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Reisen rund um die Welt

Oban

Falls of Lora

Falls of Lora

Weiter am Ufer des Loch Linnhe nach Südwesten entlang, fanden wir einen weiteren Parkplatz, der zum Übernachten einlud. Der Platz liegt bei Appin. Von dort aus sind es noch 14 Meilen bis Oban.
Kurz vor Oban führt eine Brücke bei Connel über das Loch Etrive. Unter der Brücke findet man die Falls of Lora, aber nur, wenn die Ebbe am stärksten ist und das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus dem Loch fließt. Dann erkennt man die Stromschnellen, über die das Wasser in starken Strudeln abfließt, bis weit hinter der Brücke. Dieses eindrucksvolle Ereignis erinnerte uns stark an den größten Malstrom der Erde bei Bod
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in Norwegen. Außerhalb dieser Zeit ist von den Stromschnellen nichts zu erkennen und jeder wird sich fragen, wo man die Falls of Lora finden kann. Wir hatten Glück, gerade zur richtigen Zeit dort zu sein.

Oban

Oban

Die Stadt ist von Touristen fast überfüllt, der Verkehr fließt durch die engen Straßen nur zögernd. Oban schmiegt sich um eine halbkreisförmige Bucht, die Häuser ziehen sich einen Berghang hinauf. Alte und neue Gebäude harmonieren miteinander. Hoch über der Stadt zeigt sich der McCaig´s Tower. Es ist eine Nachbildung des Kolosseums in Rom. Nur ein Fußweg führt dort hinauf.
Vom Hafen aus starten Autofähren zu verschiedenen vorgelagerten Inseln, wie die Insel Mull. Kleinere Ausflugsboote bieten auch hier Fahrten zu Naturreservaten an.

Oban Destillierie

Oban Destillierie

Unser Hauptziel in Oban war jedoch die Destillerie, die zu den zwölf Destillerien des Diageo-Firmenverbundes gehört, genauso wie Blair Athol, die wir in Pitlochy besuchten. Deshalb war der Eintritt für uns kostenlos, da wir ja im Besitz des Whisky-Passes sind. Normalerweise kostet der Eintritt 8,- Pfund pro Person. Diesmal gehörten wir zu einer Gruppe, die eine Führung durch die Anlagen bekam. Die Ansagen des Guides waren die gleichen, die wir schon in Pitlochy gehört hatten. In Oban wird jedoch ein Whisky mit leicht torfigem Geschmack produziert, denn die Trocknung des Malzes geschieht unter Torfzugabe. Außerdem werden hier 1,3 Millionen Flaschen OBAN 14 Jahre abgefüllt, während es in Blair Athol nur 9000 Flaschen ihres Whiskys sind. Trotzdem zählt Oban, seit 1794 bestehend, zu den kleineren Traditionsdestillerien.
Zum Schluss durften wir einen 12 Jahre alten OBAN mit 69% Alkoholanteil probieren, allerdings nur in einer homäopatischen Dosis. Dazu bekam jeder Gast ein Original Oban Whiskyglas als Geschenk. Zum Schluss testeten wir einen OBAN 14 Jahre, das Hauptprodukt dieser Destillerie.

Am Fähranleger steht ein Imbissstand mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Alles ist superfrisch und fantastisch zubereitet, dazu recht preiswert, sehr zu empfehlen.

Stalker Castle

Stalker Castle

Die Aussichten am Wasser entlang sind wieder herrlich. Das beste Fotomotiv liefert aber das Stalker Castle vor Appin, auf einer kleinen Insel gelegen.

 

Fort William

Loch Ness im Regen

Loch Ness im Regen

Am nächsten verregneten Tag mit nächtlichen Gewittern setzten wir unsere Rundfahrt durch Schottland fort. Dafür mussten wir die Strecke nach Fort Augustus noch einmal mit dem Motorhome fahren, um nach Fort William zu gelangen. Diesmal erlebten wir das geheimnisvolle Loch Ness, nebelverhangen und ruhig. Die Wasseroberfläche bewegte sich kaum, aber hier und da trieben mysteriöse Wellenformationen über sie hinweg. Das haben wir noch bei keinem anderen See beobachtet. Sind diese Wellenformationen, bei etwas rauerer See wohl noch eindrucksvoller, der Hintergrund für die Nessie-Geschichten? Nessie ist keine Erfindung der Neuzeit. Erste Berichte sind schon sechshundert Jahre alt.

überall Wasserfälle

überall Wasserfälle

Am Ufer entlang stürzen sich heute, nach dem großen Regen, überall Wasserfälle über die steilen Uferhänge in die Tiefe, die gestern noch nicht da waren. Die Wasserfälle, die wir gestern sahen, führen heute 4-5mal soviel Wasser. Da kommen ganz schöne Wassermassen aus den Bergen herunter.

Abend am Loch Lochy

Abend am Loch Lochy

Durch eine wildromantische Tallandschaft führt die A82 am Loch Oich und am Loch Lochy vorbei, mal links vom See, mal rechts. Am Loch Lochy fanden wir einen wunderschön gelegenen Parkplatz direkt am Seeufer, der sogar eine Art Wohnmobilstellplatz hat. Wir konnten nicht anders, als dort zu übernachten. Die Wolken hingen immer noch tief, aber zwischendurch ließ sich auch kurz die Sonne sehen. Das zauberte eine ganz besondere Abendstimmung in die Berge und über den See. Ein kleines Lagerfeuer vollendete den schönen Abend. Die Abende sind auf diesem Breitengrad sehr lang. Bei schönem Wetter ist es noch um 23.15 Uhr nicht richtig dunkel.

Loch Lochy

Loch Lochy

Dieses ganze, gerade verlaufende, von der West- zur Ostküste Schottlands reichende Tal bezeichnet eine Linie, auf der vor Millionen von Jahren zwei Kontinente aufeinander trafen. Alles Land nördlich dieser Linie gehörte vor Millionen von Jahren zu Kanada, bis es sich entschied, von dort abzuwandern und irgendwann später an der britischen Insel anzudocken. Seither schob sich der nördliche Teil schon um die 200km nach links am südlichen Teil entlang und zerrieb die Gesteinsschicht an der Kollisionsstelle, die 3km breit und 40km tief ist. Die Gletscher der Eiszeit schoben diese losen Gesteinsmassen vor sich her und das Great Glen mit den Lochs entstand. Das Loch Ness ist 230m tief, das Loch Lochy 150m. Die Kollision formte auch die Caledonian Bergkette zu beiden Seiten. Wir finden das eine sehr interessante Geschichte, die alles noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Commando Memorial

Commando Memorial

Bei Spean Bridge, wieder auf den wunderschönen Höhen des schottischen Berglandes, steht das Commando Memorial, ein Denkmal für die britischen Kommandotruppen. In diesen Bergen lag ihr Trainingsgebiet für die Einsätze im 2. Weltkrieg. Inzwischen wird jedoch auch den Gefallenen in neueren Kriegen gedacht.

Ben Nevis

Ben Nevis

Wenn man in Fort William eintrifft, fällt sofort Großbritanniens höchster Berg, der 1344m hohe Ben Nevis auf. Der Berg erhebt sich direkt westlich der Stadt. Um ihn zu besteigen, ist allerdings eine längere Wanderung möglich.

Schleuse in Fort William

Schleuse in Fort William

Der Caledonian Kanal, der die Lochs in dieser geografischen Linie verbindet, muss vor den Schleusen in Fort Augustus zuerst das hiesige Schleusensystem passieren. Diesmal kamen wir zurecht, um Schleusungen zu beobachten. Motor- und Segelboote müssen neun Kammern überwinden. In Richtung Westen befinden sich direkt hinter dem letzten Schleusentor zwei Drehbrücken. Beide Brücken, eine für den Straßenverkehr, eine für die Eisenbahn, werden kurzfristig geöffnet, um die Boote durchfahren zu lassen. Solch eine Kombination ist wohl einmalig.

Hafengebiet von Fort William

Hafengebiet von Fort William

Die Stadt Fort William hat an sich nicht viel zu bieten, aber die Lage am Scheitelpunkt von Loch Eil und Loch Linnhe macht sie für einen Besuch attraktiv. Am Ufer findet man die Grundmauern eines alten Forts, mit Blick auf den Hafen, der zur Ebbe trocken liegt. Bei schönem Wetter bietet ein Spaziergang am Kai entlang schöne Ausblicke. Vom kleinen Pier starten Ausflugsfahrten in Naturschutzgebiete, in denen sich Seeadler oder Robben aufhalten sollen.

West Highland Museum

West Highland Museum

Im West Highland Museum, kostenloser Eintritt, Spenden werden gern angenommen, kann man sich über viele Gebiete der schottischen Highlands informieren. In einem alten Bankgebäude behandelt jedes Zimmer eine andere Geschichte, wie z.B. die der Jakobiter, archäologische Funde, die Natur und Geologie oder auch die britischen Kommandotruppen.

Glenfinnan Monument

Glenfinnan Monument

In Fort William startet eine alte Dampfloklinie nach Mallaig an der Westküste. Zuerst führt die Linie direkt am Loch Eil entlang, bevor sie in die Berge abbiegt. Das Viadukt der West Highland Line ist bei Glennfinnan zu sehen. Gleich gegenüber steht das Glenfinnan Monument am Loch Shiel. Es erinnert an die geschlagenen Jakobiten auf dem Schlachtfeld von Culloden 1746.

Übernachtet haben wir auf dem Linnhe Lochside Holidays Park bei Corpach, ein sehr schöner Platz am Loch Eil, für 22,50 Pfund pro Nacht.

Loch Ness

Loch Ness

Loch Ness

Zwischen zwei Regentagen ein sonniger Tag mit 25°C, wie gemacht für eine Rundtour um Loch Ness. Zuerst fuhren wir die A82 am Nordufer des Loch Ness entlang. An einigen Stellen sind Parkplätze eingerichtet, von denen aus man auf den See sehen kann. An beiden Ufern erheben sich ziemlich hohe Berge. Bei schönem Wetter sieht der See gar nicht so unheimlich aus, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Es ist ein See wie jeder andere auch, bis man nach Drumnadrochit kommt. In dem Ort dreht sich alles um Nessie, das Ungeheuer des Loch Ness. Es gibt eine Loch Ness Ausstellung, ein Nessie Land, Nessie Hotels usw.

Urquhart Castle

Urquhart Castle

An das Urquhart Castle kamen wir nicht heran, ohne eine halbe Stunde auf einen freiwerdenden Parkplatz zu warten. Deshalb stellten wir den Smart auf dem Busparkplatz ab und warfen einen kurzen Blick auf die Ruine des Castles. Der Eintritt kostet 8,50 Pfund pro Person.

Fort Augustus

Fort Augustus

So fuhren wir weiter, über Invermoriston nach Fort Augustus. Das ist ein netter Ort am Anfang von Loch Ness. Zwei Flüsse und der Caledoniankanal, Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut, speisen den See. Im Ort wird der Höhenunterschied des Caledoniankanals mittels fünf hintereinander liegenden Schleusenkammern überwunden. Es ist eine schöne Anlage, leider wollte gerade kein Boot hindurch.

Abbey Fort Augustus

Abbey Fort Augustus

Von Fort Augustus aus starten auch Ausflugsboote, die über den See fahren. Eine Fahrt kostet wohl 15,- Pfund.
Zwischen Schleuse und Bootsstegen überspannt eine Drehbrücke den Kanal, die zu festen Zeiten die Boote passieren lässt.
Die erhaltene Abbey steht auf einer Landzunge im Grünen. Ich weiß nicht, ob man sie besuchen kann. Wir begnügten uns mit deren Anblick.

im schottischen Hochland

im schottischen Hochland

Nachdem wir den See noch eine Weile genossen hatten, setzten wir die Fahrt am Südufer entlang fort. Dies ist nur eine schmale, meist einspurige Straße mit Ausweichstellen. Die Straße führt zuerst hoch in die Berge, in eine einmalig schöne Landschaft. So stellt man sich das schottische Hochland vor, allerdings ist der höchste Berg hier nur 470m hoch. Die Baumgrenze liegt bei etwa 400m. Da kann man sich in etwa vorstellen, wie es im Winter hier zugeht, denken wir. Am höchsten Punkt der Straße liegt ein Parkplatz, von dem aus man auf einem relativ kurzen Weg die Möglichkeit hat, einen Berggipfel erklimmen. Von dort oben eröffnet sich ein grandioser 360°-Blick über das herrliche Bergland.

Foyers Wasserfall

Foyers Wasserfall

Ein Stück weiter bei Foyers lockt ein sehenswerter Wasserfall. Es sind dreihundert Meter Fußweg durch den Wald und hinunter, aber er lohnt sich. Der Wasserfall liegt abgeschieden in einer Art großem Felsloch und besitzt einen Pool an seinem Ende.

In Höhe des Urquhart Castle befindet sich ein Picknickplatz. Von dort aus kann man auf das andere Ufer und Drumnadrochit sehen, aber es ist nicht wirklich viel zu erkennen.

Das waren ganz schön viele und überraschende Entdeckungen für einen Tag und uns blieb dann auch kaum Zeit, Ausschau nach Nessie zu halten, leider.

Nairn

Culbin

Culbin

Der Eigentümer der Druim Heath Farm gab uns einen Prospekt vom Culbin-Gebiet. Nach unserer Fahrradtour durch den Tentsmuir Forest interessierte uns das Gebiet sehr und so beschlossen wir, es zu besuchen.
Es ist eine Sanddünenlandschaft, auf der inzwischen Wald gewachsen ist. Ameisenhügel, Heidekraut und zu dieser Zeit sogar Pilze findet man in dem zumeist lichten Wald. Einen Rehbock sahen wir und zwei Eulen ließen sich hören. Die kleinen Teiche sind Lebensraum für Frösche und Kröten oder Libellen. Die wenigen Vögel lassen sich kaum sehen, man hört sie nur.
Die höchste der Sanddünen ist 15m hoch. Ein zweistündiger Wanderweg führt durch die Dünenlandschaft, mal hoch, mal runter.

Aussichtsturm

Aussichtsturm

Von einem Aussichtsturm sieht man auf die waldige Gegend und den Moray Fjord herunter.
Wer ganz viel Zeit hat und gut zu Fuß ist, kann auch den Otterpool besuchen. Dort sollen sich meistens bei Tagesanbruch Otter aufhalten, abends kommen Rehe zum trinken.

Stellplatz Nairn

Stellplatz Nairn

Nairn selbst besitzt einen schönen kleinen Hafen und ein Fluss erreicht den Fjord. Ebbe und Flut verändern ständig die Aussichten, herrlich anzusehen bei sonnigem Wetter. Im Hafen standen wir für zwei Nächte kostenlos. Durch Zufall fanden wir diesen Platz, der auch noch groß genug für unser Motorhome ist.

Fischerstadt

Fischerstadt

Golfplatz, Campingplatz und Strände finden sich hier. Die Fischerstadt mit den kleinen Häuschen hinter dem Hafen zeugt von alten Zeiten, als hier noch über zweihundert Fischer ein Auskommen hatten. Die Kaimauern stammen aus dieser Zeit.

Inverness

Cairnsgorm National Park

Cairnsgorm National Park

Auf dem Weg nach Inverness durchquerten wir den Cairnsgorm National Park, den höchsten Gebirgszug der Britischen Inseln. Dabei passiert man den Druimuachdar Pass, der auf 452 m Höhe liegt, dass heißt die Bahnstation liegt so hoch, die man in einiger Entfernung von der Straße aus sieht. Sie ist damit die höchstgelegene Bahnstation des britischen Bahnnetzwerkes. Wenn man sich die karge Landschaft ansieht, kommt man sich allerdings auf etwa 2000 Metern Höhe vor. Es ist eine dramatische Landschaft, sehr sehenswert.

River Ness in Inverness

River Ness in Inverness

Inverness liegt am River Ness, dessen Wasser direkt aus dem Loch Ness kommt. Der Fluss ist nicht tief, aber die Strömung ist gewaltig. Am Ufer des Flusses lässt es sich gut bummeln. Jeweils in Sichtweite überspannen zwei Fußgänger-Hängebrücken und eine massive Straßenbrücke den Fluss. Am linken Ufer steht die Kathedrale, auf der anderen Seite reihen sich das Castle, sowie die Türme zweier Kirchen aus dem Grün des Ufers.

Altstadt Inverness

Altstadt Inverness

Die Altstadt ist verkehrsberuhigt, so dass man sich voll auf das Shoppen konzentrieren kann. Es sind nicht so viele Menschen unterwegs, und gute und günstige Geschäfte gibt es genug. Das Stadtbild ist recht aufgelockert, so dass man Raum zum Atmen hat. Natürlich finden sich auch hier und da die üblichen engen Gassen. Uns gefiel Inverness.

Clava Cairns

Clava Cairns

Östlich von Inverness, bei Newlands, liegt sehr verborgen ein steinzeitlicher Friedhof, Clava Cairns. Die Grabanlagen sind drei- bis viertausend Jahre alt. Freigelegt sind zwei Grabanlagen, die aus Steinhügeln bestehen und in der Mitte einen kuppelüberdachten Raum besaßen. Diesen Raum erreichte man über schmale Gänge in den Steinhügeln. In ein paar Metern Entfernung zum Hügel steht ein Kreis aus mehreren großen, flachen Steinplatten.
Zwischen den beiden Grabanlagen befindet sich ein flacher Ring aus den gleichen Steinen, der jedoch keine Kuppel trug und wahrscheinlich zeremoniellen Riten diente.
Hier und da sind auf dem Gelände große Steinringe zu sehen, die jedoch wesentlich jünger sind.

Schlachtfeld von Culloden

Schlachtfeld von Culloden

Nur ein bis zwei Kilometer von dieser Stätte entfernt liegt das berühmte Schlachtfeld von Culloden. Hier fand 1746 die letzte Schlacht zwischen Engländern und Schotten statt. Die in einem Durcheinander auftretenden Schotten hatten jedoch gegen die in Schlachtordnung angetretenen Engländer keine Chance. Dies zeigt sehr anschaulich eine animierte Tafel in Museum.

Fort George

Fort George

Über das beschauliche Örtchen Ardersier gelangt man zum Fort George, welches sich auf einer Landzunge zum Moray Firth ausbreitet. Es ist rundherum von einem tiefen, breiten Wassergraben umgeben und kanonenbewehrt. In deren Schutz stehen die Gebäude für die Kommandantur und die Soldaten.

Für ein paar Nächte stehen wir auf dem einladenden Bauernhof Druim Heath bei Nairn, für 5,- Pfund pro Nacht. Inzwischen rufe ich selbst bei den Farmen an, um uns anzukündigen und nachzufragen, ob die Plätze auch für unser großes Motorhome befahrbar sind. Vor Ort stellen wir dann oft fest, dass die Eigentümer keine Ahnung haben, was da auf sie zukommt. Die meisten Farmer hier oben im Norden kümmern sich zudem wenig bis gar nicht um ihre Campinggäste, manche lassen sich nie sehen. Das Geld für die Übernachtungen hinterlässt man bei Abreise in einem Umschlag, fertig.

Pitlochry

Ortseingang

Ortseingang

Pitlochry ist ein reiner Touristenort in den Grampian Mountains, am River Tummel gelegen. Zudem ist er Ausgangspunkt für viele Unternehmungen ins Umland, Bergwandern, Seen besuchen, Angeln usw.

Fischtreppe

Fischtreppe

Im Ort ist neben der geschäftigen Hauptstraße der Staudamm mit der Fischtreppe zu besuchen. Im Staudamm ist ein Turbinenkraftwerk zur Stromerzeugung untergebracht. Durch ein Fenster kann man in einen der technischen Räume sehen. Eine Tafel zeigt die Funktion des Kraftwerks.
Um den Lachsen und Forellen beim Wandern flussaufwärts dabei zu helfen, den Damm zu überwinden, wurde eine Fischtreppe angelegt. An einem Abschnitt der Treppe ist ein Fenster eingelassen, durch dass sich, so denn welche da sind, die Fische beobachten lassen. Im Jahr werden um die 5400 Lachse und Forellen gezählt, die die Treppe passieren. Es besteht also eigentlich nur in der Wandersaison die Chance, einen der Fische zu sehen.

Blair Athol Destillerie

Blair Athol Destillerie

Pitlochry lockt auch mit zwei Wkisky-Destillerien. Die Edradour Destillerie. Sie ist Schottlands kleines Juwel und die letzte Destillerie, die alles noch in Handarbeit macht, limitiert und einzigartig. Leider kamen wir zu spät dort an und sie schloss gerade.
Deshalb besuchten wir die Blair Athol Destillerie. Der Eintritt kostet gerade einmal 7,- Pfund pro Person, inklusive einer kleinen Probe des Endproduktes. Wir waren gleich um 10 Uhr zur Öffnung da und wollten uns einer Reisegruppe anschließen. Dann begrüßte uns eine nette junge Frau, wahrscheinlich französische Studentin, und begann eine Privatführung für uns. Das fanden wir sehr in Ordnung, hatten wir so die Möglichkeit, Fragen zu stellen und etwas intensiver zu schauen.

Die Blair Athol Destillerie produzierte schon immer besonders guten Whisky, allerdings keinen mit einem torfigen Geschmack. Jedes Jahr werden 3 Millionen Liter Alkohol hergestellt. 99,7% davon gehen zu anderen Produktionsstätten, um der Herstellung von Blended Whiskys zu dienen. Die restlichen 0,3% werden zu guten Single Malts umgewandelt. Nach mindestens zwei Destillaten kommt der Alkohol in die Fässer, der für die Blended Whiskys in Eichenfässen, die aus den USA kommen. Denn die Amerikaner verwenden die Fässer für ihre Bourbon nur einmal. Hier werden sie weiterverwendet, und zwar viele Male.
Der Alkohol für die Single Malts reift in Fässern aus Kirschholz. Diese Fässer werden nur zweimal verwendet, da sie dann ausgelaugt sind und kein Aroma mehr während der Lagerung an die Whiskys abgeben können. Die Lagerung dauert mindestens 3 Jahre. Je länger der Whisky reift, umso dunkler und aromatischer wird er. Dabei verliert er aber auch an Volumen, was ihn zusätzlich so teuer macht.
In den Lagerräumen warten Fässer aus 1968 auf ihre Weiterverarbeitung. Dieser alte Whisky ist dunkelbraun und sehr weich im Geschmack, weil sich über die vielen Jahre auch der Alkohol in den Fässern abbaut. Diese edlen Tropfen ergeben zusammen mit anderen edlen Tropfen sehr teure Blended Whiskys.

im Verkaufsraum

im Verkaufsraum

Diese Führung war sehr interessant. Zum Schluss durften wir noch einen Single Malt probieren, aber nicht, ohne vorher über die Trinkkultur gesprochen zu haben. Ein Single Malt Whisky sollte immer handwarm getrunken werden. Dadurch bekommt er mehr Aroma. Sollte jemandem der Geschmack zu extrem sein, oder der Alkoholwert zu hoch, darf er maximal zwei Tropfen Wasser dazugeben. Das reicht, um der Whisky etwas runder zu machen. Ein Single Malt auf Eis ist in Schottland ein Sakrileg, wie sich unsere Führerin ausdrückte. Dafür sind die guten Tropfen viel zu schade.
Zum Schluss bekamen wir noch einen Passport, mit dem wir in 11 weiteren Destillierien, die dem Firmenverbund Diageo Scotland Ltd. angehören, kostenlos Führungen bekommen können. Zudem sparen wir jedes Mal 5,- Pfund für eine 0,7l Single Malt Whisky Flasche, wie schon bei dieser Besichtigung. Der Passport behält lebenslange Gültigkeit.

Übernachtet haben wir im Faskally Caravan Park, für 26,- Pfund die Nacht. In den Grampian Mountains existieren nur sehr wenige Plätze des Caravan Club und wir fuhren wieder auf gut Glück nach Pitlochry. Nur mit Glück fanden wir den Faskally Caravan Park, zumal auch Wochenende war.

St Andrews

The Beeches

The Beeches

Von Edinburgh aus fuhren wir weiter Richtung Norden und durchquerten die Halbinsel Fife bis in die Nähe von St Andrews. Dort verbrachten wir mehrere Nächte auf einer Wiese am Tentsmuir Forest im Nordostzipfel der Halbinsel Fife. Der Stellplatz nennt sich The Beeches bei Tayport und kostet 5,- Pfund pro Nacht. Auf der Halbinsel Fife herrscht Landwirtschaft vor, Rinder und Schafe gibt es nur sehr wenige. Apropos Schafe: da in Großbritannien sehr viele Schafe gehalten werden, ist das Fleisch relativ günstig und wir können uns öfter einmal an Lammfleisch gütlich tun.

Old Course

Old Course

Nur ein paar Meilen entfernt liegt der Badeort St Andrews. Die Stadt ist zudem die Heimatstadt des Golfsports und hier befindet sich auch der älteste Golfplatz der Welt, the Old Course. In dieser Stadt werden alle weltweit geltenden Golfregeln festgelegt. Im British Golf Museum erfährt man alles über den Golfsport.

Castle St Andrews

Castle St Andrews

Die Altstadt von St Andrews war, wie viele alte Städte, von einer Stadtmauer umgeben. Teile der Stadtmauer sind noch im Bereich des Castles, der Kathedrale und am Hafen erhalten, zudem das Westtor.
Der älteste Bau war die Kirche St. Mary on the Rocks aus dem 9. oder 10. Jahrhundert, wenig später wurde das Castle gebaut. Von der Kirche sind nur noch die Grundmauern vorhanden. Das alte Castle wurde zerstört und im 15. Jahrhundert durch ein neues ersetzt, von dem nun auch nur noch Ruinen übrig sind.

Friedhofsmauer

Friedhofsmauer

Auch die einstmals größte schottische Kathedrale und die benachbarte St. Rule´s-Kirche aus dem 15. Jahrhundert sind nur noch Ruinen, von denen jedoch noch beeindruckende Teile erhalten sind. Der große zugehörige Friedhof weist eine Besonderheit auf. In die den Friedhof umgebende Mauer sind auf der ganzen Länge Grabsteine eingelassen, die Gräber liegen davor und werden durch eine flache Mauer begrenzt.

Fischerhafen

Fischerhafen

Nach dem Trubel in der Stadt kann man sich bei einem Spaziergang auf der Mole, am Fischerhafen entlang oder am Sandstrand entspannen. Der Tidenhub ist groß, so dass das Wasser am flachen Strand bei Ebbe weit zurückweicht.

Tayport

Tayport

Tayport ist ein kleiner Ort mit einem noch kleineren Hafen im Norden. Von hier aus erstreckt sich die felsige Küste am Firth of Tay entlang. Wie schon im Firth of Forth steht auch im Firth of Tay eine große Bohrinsel im Fjord. Sie fördern offensichtlich Öl, denn am Firth of Forth bekam ich ölverschmierte Füße, als ich an der Brücke zum Cramond Island entlang spazierte. Vor dem Verzehr von Muscheln und Schnecken wird gewarnt, soviel zum Thema umweltfreundliche Bohrinseln.

Panzersperren am Forth of Tay

Panzersperren am Forth of Tay

Der Süden von Tayport ist recht nett mit weiten Sandstränden und einem schön angelegten Park.
Noch weiter im Süden finden sich Reste einer polnischen Verteidigungslinie entlang der Wasserlinie der Bucht Tayport Heath, große Betonklötze als Panzersperren sowie Bunkeranlagen.

Robben am Tentsmuir Point

Robben am Tentsmuir Point

Der Tentsmuir Forest bietet sich für eine herrliche Fahrradtour an, zumindest bei schönem Wetter, so wie es uns endlich einmal vergönnt war. Bei unserer 16 Kilometer langen Tour fuhren wir durch dichten und offenen Wald, mit übermannshohem Farn und Lichtungen. Abstecher zur nahen Küste sind immer wieder möglich.
Am Tentsmuir Point ist eine Beobachtung von Robben so gut wie wahrscheinlich. Leider liegt die Gruppe sehr weit vom Land weg auf einer Sandbank. Kommt man ihnen nahe genug, hört man sogar ihre Laute.

Eishaus

Eishaus

Ein altes steinernes Eishaus berichtet von alten Zeiten, als hier noch der Lachsfang ein großes Geschäft war. Die gefangenen Lachse wurden hier bis zum Abtransport zu den Händlern kalt aufbewahrt.
Das Tentsmuir-Gebiet kann auf eine sehr lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Schon vor 8000 Jahren siedelten hier Menschen, vor 7000 Jahre fegte ein Tsunami über das Gebiet hinweg und veränderte die Landschaft. Lange danach legten die Römer Camps an, 500 Jahre später übernahmen die Wikinger das Gebiet. Nach ihnen jagten die schottischen Könige hier, und um 1100 kam ein Mönch, um die seiner Meinung nach Gesetzlosen und Banditen zu bekehren. Mitte der 1780er ging vor der Küste eine dänische Flotte unter. Die Überlebenden fristeten ihr Dasein in Zelten und gaben dem Gebiet seinen Namen Tentsmuir. Nach einer turbulenten Neuzeit sind Teile des Tentsmuirs Naturschutzgebiet.

Broughty Castle

Broughty Castle

Auf der anderen Seite des Firth of Tay, östlich von Dundee, findet man das Broughty Castle. Seine Wurzeln gehen bis in das Jahr 1454 zurück. Seither wurde es erweitert und umgebaut. Erst war es schottisches Wohnhaus, dann wurde es im 16. Jahrhundert englische Garnison, irgendwann verfiel es. Seit 1846 diente es der Eisenbahn, die hier einen Fährhafen unterhielt. Ab 1855 wurde Broughty Castle zum Fort umgebaut. Eine Weile dienten hier auch schottische Soldaten, die Unterwasserminen im Firth of Tay, aber auch anderswo in der Welt, verlegten.

Käsetaler mit Taubnesseln

Käsetaler mit Taubnesseln

Die Wiese bei Tayport, auf der unser Motorhome steht, bietet uns auch Nahrung. Einen Abend standen Ziegenkäsetaler mit Taubnesseln auf dem Tisch, am anderen Abend gab uns die Natur Pilze, Hexenröhrlinge und Pfifferlinge, ausreichend für zwei gute Portionen. Die Riesenboviste waren leider schon zu weit und nicht mehr genießbar.

Edinburgh

Edinburgh Caravan Club Site

Edinburgh Caravan Club Site

Wir stehen auf dem Edinburgh Caravan Club Platz im Nordwesten der Stadt, fast direkt am Firth of Forth, dem größten Fjord Schottlands. Zur Abwechslung müssen wir mal einen Platz mit allen Annehmlichkeiten aufsuchen, Wäsche waschen, ausgiebig duschen und unbegrenzt WIFI. Es ist mit 27,50 Pfund jedoch ganz schön teuer, zudem sind jetzt Ferien. Aber in der Nähe fährt ein Bus ins Zentrum von Edinburgh. Das Tagesticket kostet 4,- Pfund pro Person. Das ist wieder ein Pluspunkt.

Brückenreste

Brückenreste

Am ersten Nachmittag schlenderten wir am Strand entlang, westlich vom Campingplatz. Es war gerade Ebbe und wir spazierten an der Wasserlinie bis zur alten Brücke zum Cramond Island. Von der Brücke stehen nur noch die Pfeiler. Bei Ebbe gelangt man trockenen Fußes zur Insel. Auf Cramond Island siedelten zuerst die Römer, dann kamen im 6. Jahrhundert die ersten Christen. Man hat dort alte Gräber aus dieser Zeit gefunden. Im 2. Weltkrieg diente Cramond Island als Verteidigungsstützpunkt gegen feindliche U-Boote. Heute nehmen die Touristen die Insel in Beschlag.

Flussmündung

Flussmündung

Kurz bevor wir die Brücke erreichten setzte die Flut ein, erst unmerklich, dann hörte man die kleinen Flutwellen. Das Geräusch kennen wir nun schon von mehreren Orten auf der Welt. Die letzten Besucher der Insel mussten barfuß zurück kommen. Um die 100 Leute müssen jedes Jahr von der Insel gerettet werden, gibt eine Tafel der Seenotrettung bekannt.
Eine wunderschöne, kilometerlange Promenade mit viel Grün lädt zum Entspannen, Spazieren, Laufen oder Fahrrad fahren ein.

Romanes & Paterson

Romanes & Paterson

Die Hauptstadt von Schottland an einem Tag erleben zu wollen, ist nicht möglich. Deshalb suchten wir uns auf dem Stadtplan ein paar Punkte heraus, die wir besuchen wollten. Ein paar Highlights, die jeder Tourist gesehen haben sollte, wenn er in Edinburgh ist. Wie gesagt, fuhren wir mit dem Stadtbus, der Linie 16, ins Stadtzentrum und stiegen am York Place aus. Das war zwar das andere Ende als wir das geplant hatten, weil wir den falschen Bus erwischt hatten, aber das war egal. So spazierten wir zuerst die Princes Street vom Calton Hill aus in Richtung Castle entlang. Rechts der Princes Street dehnt sich die Neustadt aus, links davon die tief gelegenen Streets Gardens. Die Princes Street ist eine moderne Einkaufsmeile, mit dem ältesten Kaufhaus der Stadt, dem Romanes & Paterson von 1808.

Scott-Denkmal

Scott-Denkmal

Ein Blickfang ist das Sir Walter Scott Denkmal, welches man für 5,- Pfund besteigen kann. An allen Ecken stehen Dudelsackspieler, die alle die gleiche schottische Melodie spielen. Das ist zwar schön, aber auf die Dauer ziemlich nervig.

Castle Eingang

Castle Eingang

Zum Castle hoch gelangt man über die The Mound und die Ramsey Lane, über die man die Royale Mile erreicht. Rechterhand liegt der Castle Hill. Eigentlich wollten wir von hier oben aus über die Stadt Edinburgh schauen, aber gerade jetzt baute man um den gesamten Burghof Zuschauerränge auf. Auf dem Burghof soll dann das Military Tattoo, eine große Militärparade abgehalten werden.

The Scotch Whisky Experience

The Scotch Whisky Experience

Dann lenkten wir unsere Schritte die Royal Mile hinunter, durch die Altstadt. Dort findet man gleich die Camera Obscura, das The Scotch Whisky Experience, eine Destillerie. Für 14,50 Pfund pro Person kann man an einer Führung teilnehmen. Im Shop werden Whiskys aus dem ganzen Gebiet der Britischen Inseln angeboten. Die Preise sind ebenso gepfeffert.

an der Royal Mile

an der Royal Mile

Das besondere an Edinburgh sind die ungewöhnlich hohen Häuser. Sie besitzen bis zu 10 Etagen. Das Castle schützte die Stadt vor Jahrhunderten gegen die Angriffe der Engländer. Die Bewohner der Stadt rückten mit den Wohnhäusern also dicht an die Burg heran. Der Raum für die vielen Leute war jedoch zu gering, so bauten sie in die Höhe. So kamen auch die kleinen Closes zustande, Hinterhöfe bzw. kleine Verbindungswege zwischen den größeren Straßen. Die meisten Closes sind nur Abstellräume, einige davon sind aber sehr schön gemacht oder beherbergen kleinste Kneipen.

kleinster Pub Schottlands

kleinster Pub Schottlands

Ein Abstecher zum Grassmarket lohnt sich kaum, allerdings findet man hier den kleinsten Pub Schottlands.

Greyfriars Bobby

Greyfriars Bobby

Der Candlemaker Row folgend, erreicht man den Greyfriars Kirkyard, auf dem es angeblich spuken soll. In der Nähe des Friedhofs steht Greyfriars Bobby, ein kleiner Hund. Dessen Nase zu reiben soll Glück bringen.
Auf der anderen Straßenseite steht das National Museum of Scotland. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freut sich das Museum. Es ist ein Museum, welches so ziemlich alles in Schottland zum Thema hat, wie Wohnen, Handwerk, Wissenschaft und vieles mehr. Es ist ein lebendiges Museum, in vielen Teilen auch interaktiv. Man kann probieren und experimentieren.

Kunstmarkt

Kunstmarkt

Wieder auf der Royal Mile trifft man auf einen kleinen Kunstmarkt, der in einer Kirche untergebracht ist.
Die mittelalterliche Altstadt mit ihren Natursteinstraßen und -wegen, engen Gassen und hohen Häusern ist sehenswert, auch wenn viele Menschen dort unterwegs sind.

Firth of Forth Brücke

Firth of Forth Brücke

Zum Abschluss des Tages besichtigten wir die eigenwillige Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth, den längsten Fjord Großbritanniens. Rostrot ragt die einmalige Konstruktion in den Himmel und über den Fjord. Genau an dieser Stelle spannte sich im 2.Weltkrieg eine U-Boot-Sperre im Wasser. Am gegenüberliegenden Ufer stehen noch die Ruinen des alten Forts.

Firth of Forth Brücken

Firth of Forth Brücken

Links der Eisenbahnbrücke spannt sich die Forth Bridge, eine Hängebrücke. Gleich daneben entsteht gerade eine dritte Brücke, ebenfalls eine Hängebrücke, jedoch anderer Bauart. Man sieht also an einer Stelle gleich drei verschiedene Brückenarten.
Der Ort South Queensferry sieht immer noch so aus, wie er Anfang des 19. Jahrhundert aussah. Damals legte hier die königliche Fähre an, die zwischen hier und dem Edinburgh Castle pendelte.

 

 

Jedburgh – Kelso

k-DSC05596Inzwischen hat sich die Landschaft ein weiteres Mal geändert. Jetzt herrschen Grasland, noch mehr Schafe, Mäuerchen und kleine Waldstücke vor. Apropos Mäuerchen: viele dieser Steinmauern, die als Weide- und Grundstückbegrenzungen dienen und allerorten zu finden sind, stammen wohl von den römischen Forts und dem Hadrianswall, wie wahrscheinlich viele Wohnhäuser. Die Steine waren leicht zu beschaffen und ein idealer Baustoff für dieses nasse Wetter.

Carter Bar

Carter Bar

Am 07. Juli 2016 überquerten wir die englisch-schottische Grenze auf der A68, an der Carter Bar. Zuvor fuhren wir durch den Northhumberland National Park. Der Nationalpark ist ziemlich groß und ein Naturparadies, ideal für Wanderer. Es führen kaum Straßen hindurch.
An der Carter Bar hatten sogar wir mit unserem großen Motorhome Gelegenheit, anzuhalten und die herrliche Landschaft und Aussicht auf Schottland zu genießen.

Schottland

Schottland

Schottland empfing uns mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. In der kurzen Zeit, in der wir verweilten, hielten mehrere deutsche und belgische PKWs, sogar ein deutscher Reisebus. Er ist auf einer 6-Tage-Rundfahrt über Glasgow und Edinburgh unterwegs.
Immer, wenn ein Reisebus hält, spielt ein älterer schottischer Herr mit allem Drum und Dran Dudelsack, nebenbei verkauft er Souvenirs. Es ist ein wirklich schöner Flecken Erde.

Einfahrt Ashieburn House

Einfahrt Ashieburn House

Die Stellplatzsuche gestaltete sich diesmal etwas schwierig. Wir hatten nicht vorgebucht, weil wir sehen wollten, ob wir auch irgendwo so stehen können. In Schottland soll das ja einfacher sein. Da wir nichts fanden, fuhren wir einen der Plätze des Caravan Club an, The Bairnkine Farm kurz vor Jedburgh. Dort fanden wir eine Wiese direkt neben einem Kuhstall, der Gestank war unerträglich, dazu voller Fliegen. Das wollten wir uns nicht antun und so fuhren wir weiter. Kurz hinter Jedburgh, bei Ancrum, fanden wir Ashieburn House, ein schöner kleiner und ruhiger Platz auf einem sehr gepflegten Grundstück, für 12,- Pfund die Nacht. Allerdings ist die Einfahrt so eng, dass es Millimeterarbeit ist, das Motorhome dort hindurch zu fädeln, Straßensperrung inklusive.

Straßenfest in Jedburgh

Straßenfest in Jedburgh

Bei unserem Besuch von Jedburgh trafen wir am Ortseingang auf eine Sperrung der Straße durch das Ordnungsamt. Wir durften passieren und suchten uns einen Parkplatz. Der zentrale Parkplatz, wie auch die Parkplätze bis dahin, waren alle mit Pferdeanhängern blockiert. Was geht hier bloß ab, fragten wir uns. Nachdem wir mit dem kleinen Smart doch noch ein Plätzchen ergattert hatten, spazierten wir auf die Abbey zu und hörten schon Musik. Vor der Abbey spielte ein Orchester, Musiker in Schottentracht standen bereit.

Castle and Jail

Castle and Jail

Nachdem wir eine Weile zugehört hatten, spazierten wir zum Castle and Jail, auf einem Hügel hinter der Abbey gelegen. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird gerne angenommen. Eigentlich ist das ganze nur ein Gefängnis. Der Mittelbau mit dem Glockenturm, diente dem Gefängniswärter und seiner Familie sowie seinem Helfer als Wohnstätte. Die Glocke wurde immer dann geläutet, wenn ein Gefangener zu fliehen versuchte. Dieses Wohnhaus zeigt in einer Ausstellung die Geschichte der Stadt Jedburgh, die auch mit dem Leben der Maria Steward, Königin von Schottland, verbunden ist.

Zellenblock

Zellenblock

Um das Wohnhaus gruppieren sich drei Zellenblöcke. Um 1820 wurde das Gefängnis eingerichtet. Damals waren noch Männer, Frauen und Kinder zusammen untergebracht, egal für welche Verbrechen sie einsaßen, es gab keine Heizung und nur spärliche Verpflegung. Etwa um 1850 trennte man die drei Gefangenengruppen und jede bewohnte einen Zellenblock. Freigang war nur auf einem kleinen Hof möglich. Es wurde jeweils ein Gefangener bestimmt, der sich durch gute Führung auszeichnete. Er bekam eine Zelle mit Kamin, durfte für die Insassen einkaufen oder sogar Tabak konsumieren.
In den Zellenblöcken für Männer und Frauen gab es im Erdgeschoss einen Gemeinschaftsbereich, oben befanden sich die Zellen. Der Block für die Schwererziehbaren (Kinder und Jugendliche) besaß solch einen Raum nicht.

Jedburgh Abbey

Jedburgh Abbey

Für die Abbey von Jedburgh wird Eintritt verlangt, deshalb besichtigten wir sie nur von außen. Es sind nur noch Ruinen von ihr übrig. Die Abbey stand bei ihrem Bau im 12. Jahrhundert an der englisch-schottischen Grenze. Die Engländer fielen dann im 14. Jahrhundert immer wieder bei den Schotten ein und zerstörten diese Abbey und weitere Abbeys, wie die von Kelso, Melrose und Dryburgh, mehrfach und gründlich. Jedburgh Abbey war die reichste Abbey.

Jedburgh Callants Festival

Jedburgh Callants Festival

Inzwischen war ein Umzug in Jedburgh voll im Gange. Die Musikgruppe in den schottischen Kleidern führte den Zug an, dann folgten jede Menge Reiter. Vor der Abbey nahmen etwas später ein paar vornehm gekleidete Leute Aufstellung, an denen der Zug später vorbeimarschierte. Die Straßen waren von Menschenmassen gesäumt, es war ein wirklich großes Ereignis. In der Touristinfo erfuhren wir, dass es sich um das Jedburgh Callants Festival handelt, welches jedes Jahr um diese Zeit stattfindet. Es erinnert an die Zeiten des 13. und 14. Jahrhunderts, als die Schotten ihre Grenze gegen die Engländer verteidigten. Um sich vor Übergriffen zu schützen, patroullierten die verschiedenen Familien an der Grenze entlang.

Kelso Abbey

Kelso Abbey

Kelso liegt am River Tweed und besitzt eigentlich keine alten Bauten. Dafür haben die Engländer in drei Jahrhunderten gesorgt. So besitzt Kelso mit dem großen Marktplatz einen eigenen Charme. Kelso Abbey war einmal die größte der Border-Abbeys, heute ist am wenigsten von ihr übrig.

River Tweed

River Tweed

In der Nähe der Abbey-Ruine befindet sich eine Brücke über den Tweed. Von hier hat man eine schöne Sicht auf die Rückseite von Kelso, wo schöne Wiesen und Terrassen liegen.
Auf der anderen Seite des Flusses zeigt sich Floors Castle, ein Prachtbau, der 1721 gebaut wurde und noch heute von der Familie bewohnt wird. Es ist für Besucher geöffnet.

 

Hadrianswall

Hadrianswall

Hadrianswall

Quer durch das ganze englische Land zieht sich ein zweitausend Jahre alter Wall. Die Römer begrenzten mit diesem gigantischen Bauwerk die nördlichste Front ihres Riesenreiches, das sich von hier über ganz Europa, Teile Asiens bis nach Nordafrika erstreckte. Genauer gesagt bauten drei römische Legionen, die 2., die 6. und die 20. Legion, sieben Jahre lang eine 120 km lange Grenze, die aus verschiedenen Bauwerken bestand. Vor der Mauer zog sich ein Wall- und Grabensystem durch die Landschaft, an dem Signaltürme in Sichtweite zueinander aufgestellt waren. Die Mauer selbst war bis zu 3,10m breit und bis zu 4,5m hoch. Alle 500 Meter wurde sie von Beobachtungstürmen durchbrochen, alle eine römische Meile (1,48km) befand sich ein Meilenfort, dazu gab es mehrere Wohnforts. Zusammen zählte der Wall 16 Forts mit 9000 römischen Soldaten. Annehmlichkeiten wie Bäder, Latrinen mit Wasserspülung und guter Küche waren selbstverständlich.
Auftraggeber dieses Bauwerks war der römische Kaiser Hadrian. Er besuchte 122 n.Chr. Britannien und befahl anschließend den Bau der Grenze zu den Barbaren, wie alle Bewohner außerhalb des römischen Reiches genannt wurden. Der Wall hatte bis zum Ende des Römerreiches um 410 n.Chr. Bestand.

Wir besuchten zuerst den westlichen, noch zum Teil erhaltenen Abschnitt des Hadrianswalls. Man erreicht ihn, wenn man von Brampton aus nordöstlich nach Lanercost fährt. Zuerst trifft man auf die Lanercost Priory, ein Kloster, das jedoch nicht römisch ist.

Bank East Turret.

Bank East Turret.

Das erste Zeichen des Walls, mit einem winzigen Stück Mauer, ist ein Beobachtungsturm, der Bank East Turret. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf das hügelige Land, mit dem Denton Fell im Hintergrund, einem hohen Gebirgszug.
Der nächste angegebene Punkt, der Pike Hill Signal Tower, ist anscheinend nur zu Fuß zu erreichen, denn an der Straße konnten wir ihn nicht finden. Nebenbei bemerkt, können diejenigen, die Zeit und Lust genug dafür haben, den Wall über seine ganze Länge zu Fuß erkunden.

Birdoswald Roman Fort

Birdoswald Roman Fort

Der Straße weiter folgend, an weiteren Beobachtungstürmen vorbei, beginnt wieder ein langes Stück Mauer, welches bis zum Birdoswald Roman Fort führt. Mit dem English Heritage Pass, in dessen Besitz wir wie gesagt sind, konnten wir das Fort kostenlos besichtigen. Normalerweise kostet das 6,80 Pfund pro Person. Zu sehen sind Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die auf Grundmauern des Forts errichtet wurden. Sie gehörten einst zu einer Farm, heute sind sie Museum und Jugendherberge. Hinter diesen Gebäuden sind ein paar Grundmauern des Westtores, einer Trainingshalle für die Infanterie und weiteren Gebäuden ausgegraben, sowie die Umfassungsmauern des Forts. Die Fläche dient als Schafweide und man muss aufpassen, wohin man seine Schritte setzt.

Poltross Burn Milecastle

Poltross Burn Milecastle

Irgendwann stößt man auf die Straße B6318 Richtung Greenhead, der man ein Stück bis zu einem Parkplatz folgt. Rechterhand führt ein kurzer Wanderweg, abermals eine Schafweide und eine Bahntrasse überquerend, zum Poltross Burn Milecastle. Das ist ein etwas abenteuerlicher Weg, den auch die Langstreckenwanderer nehmen. In einiger Entfernung verläuft wieder der Hadrianswall, unauffällig und umzäunt. Das Fort liegt an einem steilen Hang, der zu einem Fluss hinunterführt. Ein Abstecher nach da unten lohnt ebenfalls, um sich kleine Wasserfälle und die Bahnbrücke anzusehen.

Willowfort

Willowfort

Vom genannten Parkplatz nach links führt ein Weg direkt am Wall entlang, eine halbe Meile weit, bis zum Willowford. Das ist heute eine Farm, die im Grunde aus einem römischen Wohnhaus erwuchs, welches sich ein römischer Soldat der 5. Kohorte der Centurie von Gellius Philippus dort baute. Ein Stück weiter dem Wall folgend, trifft man noch einmal auf einen Beobachtungsturm. Dann ist das 914 m lange Teilstück des Hadrianswalls zu Ende.

Barron House

Barron House

Am zweiten Tag unserer Entdeckungsreise zum Hadrianswall erkundeten wir den östlichen Teil. Wir stehen auf einer Wiese in der Nähe von Gilsland, am Weg zum Barron House (11,- Pfund die Nacht mit Strom).

Thirlwall Castle

Thirlwall Castle

Zwischen der Wiese und Greenhead liegt ein Parkplatz, von dem aus das Thirlwall Castle zu finden ist. Es ist ein mächtiges Wohnhaus der Familie Thirlwall aus dem frühen 14. Jahrhundert, aus Steinen des Hadrianswalls gebaut. Eine Zeichnung zeigt, wie es wohl ausgesehen hat. Im Untergeschoss waren die Tiere untergebracht, darüber wohnte man und unter dem Dach befand sich der Schlafbereich. Meterdicke Mauern schützten die Bewohner vor Kälte und Wind und vor allem unwillkommenen Gästen.

Roman Army Museum

Roman Army Museum

Als nächstes Ziel bietet sich das Roman Army Museum an. Da es nur 5,50 Pfund pro Person kostet, entschlossen wir uns zu dessen Besuch. Anschauliche Figuren, ausgestattet mit allem, was ein Römer braucht, empfangen die Besucher. Außerdem erzählt eine interaktive Tafel von der Entstehung und dem Zerfall des römischen Reiches. Einem Gang, der Zeitgeschichte einiger römischer Kaiser folgend, gelangt man in ein Kino. Dort wird ein halbstündiger 3D-Film über den Hadrianswall und das Leben der römischen Soldaten in den Forts gezeigt, unglaublich realistisch. Aus der Sicht eines Adlers blickt man dabei auf die Erde und erfährt, dass wesentlich mehr unter der Erde schlummert, als bisher ausgegraben wurde.
Die meisten Soldaten waren jedoch keine Römer, sondern Einwohner der eroberten Gebiete, die Dienst für das römische Reich tun mussten. Sie wurden für 25 Jahre verpflichtet und durften in dieser Zeit nicht in ihre Heimatdörfer zurück. Viele sahen ihre Heimat nie wieder. Hier am Nordende des römischen Reiches wurden die besten der Besten stationiert. Sie wurden neben dem Kampftraining auch trainiert, dem kalten und windigen Wetter in dieser Abgeschiedenheit zu trotzen.
Auf dem weiteren Weg durch das Museum sind ausgegrabene Relikte ausgestellt, sowie nachgebaute Waffen und Schilde. Man darf sogar einmal selbst versuchen, einen Bogen zu spannen. Dabei muss man genau die richtige Spannung erreichen, sonst fliegt der Pfeil zu kurz oder zu weit. Das Ergebnis des Selbstversuches wird auch gleich angezeigt und man kann versuchen, es besser zu machen.

Walltown Crags

Walltown Crags

Der spektakulärste Punkt des Hadrianswalls ist Walltown Crags. Schon im Film haben wir diesen Abschnitt von oben gesehen. Hier verläuft der Wall kilometerweit direkt an einer hohen Abbruchkante entlang, von einem Meilenfort unterbrochen. Die hügelige Landschaft ist grandios.
Wenn man nach rechts blickt, erkennt man den höchsten Punkt des Hadrianswalls, mit einem weißen Stein gekennzeichnet. Der Langstreckenwanderweg führt immer genau an der Mauer entlang.

Walltown Quarry

Walltown Quarry

Nur einen Katzensprung entfernt findet man Walltown Quarry. Ein Steinbruch, der heute mit Grundwasser gefüllt ist und Enten eine Heimat gibt. Er liegt unterhalb der oben erwähnten Abbruchkante. Wir haben uns schon gefragt, woher die Römer die vielen Tonnen Steine gebracht haben. Jetzt haben wir die Antwort: aus nahegelegenen Steinbrüchen.

Cawfields Quarry

Cawfields Quarry

Ein paar wenige Meilen weiter liegt Cawfields Quarry, ein weiterer Steinbruch, von dem aus man wieder den Wall mit einem Meilenfort erreicht. Während das Wasser inzwischen überall im Lande eine dunkelbraune Farbe hat, ist dieses Wasser hier klar, denn es hat keinen Torf gesehen. Überall in der näheren Umgebung erkennt man, dass hier einmal Steine gebrochen wurden.

Housesteads Roman Fort

Housesteads Roman Fort

Das letzte Ziel für uns war das Housesteads Roman Fort. Es ist ein Fort, in dem der Kommandant des Hadrianswall mit seiner Familie und 800 Soldaten gelebt hat. Es gab ein Krankenhaus, ein Badehaus, das Wohnhaus des Kommandanten, das Hauptquartier, Backhaus und Werkstätten sowie Baracken für die 800 Soldaten, die in 8-Mann-Zimmern unterbracht waren. Das ganze war von einer Mauer umgeben, in die nach allen vier Himmelsrichtungen mächtige Tore eingebaut waren. Die Latrinen befanden sich in der südöstlichen Ecke. Außerhalb des Forts standen weitere Wohnhäuser. Es gab zudem zwei Brunnen und eine Kapelle.
Die ganze Anlage liegt auf einem Hügel mit wunderschönen Blicken nach allen Seiten. Wir fanden, es ist der zweitspektakulärste Platz am von uns besuchten Wallabschnitt.

Von allen empfohlen und dem Housesteads Roman Fort ähnlich ist Vindolanda. Da wir über dieses Fort schon im Roman Army Museum informiert wurden, nahmen wir von einem Besuch Vindolandas Abstand. Es ist einer der wichtigsten archäologischen Plätze Europas.

Da sich nun alles irgendwie wiederholt, brachen wir an dieser Stelle unsere Entdeckungsreise ab. Wir kamen zum Hadrianswall mit der Vorstellung, na ja, ein paar kleine Mauerstücken irgendwo in der Landschaft zu finden. Was wir fanden, war echte römische Geschichte, die dank der Museen lebendig wurde, und wir stießen auf jede Menge Spuren davon. Es ist eine unglaubliche Reise. Ich denke auch, dass der Wanderweg entlang des Hadrianswalls einer der schönsten und abwechslungsreichsten der ganzen Welt ist, da er zudem durch eine wunderschöne Landschaft führt, immer am Wall entlang, über Wiesen und Weiden, bergauf und bergab. Ein paar Stücke sind wir auch davon gelaufen.

 

 

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