´s errichtet, aus denen dann die Broad Street entstand. Sie weist einige massive Häuser in verschiedenen Baumaterialien auf, wie die Bank, die Zeitung und natürlich den Saloon. Die zuerst errichteten Holzhäuser brannten bei einem Stadtfeuer ab. Wir konnten aber noch eine handvoll der ehemals sicher schönen Häuschen oberhalb der Broad Street sehen.

altes Sheriffs Office und Gefängnis1888 wurde das Gerichtsgebäude mit dem Sheriffs Office und dem Gefängnis gebaut. Da die Stadt schnell wuchs, denn es wurde Kupfer gefunden, machte sich ein neues Gebäude für Sheriff und Gefangene notwendig. Es wurde 1910 fertiggestellt und bis 1981 genutzt. Die 1906 gebaute Globe Brauerei, die laut Prospekt ein Weltklasse Ale und langsam geräuchertes Barbeque anbieten soll, existiert nicht mehr. Das stellten wir fest, als wir uns einen schönen Abend in dieser Brauerei machen wollten.

Die Old Dominion Mine am Rande der Stadt war seit den späten 1800ern bis in die frühen 1930er in Betrieb. Sie förderte Silber und Kupfer zu Tage. Riesige Abraumhalden „verschönern“ die Stadt. Man kann die Mine gegen eine Spende im Rahmen einer Selbstführung besichtigen.
Am Südrand von Globe findet man die archäologische Stätte Besh-Ba-Gowah. Das sind Ruinen eines mehr als 700 Jahre alten Pueblos, wie man sie nirgendwo sonst findet. Einige der Räume sind inzwischen rekonstruiert und sehen aus, als wären sie immer noch in Gebrauch. Werkzeuge, Keramik, Leitern für das obere Stockwerk, man taucht vollkommen in die Zeit der Salado Indianer ein, die hier ab etwa 1225 gelebt haben und auf mysteriöse Weise um 1400 verschwanden. Sie führten eine ähnliche Lebensweise wie die heutigen Hopi und Zuni Indianer.

im Apache Gold RV ParkSilvester und den Neujahrstag verbrachten wir, weil uns der Platz in Globe nicht gefiel, im Apache Gold RV Park in der Apachen Reservation gut 6 Meilen südlich von Globe. Der RV Park ist Teil eines Geschäftszentrums, zu dem noch eine Tankstelle, ein Casino und ein Hotel gehören. Wie es aussieht, feiern die Indianer den Jahreswechsel nicht, denn es war absolut ruhig. Nur von Globe her hörten wir ein paar Böller. Dafür bekamen wir auf einem kurzen Spaziergang am nächsten Tag ein Neujahrsgeschenk von Mutter Natur: unseren zweiten Roadrunner. Als er uns bemerkte, suchte er ein Versteck und verschwand in einem Erdloch. Den Nachmittag verbrachten wir im und bei einem Kaffee am gut beheizten Pool. Ein Stück Trockenfleisch, das in den USA überall angeboten wird, leider viel zu teuer, mussten wir jetzt hier probierten. Schließlich befinden wir uns ja gerade im Lande derer, die es erfunden haben, den Indianern. Es schmeckt sehr gut und eignet sich gut als Zwischendurch-Snack.
Apache Gold CasinoLogo der San Carlos Apachen

Safford – Arizona

Weihnachtsfeier im Lexington Pine Park - SaffordImmer am westlichen Rand des Coronado National Forest mit dem majestätischen Mt. Graham (knapp 3300 Meter Höhe) entlang erreichten wir Safford. Dort verbrachten wir die Weihnachtsfeiertage. Im Lexington Pines Mobile Home und RV Park fanden wir eine lebendige Gemeinschaft, die viele Dinge gemeinsam unternimmt. Zu Weihnachten veranstaltet die Parkverwaltung in jedem Jahr ein Weihnachtsdiner mit anschließender geselliger Runde. Das Essen und Getränke werden spendiert, das Dessert bringen die Leute mit. Das wird dann unter allen Teilnehmern aufgeteilt. Wir wurden als seltener Besuch aus Deutschland und Gäste des Parks sehr herzlich dazu eingeladen. An unserem Tisch saß dann auch noch ein Ehepaar aus Saskatoon im westlichen Kanada. Dort sind jetzt -29°C, hat ihre Tochter berichtet. Da ist es doch hier tagsüber mit durchschnittlich 16°C ganz angenehm, nachts sind es immer noch um die 1°C. Im Rest der USA, außer von Südtexas bis nach Florida, jagen sich die Schnee- und Regenstürme schon seit Wochen. Zum Essen gab es Rosmarinhühnchen mit Spaghetti, verschiedene Gemüsebeilagen und Knobibrot. Das war etwas ganz anderes als Burger und Sandwiches, das war kein amerikanisches Essen. Es hat jedenfalls sehr lecker geschmeckt und wir hatten unseren Spaß mit den anschließenden Spielen. Klaus war sogar einer der wenigen Gewinner eines Gag-Geschenkes.

Gerichtsgebäude in SaffordDie Altstadt von Safford hat nur wenig zu bieten. Die alten Häuser beherbergen keine traditionellen Geschäfte mehr. Eine handvoll großer Gebäude am Rande der Altstadt, kaum 100 Jahre alt, wie das Gerichtsgebäude, das Bankgebäude oder das Rathaus ziehen die Blicke auf sich. Was Safford wirklich ausmacht, ist der Blick zum Bergmassiv und dem Mt. Graham, der seit einer Weile eine dünne Schneehaube trägt.

Heiße Quelle im Roper Lake State ParkRoper Lake mit Mt. GrahamEine weitere Besonderheit der Region sind die heißen Quellen, die an mehreren Stellen zu Tage treten. Ein paar Meilen südlich von Safford befindet sich eine Art Badeanstalt. Dort wurden mehrere „Pools“ eingerichtet und umhaust. Solch eine „Quelle“ kann man dann recht günstig stundenweise mieten und in dem mineralhaltigen, warmen Wasser baden.
 Eine andere heiße Quelle befindet sich im Roper Lake State Park, in dem wir uns ebenfalls 3 Tage eingemietet haben. Sie ist nicht eingehaust, hat aber einen umwerfenden Blick auf den Mt. Graham. Das Wasser ist sehr angenehm temperiert. Gerade 1x haben wir es bei 13°C Außentemperatur geschafft, darin baden zu gehen.

Am letzten Tag im Roper State Park haben wir endlich einen Northern Cardinal gesehen, ich meine richtig gesehen. Es ist einer der prächtigsten und auffälligsten Vögel, die Arizona zu bieten hat. Zweimal hatten wir einen dieser Vögel ganz kurz durch die Büsche fliegen sehen, diesmal durften wir einen schönen Blick darauf werfen. Leider entschwand er, bevor ich den Auslöser an der Kamera drücken konnte. Der Northern Cardinal ist knallrot mit schwarzen Augen, schwarzer Kehle und dunklem Schwanz, dazu ziemlich groß und er hat eine Haube. Unser Futterhäuschen, das wir besorgt haben, um die vielen schönen bunten Vögel zu beobachten, hat ihn angezogen.

Sulphur Springs Valley – Arizona

Sulphur Springs ValleyVon Benson aus erreichten wir über Dragoon das südliche Sulphur Springs Valley. Das ist eine Hochebene auf ungefähr 1300 Metern, die westlich von den Dragoon Mountains und östlich von den Dos Cabezas und den Chiricahua Mountains begrenzt wird. Die Chiricahua Mountains sind die Grenze zwischen der Sonora Wüste und der Chihuahua Wüste. Im Tal stehen die Reste einiger Vulkane, Apfelplantagen, Paranussplantagen und sogar ein Weinfeld sahen wir. Die höchsten Gipfel mit über 3000 Metern haben eine leichte Schneehaube.

Chiricahua National MonumentIn einigen Bergen rund um Pearce entdeckten wir Mineneingänge. Hier wurde Eisenerz abgebaut. Der alte Teil von Pearce ist eine Geisterstadt. In Sunizona bogen wir zu den Chiricahua Bergen ab, wo wir eigentlich im Chiricahua National Monument übernachten wollten. In diesem Park stehen die „Steh-auf-Felsen“. Diese Bezeichnung stammt von den Cochise Apachen, die in diesem Gebiet lebten. Cochise hieß der Häuptling, als die Europäer Ende des 18. Jahrhunderts hier ankamen. Er begann den Kampf gegen die immer mehr werdenden Siedler, der ein  Jahrhundert später mit Geronimo und die Einweisung in ein kleines Reservat endete.
Leider ist unser Motorhome zu lang gewesen, um auf dem Campingplatz des Park zu übernachten. Wir konnten nicht einmal die Sehenswürdigkeiten besichtigen, weil wir mit dem Bus nicht unter den tief hängenden Ästen der Bäume am Wegrand gekommen wären, erklärte uns die nette Rangerin. Die Straße durch den Park ist 6 Meilen lang, zu lang zu laufen. Die Steh-auf-Felsen sind „eine Märchenwelt von außergewöhnlichen Felsskulpturen“ (Zitat des National Park Service). Über Millionen von Jahren schuf die Natur hier ein „Felsenwunderland“. Felssäulen, Zinnen und Tausende von Tonnen schwere, teilweise auf Spitzen balancierende Felsen bezaubern das Auge der Besucher. Jemand meinte, ein Erdbeben während des Besuches wäre keine gute Sache.

Uns blieb nur, die Faraway Ranch nahe des Parkeingangs zu besuchen. Sie wurde von einem schwedischen Einwanderer-Ehepaar angelegt und ist seit deren Tod verlassen. Die Ruinen der Nebengebäude und das restaurierte Haupthaus sind zum Besuch freigegeben. Leider war das Haupthaus bei unserem Besuch geschlossen. Bei unserer Kaffeepause an der Ranch hatten wir einen frechen und kein bisschen ängstlichen Gast, einen Mexican Jay. Er gehört wohl zu den Elsternvögeln, kann ich mir vorstellen. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß mit ihm.
Faraway Ranch - Haupthausunser Kaffee-Gast

 

 

 

Durch die Halb-Geisterstadt Dos Cabezas kamen wir nach Willcox. Die Stadt wurde 1881 als Bahnstation für die Southern Pacific Railroad gegründet und spielte eine große Rolle als Umschlagplatz für das reiche Sulphur Springs Tal. Willcox ist zwar als Weinstadt bekannt, aber uns interessierten die Sandhill Kraniche viel mehr, die hier überwintern. Sie fliegen jeden Abend kurz vor dem Sonnenuntergang ein und übernachten in dem riesigen Gebiet des Willcox Dry Lake. Es müssen Tausende dieser tollen Vögel sein. Wir kennen den Flug der Kraniche von zu Hause. Ihre Flugbahn im Frühjahr und im Herbst lag direkt über unserem Haus. Trotzdem ist dieses Naturschauspiel immer wieder unbeschreiblich schön. Am Twin Lake verbrachten wir dreieinhalb Stunden, bis die Kraniche kamen. Derweil beobachteten wir verschiedene Enten und andere Vögel. Auf unserem Rundgang um den See stolperten wir an vielen Stellen wieder auf die großen Fährten, von denen wir eine im Red Rock Park in Gallup gesehen haben. Diese hier hatten vier verschiedene Größen mit bis zu 13 Zentimetern Länge. Wir haben immer noch keine Ahnung, wer solche Spuren hinterlässt.
Kraniche in WillcoxWillcox - Twin Lake

 

 

 
Warren Earp´s GrabAuf dem historischen Friedhof von Willcox liegt Warren Earp, ein Bruder von Wyatt Earp, begraben. Er wurde am 6. Juli 1900 im Headquarters Saloon erschossen. Eine Gemeinschaft von Freunden kümmert sich um das Grab. Anscheinend wollten die Lebenden Ihre Toten nicht so nahe bei der Stadt haben, denn die Friedhöfe liegen alle über eine halbe bis eine Meile außerhalb. Dieser hier ist ebenfalls sehr schön gelegen, mit vielen Yuccas bewachsen.

Randbemerkung: Wir standen ein paar Tage im Ft. Willcox RV Park. Es ist der erste Campingplatz, der jeden Morgen von 7-10 Uhr freien Kaffee und freie Waffeln anbietet, was großen Anklang findet.

Fairbank – Arizona

Geisterstadt FairbankBevor wir Tombstone besuchten, führte uns ein kleiner Abstecher zur Geisterstadt Fairbank. Dort trafen wir ein deutsches Paar, dass 13 Monate mit dem eigenen geländegängigen Wohnmobil unterwegs ist, das sie von Deutschland aus in die USA verschifft haben. Sie gaben uns wertvolle Tipps für unsere Zukunft, aber zurück zu Fairbank. Dies ist wirklich eine Geisterstadt, da wohnt niemand mehr. Es stehen zwar nur noch wenige Gebäude, aber Tafeln vermitteln einen Eindruck vom Leben Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Fairbank wurde 1881 von einem Getreidehändler aus Chicago am San Pedro River gegründet, als die Eisenbahn von Benson aus gebaut wurde. Es war einige Zeit die wichtigste Station für das schnell wachsende Tombstone. Es gab ein elegantes Hotel, eine Post, mehrere Geschäfte und eine Schule, die Einwohner waren rassenmäßig bunt gemischt. Zwei schwere Fluten 1890 und 1894 zerstörten große Teile der Stadt, ein Erdbeben 1887 richtete weitere Zerstörungen an, zu der auch der Schienenstrang gehörte. Sogar ein versuchter Überfall auf die Wells Fargo Postkutsche gehört in die Geschichte von Fairbank. Dann verfiel die Stadt langsam, die noch bis in die 1950er bewohnt war. In den 1970ern existierte nur noch ein Laden mit einer Tankstelle und Mitte der 1970er verließ der letzte Einwohner Fairbank.

Fairbanks FriedhofAuf einem Rundweg erreicht man den eine halbe Meile entfernt gelegenen Friedhof und die Ruinen der alten Mühle. Der Friedhof ist auf einem Hügel angelegt und wurde schon lange nicht mehr genutzt. Verfallene Gräber und die alten, von der Zeit mitgenommenen Holzkreuze geben ein trauriges Bild ab. Nur auf einem Grab hat vor nicht allzu langer Zeit jemand eine Stoffpuppe und eine vergoldete „Münze“ mit einem Schutzengel niedergelegt.  Nur 3 Gräber haben einen Namen. Archäologische Funde belegen, dass dieser Hügel schon seit Jahrhunderten von Menschen benutzt wird. In dem ganzen Gebiet am San Pedro River sind Funde aus 11000 Jahren Menschheitsgeschichte ausgegraben worden. 

Da wir uns schon eine ganze Weile in Grenznähe zu Mexiko befinden, mussten wir schon mehrfach im Lande befindliche Grenzkontrollen passieren. Außerdem sind uns einige festgebundene Zeppeline aufgefallen, die der Grenzüberwachung dienen.

Tombstone – Arizona

Nachdem wir 4 Tage zwischen Whetstone und Tombstone in einem weitläufigen RV-Park festgesessen haben, konnten wir endlich nach Tombstone fahren, um uns in Ruhe umzusehen. Bei unserer kurzen Stippvisite vor 4 Tagen sind wir ja von allen Seiten angesprochen wurden, was wir alles besuchen sollten – Gunshows, Duelle, Saloons usw. Da ich nicht vorbereitet war, ging uns das alles viel zu schnell. Jetzt hatten wir Zeit, die Allen Street hoch und runter zu laufen. Sie ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, denn auf dieser Straße lebt der alte wilde Westen noch fort. Wie zu Zeiten von Wyatt Earp und Doc Holliday gekleidete Herren laden zu den Shows ein, in einer nostalgischen Kutsche kann man sich Tombstone zeigen lassen oder man kann sich selbst wie die Damen und Herren am Ende des 19.Jahrhunderts kleiden, wenn man das nötige Kleingeld hat. Alles ist möglich. Die Westernstiefel, handgemacht und sehr teuer, sind aus verschiedenen Ledern gemacht, haben wir uns aufklären lassen: Krokodil, Schlange, Strauß, aber auch Deer (Reh), Hai, Stachelrochen und Echsen. Wahrscheinlich gibt es noch mehr Möglichkeiten. Um keine Schwierigkeiten am Zoll zu bekommen, gibt es dies alles auch als Imitate.
Tombstone - Allen StreetTombstone - Kutsche für Rundfahrten

 

 

 

Tombstone - O.K.CorralTombstone – die berühmteste Westernstadt der Welt. Sie wirbt mit dem Slogan „Die Stadt, die zu zäh zum Sterben ist“. Dreimal täglich wird in einer halbstündigen Vorstellung im O.K.Corral, dem Originalschauplatz, unter anderem die berüchtigste Schießerei des 19. Jahrhunderts nachgestellt. Weihnachten 1881 bereiteten Wyatt Earp, zu der Zeit Sheriff von Tombstone, und Doc Holliday dem Treiben der Clanton Gang und der McLaurys ein Ende. Mitten am Tage auf offener Straße fielen 32 Schüsse in einer ganz knappen Minute, und Bill Clanton sowie Tom und Frank McLaury waren Geschichte. Das hatte soviel Eindruck hinterlassen, dass diese Schießerei bis heute lebt. Diverse Tafeln am Rand der Allen Street künden von weiteren Duellen, die in mehreren Örtlichkeiten dem Publikum dargeboten werden. Dazu war Tombstone ein Sündenpfuhl mit über 100 fragwürdigen Institutionen vom Saloon bis zum Bordell.

Auf dem Boothill Graveyard, dem von 1878 – 1884 genutzten Friedhof, beerdigte man die auf allerlei Art Verstorbenen. Nur wenige starben eines natürlichen Todes oder an diversen Krankheiten. Die Meisten von ihnen wurden im Duell erschossen, einfach getötet, von Indianern umgebracht, gelyncht oder rechtmäßig gehängt, mancheiner hat Selbstmord begangen. Allerdings haben die Toten dort einen Platz mit einer sehr schönen Aussicht gefunden. Die Grabsteine wurden in den 1920ern erneuert, nur selten findet man Blumen auf den Gräbern. Die Jahre 1881 und vor allem 1882 sind offensichtlich die ungesündesten Jahre gewesen, weswegen sich wohl das Gerichtsgebäude erforderlich machte. 
Tombstone - Boothill GraveyardEiner der ClantonsEr wurde "aus Versehen" gehängt

Schieffelin MonumentWarum heißt die Stadt nun Tombstone? Ihr Gründer, Ed Schieffelin, steckte 1878 trotz der Warnung seiner Freunde, er würde dort seinen eigenen Grabstein finden, seinen Claim im Nirgendwo zwischen Apachen und giftigen Schlangen ab. Er und die Stadt überlebten. Es folgten der Silberboom und 15000 Menschen. Irgendwann gab es nichts mehr zu holen und nur wenige blieben, die jedoch die Stadt und ihre Geschichte erhielten. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten lassen Tombstone in neuem Glanz erstrahlen, allerdings mit wenig fragwürdigem Treiben hinter den Türen.  

Weitere Sehenwürdigkeiten von Tombstone sind unter anderem: das 1882 gebaute Gerichtsgebäude, in dem ein Museum über die Geschichte der Stadt untergebracht ist und den Galgen im Hinterhof, das 1881 gebaute Birdcage Theater Museum, das Rose Tree Museum mit dem größten Rosenbusch der Welt, und die „Gut Genug Mine“, in der 90 Mann Gold und Silber zu Tage förderten.
Tombstone CourthouseBird Cage Theatre

 

 

 

The Tombstone EpitaphThe Tombstone Epitaph“ wurde 1880 gegründet und war die berühmteste Zeitung des alten Westens. Im kostenlosen Museum werden die alten Druckmaschinen und weiteres Zubehör gezeigt. In den originalen Zeitungen ließt man über den berühmten Schusswechsel am O.K.Corral, den Apachenkrieg unter Geronimo und das große Feuer in Tombstone.

Tombstone - Allen StreetIm Silver Strike Weingeschäft haben wir für ein kleines Entgelt Weine aus eigenem Anbau probiert.
Auf meine Frage, wo wir denn die Weingüter finden könnten, wurden wir auf Gebiete 30 Meilen östlich und 50 Meilen westlich verwiesen. Allerdings sind es nur kleine Weinfelder, die nur wenige Flaschen im Jahr abwerfen. Deshalb kostet eine Flasche dieses Weines von 50 Dollars aufwärts. Mehr als 100 Dollars sind nicht selten, es darf auch noch teurer sein. Aus einem ganz kleinen Anteil der Weine wird dann auch noch innerhalb von 4 Jahren eine Spezialität nach Art des Portweins hergestellt. Wir möchten nicht wissen, was die dann kostet.
Da wir in Tombstone übernachtet haben, hatten wir auch Gelegenheit, einen Spaziergang am Abend zu machen. Dann ist kaum noch jemand auf der Straße, nur in den Saloons und Restaurants ist noch Leben. Es ist wie zu Zeiten des alten wilden Westens, als es gefährlich war, sich nachts auf den Straßen aufzuhalten.

Beitragsnavigation