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Archiv für die Kategorie “Britische Inseln”

Bath

Bath

Bath

Solch ein einheitliches Gesicht einer ganzen Stadt sucht man wohl vergebens. Von den Randbezirken bis in die Innenstadt, fast alle Häuser besitzen Fassaden aus gelbem Sandstein. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Dazu sind die Gebäude recht hoch.
Bath war eine römische Gründung, da hier heiße Quellen zu Tage treten, die schon die Römer zu nutzen wussten. Sie bauten Badehäuser und alles, was das Leben angenehm machte. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Stadt einen neuen Aufschwung, unter Königin Victoria. Ihr Name ist in der Stadt allgegenwärtig.

Royal Crescent

Royal Crescent

Oberhalb des Royal Victoria Park liegt das Royal Crescent. Das sind dreißig halbmondförmig aneinandergereihte Stadthäuser, in denen die Herrschaften im 18. Jahrhundert logierten. Eines der Häuser ist ein Museum, in dem die Besucher einen Blick in die Wohnkultur dieser Zeit werfen können.

Thre Circus

Thre Circus

Nur ein paar Schritte ostwärts gelangt man zum The Circus, einem kreisrunden Platz. Um diesen Platz gruppieren sich drei weitere solcher Stadthausblocks, mit verschiedenen Säulentypen und Reliefs geschmückt. Diese Häuser stammen aus dem Jahre 1768. In der Mitte stehen mehrere alte Bäume, die das Ganze begrünen.
Jetzt biegt man in die Gay Street ab und kommt am Queens Square vorbei.

Guildhall und Abbey Bath

Guildhall und Abbey Bath

Das römische Bad ist schwieriger zu finden, aber es sind überall Stadtpläne mit dem jeweiligen Standort aufgestellt.
Vorher steht an der High Street das Guildehaus. In einem Teil davon ist die Victoria Kunstgalerie untergebracht, der andere Teil ist Markthalle, leider sonntags geschlossen.
Gleich neben dem Guildehaus thront die 1499 errichtete Bath Abbey. Sie ist zwar zu besichtigen, jedoch nur ein paar Stunden am Tag, gegen eine Spende.

Durchgang zum römischen BadWas alle Besucher Baths ansteuern ist das römische Badehaus und das nebenan befindliche Pumpenhaus, ein Restaurant, nicht römisch. Hier wird das mineralhaltige Wasser ausgeschenkt. Gegen ein Eintrittsgeld von 15,50 Pfund/Erwachsener sind die Badehallen mit den 46° heißen Quellen zu besichtigen, Schlange stehen inbegriffen. Eine Million Liter Wasser sollen die Quellen jeden Tag hervorbringen. Auf den Ruinen des Originalbadehauses stehen jedoch neue Gebäude mit Säulen, Bögen und Hallen, alles in gelbem Sandstein.

Pulteney Bridge

Pulteney Bridge

An der Rückfront der Guildehalle ist die Pulteney Bridge über den River Avon zu finden, eine Steinbrücke mit drei Bögen, oben drauf eine geschlossene Häuserzeile. Steht man allerdings am Brückenkopf, wartete eine Überraschung. Es führt eine Straße über die Brücke und es gibt zwei Häuserzeilen, mit kleinen Einzelhäusern zu beiden Seiten der Straße.

Speicherhäuser

Speicherhäuser

Bath hat noch viele weitere Museen und Sehenswürdigkeiten, aber ein Bummel am Fluss entlang sollte nicht fehlen, gerade Richtung Westen. Dort ist die alte Eisenbahnbrücke zu sehen, sowie alte Speicherhäuser und moderne Lofts. Dort liegen auch wieder die hübschen Narrowboats am Ufer.

Narrowboat Marina

Narrowboat Marina

Übernachtung im Marina Caravan Park für 26,40 Pfund/Nacht. Direkt unterhalb des Campingplatzes verläuft der Weg am Fluss entlang. Geht man nach rechts, kommt man zu einer kleinen Brücke, von der aus man in die Marina sehen kann, in der keine Yachten und Motorboote liegen, sondern eine stattliche Anzahl der Narrowboats. Das ist eine sehr ungewöhnliche Marina. Mit dem nötigen Kleingeld kann man solche Schmalboote käuflich erwerben.

Fahrt durch Wales nach Süden

Snowdonia NP

Snowdonia NP

An dieser Stelle haben wir uns entschieden, die Fahrt etwas abzukürzen, da wir bisher länger gebraucht haben, als vermutet. Es gibt einfach zu viele schöne Ecken in Großbritannien und Irland und langsam holt uns der Herbst ein. Bevor wir den Winter im warmen Süden verbringen können, sind noch einige Dinge zu erledigen, die auch ihre Zeit brauchen. Deshalb durchfahren wir den Rest von Wales nur in Richtung Süden. Durch den Snowdonia National Park, der sich bis hinter Dolgellau ausdehnt, ist es immer noch eine herrliche Strecke mit Bergen und Tälern, Flüssen und Seen. Diese wundervolle Strecke setzt sich bis Machynlleth fort.

irgendwo unterwegs

irgendwo unterwegs

Dann biegt die A487 wieder zum Meer ab, immer zwischen den Cambrian Mountains und der Cardigan Bay verlaufend. Durch unsere Erfahrungen mit Parkplätzen in solchen touristischen Orten umfuhren wir Aberystwyth und fuhren auf der A44 nach Osten weiter, direkt über die Cambrian Mountains hinweg. Auf weiten Strecken unberührte Natur, nicht mehr ganz so aufregend wie im Snowdonia NP, aber immer noch sehenswert.

River Wye

River Wye

Ab Lllangurig führt die A470 nach Rhayader. Kurz dahinter übernachteten wir in Llanwrthwl (sprich: Ljanorthel) im The Halt Caravan Site (16,- Pfund/Nacht) mit allem, was man braucht. Die gute Dame, die den Caravanpark führt, besitzt gleich nebenan ein hübsches Bed&Breakfast. Hinter dem Grundstück biegt ein kleiner Weg zum nahegelegenen Gebirgsfluss, dem River Wye, ab. Eine Bank lädt zum Entspannen beim Rauschen des Wassers ein, umgeben von Wald, Farn und Bergen. Eigentlich wollten wir uns am nächsten Tag noch Rhayader ansehen und eine kleine Rundfahrt zu den in den Bergen gelegenen Stauseen machen, aber es schüttete wie aus Kannen.
Also weiterfahren, immer Richtung Süden, die Berge werden flacher, die Täler lieblicher, über Builth Wells bis nach Abergavenny. Hier lässt man die Berge hinter sich. Kurz vor Newport übernachteten wir auf einem versteckten Parkplatz an der A449.

 

 

 

Bangor (Wales)

Bangor Pier

Bangor Pier

Bangor besitzt einen sehr langen Pier. Für 50 Pence darf man ihn besuchen. Vom Ende des Piers ist es nicht mehr weit bis zur Insel Anglesey. Der Pier ist eine filigrane Konstruktion aus Stahl mit genauso filigranen kleinen Pavillons rechts und links, in denen sich kleine Läden befinden. Am Ende lädt eine kleine Teestube ein.

bunte Flotte

bunte Flotte

Im Osten von Bangor liegt der historische Hafen von Penrhyn. Ein Bild am Eingang zum Gelände zeigt, wie er einmal ausgesehen hat. Heute befindet sich eine kleine Werft dort, die alte Boote repariert. Im Hafen liegen Segelboote und Handelsschiffe nebeneinander. Baustoffe und Schiefer werden hier unter anderem verladen.
Im alten Hafenbecken liegen zwei Wracks, eines kaum noch als solches erkennbar, das zweite war wohl einmal ein Frachter.

längster Ortsname der Welt

längster Ortsname der Welt

Auf die Insel Anglesey führen zwei Brücken. Die Britannia Bridge, eine Bogenbrücke, und die Menai Bridge, eine Hängebrücke, beide wohl aus dem 19. Jahrhundert. In der Menai Strait steht eine alte Zollstation zwischen den beiden Brücken.
Gleich der erste Ort auf Anglesey ist der Ort mit dem längsten Namen der Welt, mit 58 Buchstaben. Er heißt „Llanfairpwllgwyngyllgogerychywrndrobwllllantysiliogogogoch“, zu deutsch: „St Marienkirche in der Bodensenke mit weißen Haselnusssträuchern in der Nähe eines Wasserstrudels und die Kirche St Tysilio in der Nähe der roten Höhle“. Wer den walisischen Namen ausgesprochen hören möchte, der höre einem Wettermoderator zu.
Der Ort selbst ist wenig sehenswert, aber am Bahnhof treffen die Reisebusse fast im Minutentakt ein. Neben dem hier überall geschriebenen Namen des Ortes ist das gleich nebenan gelegene Shoppingcenter Anlaufpunkt für die Bustouristen. Leider haben wir dort keine Souvenirs gefunden, die den langen Namen tragen. Das wäre mal ein Mitbringsel für zu Hause.

Lord Nelson Säule

Lord Nelson Säule

Zu der in der Nähe befindlichen Lord Nelson Säule gibt es keinen vernünftigen Zugang.

Snowdonia NP

in Llanrug

in Llanrug

Ein must see in Wales ist der Snowdonia National Park mit dem höchsten Gipfel von Wales, dem 1085 m hohen Snowdon. Der walisische Name ist Yr Wyddfa. Wir stehen auf dem Grundstück von Cil-y-Bont in Llanrug. Die alten Mühlräder und der nahe Gebirgsfluss verraten, dass dies wohl einmal eine Wassermühle war. Im Fluss leben schöne große Forellen, das bezeugen Bilder des Angelvereins gleich unterhalb von Cil-y-Bont.

Schiefermuseum Lllanberis

Schiefermuseum Lllanberis

Llanrug liegt auf dem Ring, der wohl durch die schönsten Abschnitte des Snowdonia NP führt. In Llanberis, zwischen den Seen Llyn Padarn und Lllyn Peris gelegen, ist eine Fundgrube an Touristenattraktionen. Zuerst sind die Steinbrüche nicht zu übersehen. Hier wurde Schiefer in großem Rahmen abgebaut. Im Schiefermuseum ist die komplette Anlage erhalten, die zur Unterhaltung des Abbaus diente. Sie beherbergt einen Lokschuppen, eine Wagnerei, eine Schmiede, Maschinen zur Verarbeitung des Schiefers, das Büro und Aufenthaltsräume, gerade so, als wäre es gestern verlassen worden. Alle Maschinen wurden durch ein Wasserrad angetrieben. Mit Hilfe von Transmission arbeiteten dann die einzelnen Maschinen. Es ist schon Wahnsinn, wie man das alles aufeinander abgestimmt bekommen hat. Alles bewegt sich nur über eine einzige Welle.

Tauchgewässer Schiefersteinbruch

Tauchgewässer Schiefersteinbruch

Vollkommen unerwartet befindet sich vor dem Steinbruch eine kleine Tauchbasis. Tauchen hier? Durch einen Tunnel im Fels hinter der Basis erreicht man den See, der sich durch Grundwasser in dem zwanzig Meter tiefen Loch gebildet hat. Es ist durch die hoch aufragenden, steilen Felswände und den kleinen Durchmesser, wohl fünfzig Meter, ein fast bedrückender Ort. Die Sonne hat kaum eine Chance, den Grund des Lochs zu erhellen.

Lllanberis Lake Railway

Lllanberis Lake Railway

Vor dem Schiefermuseum und dem Steinbruch steht einer der Bahnhöfe der Lllanberis Lake Railway, eine von mehreren Schmalspurbahnen, die im Nationalpark verkehren. Die Streckenlänge beträgt 2,5 Meilen.

Snowdon Mountain Railway

Snowdon Mountain Railway

Auf der anderen Seite von Llanberis, am Dolbadarn Castle vorbei, ist die Talstation der Snowdon Mountain Railway aus dem Jahre 1896 zu finden. Dies ist eine Zahnradbahn, die auf Berggraten entlang Passagiere auf die Spitze des Snowdon bringt. Eine Fahrt, pro Erwachsener 29,- Pfund, ist meist nur mit Voranmeldung möglich, so groß ist der Andrang. Es ist sicher eine atemberaubende Fahrt dort hinauf, aber in den allermeisten Fällen wird der Berg wohl von Wolken eingehüllt sein und man steht im Nebel. Dazu kommt eine Parkgebühr von 4,- bis 7,- Pfund. Wir wollten uns nur einmal umsehen und dem Automaten 1,- Pfund anbieten, aber der will nur den kompletten Tagespreis. So ließen wir das Auto ohne Ticket stehen.

Llanberis Pass

Llanberis Pass

Nun geht es weiter auf der A4086 durch eine grandiose Landschaft zum Llanberis Pass. Steine, Felsen, Weiden, ein relativ schmales Tal und ein kleiner Fluss, in dem sich die Wasser unzähliger Wasserfälle sammeln, ergeben ein unglaubliches Panorama. Oben angekommen, befindet sich ein viel zu kleiner Parkplatz, gegen einen Tagespreis von 5,- Pfund, von dem aus Wanderwege auf den Snowdon führen.

schöne Details

schöne Details

Über den Pass hinweg geht es wieder nach unten, in Richtung Beddgelert. Hier ist es grüner und nicht mehr so steinig. Ein kleiner Parkplatz soll einen Blick auf den Snowdon bieten, aber wie gesagt, meist liegt der Gipfel in den Wolken. Eine Steintafel zeigt die Bergsilhouette, so dass man weiß, welcher Berg welchen Namen trägt, wenn man sie sieht. Bei unseren Besuch lag nur der Snowdon verdeckt.
Im Tal unten steht ein Pumpkraftwerk. Zwischen den Bergen dort oben liegt der Llyn Llydaw, von dem aus die Leitung zum Kraftwerk hinunter führt.

Beddgelert

Beddgelert

Links sieht man schon den Llyn Gwynant im grünen Tal. Vom See an fährt man immer im Tal entlang, bis nach Beddgelert. Der Ort liegt im Schnittpunkt von drei Tälern und zeigt mit seinen dunklen Natursteinhäusern wieder ein anderes Gesicht. Eine Natursteinbrücke überspannt den Fluss. Auf dem Friedhof der kleinen Kirche stehen Schiefertafeln als Grabsteine oder Steinsarkophage, es sind keine Kreuze zu finden.

Bahnhof Rhyd Ddu

Bahnhof Rhyd Ddu

Von Beddgelert nach Caernarfon geht es gemächlich zu, wenn die Straße auch manchmal ziemlich eng wird. Zwei weitere Seen, der Llyn-y-Gader und der Llyn Cwellyn, laden zum Rasten ein. In Rhyd Ddu befindet sich ein kleiner, einsamer Bahnhof der Ffestiniog & Welsh Highland Railways. Das ist ebenfalls eine Schmalspurbahn, die von Porthmadog im Süden nach Caernarfon im Norden führt, sozusagen den Fuß der Llyn Halbinsel durchquert.

Caernarfon Castle

Caernarfon Castle

In Caernarfon lohnt ein Bummel in der Altstadt, die von der alten Stadtmauer umgeben ist. Am Südostende der Stadtmauer ist das sehr raumgreifende Castle eingebettet. Außerhalb der Stadtmauer und des Castles, am Wasser entlang, lässt es sich ebenfalls gut spazieren gehen. Auf der anderen Seite der Bucht sieht man die flache Insel Anglesey.
Zurück nach Llanrug ist es nur noch ein Katzensprung.

Llandudno

Kostprobe der walisischen Sprache

Kostprobe der walisischen Sprache

Oh weh, jetzt wird’s kompliziert. Wir sind in Wales, von den Einheimischen Cymru genannt, hat eine eigene Sprache. Die ist so kompliziert, dass man als Nichtwaliser wohl kein Wort verständlich herausbringt. Während die Kroaten bis zu vier Vokale aneinander reihen, tun dies die Waliser mit bis zu sechs Vokalen, ehe auf einen Konsonanten wieder mehrere Vokale folgen. Mir bleibt dann nur noch, Klaus zu sagen, er solle nach rechts oder links fahren in die Richtung, die dort steht. Lesen muss er dann selbst. Da ist Llandudno noch einfach. Alle Schilder sind zweisprachig, zuerst walisisch, dann englisch.

Lllandudno

Lllandudno

Llandudno liegt westlich von Chester und bietet wieder ein ganz neues Bild einer Küstenstadt. Vor einhundertfünfzig Jahren war dies ein Badeort für den Adel, mondän. Die Häuser sind im viktorianischen Baustil erbaut, wie er vielerorts zu finden ist, nur dass die Häuser in Llandudno meist noch zwei Etagen höher sind. Noch immer ist die Mehrzahl davon ein Hotel. Eine sehr breite Promenade trennt das Meer von den Hotels.

Great Ormes Head

Great Ormes Head

Die Stadt selbst liegt zwischen hohen Kalksteinfelsen eingebettet, am Ende ragt der Pier ins Wasser.
Am nördlichen Ende befindet sich das Cable Car. Diese Bezeichnung ist irreführend, denn es ist eine Seilbahn, die mittels Kabinen die Menschen auf den Berg bringt.
Die Landzunge hinter der Talstation der Seilbahn ist Schutzgebiet. Sie war schon in Steinzeit besiedelt. Man findet dort mehrere Relikte aus dieser Zeit, aber auch neuere Zeugen menschlichen Tuns sind zu finden, wie z.B. eine alte Kupfermine. Für das Befahren der Landzunge wird Eintritt verlangt, oder man lässt sich mit einer alten Bahn Great Orme Tramway durch das Gebiet fahren.

Abendstimmung in Llanddulas

Abendstimmung in Llanddulas

Der Parkplatz in Llanddulas diente uns zum Übernachten. Er liegt direkt am Wasser und auf dem Radweg direkt dahinter kann man entweder nach Rhos-on-sea oder in die andere Richtung, nach Abergele radeln. Wer will natürlich auch noch viel weiter. Am Wegesrand sind viele interessante Dinge zu sehen, wie ein Förderband aus einem Steinbruch zum Verladesteg im Wasser, unter der Straße hindurch, ein Riff mit Bienenwabenwürmern (nur bei Ebbe), den Auslauf eines kleinen Flüsschens und noch vieles mehr.

Chester

Kirchenruinen

Kirchenruinen

Die Autobahn M6 brachte uns über Lancaster und Liverpool nach Wales. Großbritannien hat viele schöne Städte, jede davon auf ihre Weise schön, aber Chester ist wohl einmalig auf der Welt. Ersteinmal die Lage an einem Fluss, an dem sich mehrere Parks ausbreiten, die einem das Gefühl geben, weit weg von der Stadt zu sein. Im Grosvenor Park fährt eine Mini-Eisenbahn um einen kleinen Teich herum. Die Reste einer alten Kirche, der St. John´s Church, sind dort zu finden. Die Ruinen zeigen, dass die ursprüngliche Kirche um einiges größer war, als die heutige in die Ruinen gebaute Kirche. Baumalleen und graue amerikanische Eichhörnchen, die ersten die wir auf britischem Boden sahen, sind ebenfalls im Park zu finden. Die grauen Eichhörnchen werden eigentlich bekämpft, da sie die europäischen roten Eichhörnchen verdrängen. In diesem Park tummeln sie sich überall.

1. Schleuse

1. Schleuse

Wer keine Lust hat im Park spazieren zu gehen, der bummelt auf dem Riverside Promenade Trail, wo auch interessante Dinge zu entdecken sind. Verschiedene Brücken, ein Wehr, Bootsanleger oder auf der Westseite der Stadt eine Pferderennbahn. Geht man den Weg Richtung Westen weiter, kommt man zu einer Schleuse, die das Binnengewässer mit dem River Dee verbindet. Die Neugier trieb uns immer weiter am Kanal entlang, vorbei am neuen Wasserturm, bis wir auf weitere Schleusen trafen. Ein Gewirr von Brücken, Schleusen, Mauern und Wasser führt hinauf zum alten Hafen mit Werft und Warenhaus.

Narrowboats

Narrowboats

An den Ufern liegen etliche Hausboote, die für die Mitte Britanniens typischen Narrowboats, Schmalboote. Sie können gemietet werden, haben Vollausstattung. Das Wasserstraßennetz soll so lang sein, dass man ewig auf ihnen herum schippern kann. Die Boote sind jedes ein Einzelstück, jedes sieht anders aus, liebevoll zurecht gemacht, und es gibt sie in verschiedenen Längen.
Das Gelände um die Werft herum wird zu einem Nobelviertel ausgebaut und der Kanal soll irgendwann wieder voll nutzbar sein.

Chester

Chester

In noch keiner britischen Stadt haben wir so viele Fotos geschossen wie in Chester. Man weiß überhaupt nicht, wohin man zuerst sehen soll. Die Altstadt wird von schwarz-weißen Fachwerkhäusern dominiert, jedes individuell, teilweise mit den schönsten Verzierungen wie Erker, Figuren, Ornamenten und Schriftzügen. Da könnte man ein ganzes Buch damit füllen. Dazwischen stehen Sandsteinbauten wie das Rathaus. Die Lücken, die wohl über die Jahrhunderte zwischen den alten Fachwerkhäusern entstanden, sind mit modernen Bauten, mehr oder weniger erfolgreich angepasst, geschlossen worden. Manche Häuser tragen Jahreszahlen aus dem 13. Jahrhundert.

Klosterhof der Kathedrale

Klosterhof der Kathedrale

Mittendrin steht die Kathedrale, aus rotem Sandstein mit rätselhaften schwarzen Verfärbungen innen und außen. Was der Kathedrale außen an Ornamentik fehlt, macht sie innen wieder wett. Gotische Säulen, bunte Fenster, mehrere Orgeln und ein kompliziertes Deckengewölbe mit goldverzierten Gewölbekreuzen lassen die Besucher staunen. Ein Kreuzgang mit bunten Fenstern, Grabplatten und Sarkophagen für die früheren Äbte umschließt den Klostergarten mit Brunnen in der Mitte.

Amphitheater

Amphitheater

Weitere Sehenswürdigkeiten Chesters sind die vielen Stadttore, die Stadtmauer und das Castle. Chester war einmal eine wichtige römische Stadt. Überall wurden römische Relikte ausgegraben und manches davon wird öffentlich, für jeden zugänglich in der Stadt verteilt, ausgestellt. Lange suchte man nach dem Amphitheater, welches ganz sicher vorhanden sein musste, aber erst vor kurzem hat man es gefunden. Nachdem die eine Hälfte des Amphitheaters ausgegraben, dokumentiert und katalogisiert wurde, schüttete man die meisten Ausgrabungsstellen wieder zu. Jetzt sind nur noch die Arena und ein kleiner Teil der Arenabegrenzung zu sehen.
Das Wohnmobil kann auf dem Little Roodee Coach Park abgestellt werden. Für 2 Nächte bezahlten wir 20,60 Pfund.

Lake District

Castle Douglas

Castle Douglas

Von Stranraer immer auf der A75 durch das dünnbesiedelte und ursprüngliche Galloway, vorbei an dessen Bergen, hin und wieder Wasser in Sicht, kommt man nach Castle Douglas. Ausnahmsweise fanden wir dort einen Supermarkt, den wir mit dem Motorhome anfahren konnten. Da es schon spät war, fragten wir im Tesco-Markt nach, ob wir die Nacht auf deren Parkplatz stehen dürften. Man fühlte sich fast geehrt und sagte freudestrahlend zu, dafür füllten wir unsere knapp gewordenen Reserven auf.
Ein See mit Schwänen darauf und Bergen im Hintergrund, eine kleine geschäftige Stadt und viele kleine ruhige Gassen lassen sich in Castle Douglas entdecken. Im See und an dessen Ufern wurden steinzeitliche Relikte gefunden, die auf eine sehr frühe Besiedlung dieser Gegend hindeuten. Ein Castle hingegen konnten wir nicht finden.

Fahrt nach Keswick

Fahrt nach Keswick

Weiter über Dumfries führt die A75 nach Gretna Green. Kurz dahinter befindet sich die schottisch-englische Grenze, unspektakulär. Bis kurz vor Carlisle Autobahn fahren, dann auf die A595 abbiegen, die zum Lake District führt. In Bothel biegt man nach Keswick ab und wird nun durch eine wunderschöne, bergige Landschaft mit viel Wald geführt. Der Bassenthwaite Lake bleibt jedoch in der Ferne.

Derwentwater Lake

Derwentwater Lake

Keswick ist in die Cumbrian Mountains eingebettet, die den Lake District durchziehen. Hier gibt es wieder mehr Kneipen und Geschäfte als Einwohner, aber wenn man durch die Stadt hindurch läuft, erreicht man irgendwann, an einem schönen Park vorbei, den Derwentwater Lake. Holzboote schippern Passagiere über den See, der ebenfalls herrlich zwischen Bergen eingebettet ist. Am Anleger tummeln sich Schwäne, Weißwangengänse und Enten, die gefüttert werden. Ein Weg führt durch einen Wald weiter am Ufer des See´s entlang, bis zu einer Landzunge, die einen Blick zum Ende des Derentwater Lake zulässt. Im See liegen mehrere kleine bewaldete Inseln verstreut.
Als Übernachtungsplatz diente der Parkplatz in der Nähe des Pencil Museums, an der Hauptstraße, normale Parkgebühren, von 19 bis 8 Uhr kostenfrei.

Lake District

Lake District

Von Bothel durch das Tal weiter nach Windermere, dass ist wohl eine der schönsten Straßen der Welt. Von einem See zum anderen, durch Berge und Wälder, enge und kurvenreiche Straßen sowie hübsche Städtchen, das macht den Lake District aus. Wandern muss in diesem Gebiet eine Wonne sein, weshalb auch 80 Prozent der Geschäfte Outdoorläden sind. Leider war es uns nicht vergönnt, noch einmal irgendwo auf der Strecke zu halten, da es keine großen Parkplätze gibt.

 

Portpatrick

Fährüberfahrt

Fährüberfahrt

Belfast verabschiedete uns mit Dauerregen. Mit Stena Line setzten wir nach Cairnryan, Schottland, über. Die Fähre war diesmal nicht so voll, so dass wir bei unserer dritten Überfahrt endlich einen Platz an der Frontscheibe ergattern konnten. Es ist nicht viel Betrieb auf dem Kanal, nur wenige Schiffe verkehren dort. Ab und zu zogen ein paar Basstölpel direkt vor der Fähre vorbei. Vor Schottland lag eine Nebelbank, die sich jedoch auflöste, je näher wir kamen.
In Cairnryan bogen wir nach Süden ab und erreichten gegen 19 Uhr endlich den Campingplatz auf einer Farm, zwei Meilen weit im Nirgendwo, auf der Halbinsel Rhins (South Port o`Spittal, 10,- Pfund/Nacht). Es regnete immer noch.

Portpatrick

Portpatrick

Am nächsten Tag herrschte schönster Sonnenschein und bestes Wetter für den Abstecher nach Portpatrick. Den Ort hatte ein Campingreisender im Caravan Club Magazin empfohlen, sonst wären wir nie auf die Idee gekommen, hier vorbeizuschauen. Ein Besuch des kleinen Ortes mit seinen winzigen Häuschen lohnt sich wirklich. Portpatrick liegt tief in einer felsigen Bucht und möchte durch seine vielen kleinen Details entdeckt werden. Bei unserem Eintreffen waberte immer noch Nebel durch die Bucht und sorgte für eine eigenartige Stimmung, während darüber die Sonne und blauer Himmel leuchteten.
Rechts oben auf dem Berg steht ein großes Hotel, zu dem ein Weg nach oben auf die Klippen führt, wo man auch noch eine alte Beobachtungsstation findet. Der Weg ist Teil einer Langstreckenwanderroute.

Dunske Castle

Dunske Castle

Auf der anderen Seite des Hafens führt ebenfalls ein Weg auf die Klippen hinauf. Nur ein Stück weiter trifft man auf das Dunske Castle. Neben dem schmalen Weg liegt der Damm einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, der hier zwischen die Felsen gehauen wurde.
Es ist ein wunderschöner Flecken Erde. Wer auf die ruhige Meeresoberfläche schaut, kann vielleicht Delfine und Robben beobachten. Irland ist zum Greifen nah. Man erkennt sogar die Bucht von Belfast, wenn die Beleuchtung stimmt. Wenn es dunkel ist, blinken allerlei Leuchttürme von der irischen Seite herüber. Zwischen Portpatrick und Belfast liegen 21 Meilen.

Hafeneinfahrt

Hafeneinfahrt

Eine Felsenzunge trennt den Hafenbereich vom Strand, die dem Ganzen Ambiente eine besondere Note verleiht. Natürlich darf der Leuchtturm nicht fehlen, der jedoch nicht besucht werden kann. Dafür steht ein kleiner Golfplatz am anderen Ende des Ortes zur Verfügung, der für 2,50 Pfund von jedermann genutzt werden darf, Golfschläger und Bälle liegen bereit.

Nebel steigt auf

Nebel steigt auf

Über den Klippen breitet sich Farmland aus, mit satten Wiesen, auf denen Rinder, Schafe und Ziegen weiden. Überall liegen verstreut kleine Höfe. Es ist ein Ort für Erholungssuchende, die Ruhe zu schätzen wissen.

Belfast

Titanic Belfast

Titanic Belfast

Belfast hat uns sehr positiv überrascht. Am River Lagan gelegen zeigt sich die Stadt modern, mit vielen alten, gut erhaltenen Bauwerken durchsetzt. Zusammen ergibt sich daraus eine gelungene Kombination.
Auf dem alten Werftgelände, dem Titanic-Viertel, steht seit 2012 das Titanic Belfast, ein sehr markantes, modernes Gebäude, in dem das Thema Titanic verarbeitet wird. Gleich hinter dem Gebäude befanden sich 1911 die beiden Docks für die Titanic und ihr Schwesterschiff Olympic. Die Umrisse des Titanic-Oberdecks sind im Boden nachgezeichnet. Am Heck des Schiffes beginnt der Belfast Lough, das Hafengewässer der Stadt. Die Umrisse zeigen die Größe des Luxusliners, der weit über zweihundert Meter lang war und nicht einmal seine Jungfernfahrt überstand.

Titanic House

Titanic House

Von den alten Hafengebäuden stehen nur noch eine Hand voll, die gerade zum Titanic Hotel Belfast umgebaut werden. Ein Bebauungsplan zeigt, dass alles sonst, was außerdem jetzt dort ansässig ist, bis 2030 verschwunden sein wird. Das komplette alte Werftgelände soll ein neuer, hochmoderner Stadtteil werden, womit schon begonnen wurde.

SS Nomadic

SS Nomadic

In der Front zum Titanic Belfast befindet sich noch ein altes Dock, in dem das letzte überlebende Schiff der White Star Line liegt, die SS Nomadic. Sie war ein Tenderschiff für die großen Passagierdampfer, die die Zielhäfen wegen der zu geringen Wassertiefe nicht anlaufen konnten. Die SS Nomadic setzte die Passagiere dann über. Das Schiff ist zusammen mit dem Titanic Belfast gegen ein Eintrittsgeld zu besichtigen.

HMS Caroline

HMS Caroline

Der Straße weiter nach Norden folgend, kommt man an einem weiteren Schiff vorbei, der HMS Caroline. Mit diesem Schiff haben wir uns nicht weiter beschäftigt. Es sieht wie eine Art Fregatte aus.
Am Ende des Werftgeländes liegen gerade zwei Öl- oder Gasförderplattformen. Werden sie repariert oder verschrottet, wir wissen es nicht.

Blick über Belfast

Blick über Belfast

Die Altstadt von Belfast liegt auf der anderen Seite des River Lagan. Beide Seiten werden durch mehrere Brücken verbunden. Dazwischen steht ein Wehr.
Einen herrlichen Blick über ganz Belfast und seine Randgebiete bekommt man, wenn man die Kuppel der Victoria Square Mall besucht. Es ist eine elegante Glas-Stahlkonstruktion. Die Plattform, auf der man dort oben steht, schwankt etwas, da sie am oberen Ende nirgends befestigt ist. Die Aussicht jedenfalls ist grandios.

Rathaus von Belfast

Rathaus von Belfast

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Albert Clock, ein Uhrenturm, und das Rathaus, außen und innen sehenswert. Natürlich hat Belfast noch viel mehr zu bieten, aber an einem Tag kann man nicht alles sehen. Der St. George´s Market ist leider nur von Freitag bis Sonntag geöffnet. Das ist eine alte Markthalle, die sich uns am Montag nur leer präsentierte.

Beacon of Hope

Beacon of Hope

Zum Abschluss des Stadtbummels sollte man am River Lagan entlanglaufen, an dem eine riesige, kunstvolle Lady (Beacon of Hope) steht, die zu Frieden und Völkerverständigung aufruft. Hier kann man die verschiedenartigen Brücken und das Wehr noch einmal auf sich wirken lassen.
Wer günstig parken möchte, sollte den Parkplatz gleich unterhalb der Albertbrücke in Richtung Titanic Belfast ansteuern, 1 Stunde = 1,-Pfund, und über die Brücke in die Stadt laufen.

Ards Peninsula

am Fähranleger Strandford

am Fähranleger Strandford

Um die Halbinsel zu erreichen ist eine kurze Fährüberfahrt von Strangford nach Portaferry nötig. Der kleine Ort Strandford wird wieder von Touristen überrannt. Es ist kaum möglich, an die Fähre zu kommen, denn die Straßen sind komplett zugeparkt.
Als wir an der Fähre ankamen, fuhr die gerade ab. Fast eine halbe Stunde blieb Zeit, das Treiben zu beobachten. In zwei Reihen standen die PKW´s an der Fähre an, wir mit dem großen Motorhome dazwischen. Da kam ein Geländewagen mit Bootsanhänger, um das Boot an der Stelle ins Wasser zu lassen, wo die Wartenden in Doppelreihe anstanden. Der Fahrer des Geländewagens dirigierte die wartenden Autos solange um, bis er eine winzige Durchfahrt bekam. Gerade als er mit dem slippen fertig war, legte die Fähre an. Das war abgemessen.

in einem Vorgarten

in einem Vorgarten

Auf der Ards Halbinsel nahmen wir die A20 nach Norden, am Strangford Lough entlang. In Kircubbin fanden wir einen Stellplatz auf dem städtischen Parkplatz direkt am See. Von da aus lässt es sich gut durch den Ort oder am See entlang spazieren. Außerdem lädt ein schöner Picknickplatz zum Verweilen ein, wenn…, ja wenn es nicht schon wieder regnen würde.
Irgendwie sieht es hier aber auch schon wieder wie Herbst aus, Büsche verblühen und Bäume färben sich bunt und es ist noch nicht einmal Ende August.

Donaghadee

Donaghadee

Bei Greyabbey führt die B5 auf die Ostseite der Halbinsel, wieder ans Meer. Das schönste Stück Küste liegt zwischen Millisle und Bangor mit tollen Häusern, Villen, Palmen, immer wieder großen Affenbäumen und Eukalyptus sowie Sandstränden. Bei Ebbe werden allerdings überall die sonst im Wasser versteckten Felseninseln sichtbar.
Im The Common in Donaghadee ist ein ziemlich großer Stellplatz für Wohnmobile, direkt am Meer mit Möglichkeiten zum Spazieren gehen, entweder am Wasser oder in der Stadt. Schottland ist wieder in Sichtweite. Da der Hafen von Donaghadee Schottland am nächsten liegt, war die Stadt früher Anlaufpunkt für die Touristen der britischen Hauptinsel, bevor Belfast aufstieg. Die Wasserfront Donaghadees ist langgezogen und es stehen noch die meisten der alten Häuser. Über der Stadt thront seit 1945 ein Minicastle. Die Tafel am Castle ist kaum noch zu entziffern. Es ist nur noch zu lesen, dass es zum Gedenken an jemanden errichtet wurde.

alter Hafen von Bangor

alter Hafen von Bangor

Bangor besitzt eine große Marina, in der man Yachten bestaunen kann. Auf dem Parkplatz der Marina ist das Parken überraschenderweise kostenlos. Hinter der Marina befinden sich mehrere Hotels, auch hier wieder Palmen. Auf der großzügigen Mole mit dem Leuchtturm lässt es sich gut schlendern. Hier sah auch eine Robbe vorbei, die niemand weiter bemerkte. Am Leuchtturm erinnert ein großes Mosaik an den D-Day. Wie schon in vielen Hafenstädten der Britischen Inseln wurden auch in Bangor Vorbereitungen für die Landung in der Normandie 1944 getroffen.
Westlich der Marina schließt sich der alte Kern der Stadt an, mit dem alten Hafen, der heute nicht mehr genutzt wird. Das alte Häuserensemble ist prima herausgeputzt. Es ist eine sehr schöne Ecke zum Relaxen.

 

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