A+K Weltenbummler

Reisen rund um die Welt

Kingston – Ontario

Der kalte Tag, den wir erlebten, hatte nur Seltenheitswert. Jetzt sind wieder für ein paar Tage 25-28°C und die Sonne scheint.
 Kingstons zweiter Name ist: Kalkstein-Stadt. Während uns bisher in der 1000 Islands Region vorzugsweise der rote Granit begegnete, ist die Gegend um Kingston Kalkstein-Gebiet. Das ist auch in der Stadt zu sehen, denn viele der großen Bauten sind aus dem leuchtend weißen Stein errichtet. Zusammen mit den roten Klinker-Gebäuden ist eine seltene architektonische Einheit entstanden. 1669 von dem französischen Entdecker Cavalier gegründet, wurde Kingston zuerst Cataraqui genannt. Der Fluss, der den Abschluss des Rideau-Kanal-Systems bildet, heißt noch heute so. 1838 bekam Kingston Stadtrecht und wurde 4 Jahre später die erste Hauptstadt des Vereinten Kanada. Dies blieb sie allerdings nur für zirka 3 Jahre. Die Stadt hat sich über die Jahrhunderte entwickelt und bekommt heute immer wieder den Titel: außergewöhnliche Stadt. Ein Spaziergang durch die Straßen, die durch die vielen Bäume sehr grün wirken, ist wirklich abwechslungsreich. Es gibt jede Menge zu sehen.

Das  kleine Hafengebiet vor dem gewaltigen Rathaus ist hübsch gestaltet. Von hier fahren Boote zu den Inseln und eine Fähre zu Wolfe Island, die jedoch von 86 Windrädern ziemlich verunstaltet wirkt. So kleine und hübsche Inseln, wie wir sie vor Gananoque gesehen haben, gibt es dort nicht. Bei Kingston mündet der St. Lorenz Strom in den riesigen Ontario-See.
Das Fort Henry, vollständig aus Kalkstein gebaut, war gerade geschlossen. Eine Dame erklärte uns, dass im Moment Vorbereitungen für die 6wöchigen Halloween-Feierlichkeiten laufen, die am 21.September beginnen. Was ist das wohl für ein Event? Ein Rundgang um das Fort herum eröffnete uns tolle Ausblicke auf den Cataraqui-River und das helle Kingston.
An der Kingston Mills Road, im Norden der Stadt, findet man die letzten Schleusen des Rideau-Systems, zusammen mit den Schleusenwärter-Häuschen und dem Blockhaus, welches zum Schutz der Anlage vor feindlichen Angriffen gebaut wurde. Das 2-stöckige Blockhaus bot 20 Soldaten Platz, kam aber nie zum Einsatz. Eine Tafel erzählte uns, dass die meisten Leute, zumeist Franko-Kanadier und Einwanderer, zu dieser Arbeit gedrängt wurden. Sie mussten 1827 – 1828 14 bis 16 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche, schuften und 4 Schleusenkammern in den Fels hauen. Viele starben dabei an Malaria, die damals ein großes Thema war. Bis 1914 standen am oberen Ende der Schleusen eine Säge- und eine Getreidemühle. Dann wurden sie abgerissen und durch ein Wasserkraftwerk ersetzt, welches inzwischen aber auch nicht mehr in Betrieb ist.

1000 Islands – Ontario

Durch das Warten auf einen Termin bei dem RV Center in Gananoque, wir hatten einen Reifenschaden verbunden mit einem heftigen Schaden am Trailer, war Gelegenheit, uns die 1000 Islands Region ausreichend anzusehen (1 Woche). Solche Sachen passieren ja grundsätzlich vor dem Wochenende. Bis auf unsere Selbstbeteiligung bekommen wir den Schaden von der Versicherung ersetzt.
Der „1000 Islands Parkway“ entlang des St. Lorenz-Stroms führt von Gananoque weiter nördlich bis nach Butternut Bay. Er bietet wunderschöne Aussichten auf diese Inselwelt mitten im Strom. Die 1000 Islands, eigentlich sind es über 1800 Inseln, sind die Reste urzeitlicher Berge, die die letzte Eiszeit vor 10.000 Jahren abgeschliffen hat. Es ist eine grandiose Landschaft aus rotem Granit, der an vielen Stellen blank zu Tage liegt. Die meisten der Inseln sind bewohnt. Von mehreren Orten aus starten Boote zu Rundfahrten durch die Inselwelt. In etwa der Mitte des Parkways überspannt ein Brückensystem aus 3 Brücken über mehrere Inseln den St. Lorenz Strom und verbindet Kanada mit den USA. Vom Sky Tower aus soll man einen herrlichen Blick über das Gebiet haben. Dorthin gelangt man allerdings nur über eine mautpflichtige Brücke, der Fahrstuhl kostet dann auch noch einmal extra. Uns hat es am Besten auf der Restaurant-Terrasse in Ivy Lea gefallen. Die Küche ist preiswert und hervorragend und man hat einen gemütlichen Blick auf die Brücke, den Sky Tower und ein paar Inseln. Die Orte am Parkway sind alle sehr klein und das Wasser ist überraschend klar und sauber für einen Fluss.

Rockport ist der wohl touristischste und größte Ort, durch den man aber auch in zehn Minuten durchgelaufen ist.

Gananoque wird als das Juwel der 1000 Islands Region bezeichnet und hat tatsächlich einige Geschichte aufzuweisen. Im Unabhängigkeitskampf der kanadischen Provinzen von den USA hat Gananoque vor genau 200 Jahren eine große Rolle gespielt. Viele der alten Häuser aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sind noch zu bewundern. Die alten Fabrikhallen, es gab lange Zeit eine Schaufel-Fabrik, stehen dagegen leer und verfallen inzwischen. Der Park mit dem großen Springbrunnen ist eine Freiluft-Galerie und lädt zum Verweilen ein. Der kleine Strand, das alte Viertel, in dem sich die Bootsanleger befinden, und die kleine Marina sind ebenso attraktiv. In den vielen kleinen und individuellen Geschäften macht das Einkaufen Spaß. Auf Wander- und Fahrradtrails kann man diese Gegend ebenso entdecken. Inzwischen blies der erste Herbststurm und es hat sich abgekühlt. Es wird wirklich Zeit, nach Süden zu fahren.

Eine kleine Rundfahrt brachte uns auf Howe Island etwas südlich von Gananoque. Das ist eine landwirtschaftlich genutzte, relativ große Insel, auf die man nur per Fähre hinauf- und herunter kommt. Eigentlich wollten wir uns ein schönes Fleckchen zum Relaxen suchen, aber wie fast überall versperren Privatgrundstücke den Zugang zum Wasser. Für die Fähre auf die Insel am Nordende bezahlten wir 5,- CAD. Zu unserer Überraschung kommt man kostenlos am Südende wieder von der Insel herunter. Immer wieder begegnen uns inzwischen die schwarzen Truthahngeier mit dem roten Kopf. Das sind imposante Vögel und die meistvertretene Geierart in Nordamerika.

Rideau Canal – Ontario

Oh je, jetzt sind wir entgegen unseren Erwartungen noch tiefer in den Herbst gekommen. Eigentlich dachten wir, je weiter nach Süden, umso später der Herbst. Dazu hat es uns einen Nachmittag bis in den Abend hinein eingeregnet. Seit dem Laborday haben jetzt schon einige Campingplätze geschlossen. Weitere Plätze folgen bis Mitte Oktober. Nur noch wenige Plätze haben dann noch bis Ende Oktober oder gar das ganze Jahr auf. Mal sehen, wie das mit dem Übernachten dann wird.
Achtung jetzt an alle Schleusen-Fans: Das Mekka für Euch ist der Rideau Canal, der sich mit endlos vielen Seen und Flüssen und vor allem Schleusen von Ottawa City bis nach Kingston zieht. Die Landschaft in diesem Gebiet ist hügelig und manchmal von Felsen durchzogen. Ein wenig erinnert sie uns an den Spreewald, nur das das hier alles flächenmäßig viel größer ist. Bis ein Lt. Col. John By kam und den Kanal baute, existierten an allen Stellen, wo sich heute die Schleusen befinden, Stromschnellen und Wasserfälle. 1832 wurde der Kanal eröffnet und die Wasserstraße von Ottawa nach Kingston damit schiffbar.  Von Kingston bis zum höchsten Punkt des Rideau Canals, Newboro,  gibt es 14 Schleusenkammern, die 50 m Höhenunterschied überwinden. Von dort aus nach Ottawa gibt es noch einmal 31 Schleusenkammern, die 83 m Höhenunterschied ausgleichen. Diese vielen Schleusenkammern sind auf 23 Standorte verteilt. Na, sind das genug Schleusen in einer Landschaft? Zumeist sind es Schleusen mit mehreren Kammern. In Betrieb sind die Schleusen von Mai bis Mitte Oktober und jede Schleuse hat ihren eigenen Reiz.
Wir haben uns die Mehrfach-Schleuse in Merrickville angesehen, über die zudem noch eine Drehbrücke führt, die bei entsprechend hohen Booten geöffnet wird. Ein historischer Platz mit mehreren Mühlenruinen, einer Wasserturbine, einer Schmiede und einem Stauwerk sind ebenfalls in Merrickville zu besichtigen.

 

 

 

Vom Sand Lake Campground & Cottages aus besichtigten wir drei weitere Schleusen: Chaffeys Lock, Davis Lock und Jones Falls. Davis Lock zählt für die Schleusenwärter zu den einsamsten Standorten. Wir fanden ihn dafür landschaftlich am Schönsten.

An einem der Abende kreisten plötzlich 11 Truthahngeier in unmittelbarer Nähe über dem Wald. Die merkwürdigen Rufe der Loons, hübsche Taucher (Wasservögel), begleiten uns schon sehr lange auf unserer Reise. Immer wieder treffen wir auf Kanadagänse. Eine Schlange war jetzt auch einmal wieder dabei.

 

 
Touristisch erschlossen ist diese Wasserwelt eigentlich nur für die Bootsfahrer. Für Autofahrer ist es schwer, den richtigen Weg zu finden, da jeder Ort eine andere Vorstellung von Beschilderung hat, die zudem noch meist sehr klein gehalten ist.
Die Ziegenfleischwürste haben wir gegrillt, die waren superlecker.

Ottawa City – Ontario

Da gerade Laborday ist und sogar Walmart ab Mittag geschlossen hat, haben wir unseren Trailer auf deren Parkplatz in Gatineau abgekoppelt und sind mit dem Truck nach Ottawa City auf der anderen Seite des Flusses gefahren. Menschen über Menschen, langes Wochenende und bestes Wetter, bevölkerten die Innenstadt. In die Parkhäuser kommen wir nicht hinein und am Straßenrand war die Parkzeit auf 1 Stunde begrenzt und mit 25 cent für 5 Minuten viel zu teuer. Durch Zufall fanden wir an der O´Connor einen Parkplatz für 3,-CAD Tagespreis, auf dem zudem kein Auto stand. Da wir aber nichts entdecken konnten, was uns das Parken dort verbot, blieben wir stehen.
 Ottawa City glänzt mit vielen historischen Steinbauten in der Downtown. Dazwischen stehen hohe Glaspaläste. Das Parlamentsgebäude hoch über dem Ottawa-River, zu dem der Haupttrakt, zwei separate Seitentrakte und im hinteren Bereich die alte Bücherei des Parlaments zählen, beeindruckt. Der Uhrenturm, ähnlich Big Ben in London, ist 92m hoch. 

Hier beginnt der Rideau Canal, der sich durch die Stadt Richtung Süden bis nach Kingston erstreckt, mit 8 Schleusenkammern. Diese Anlage wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und funktioniert noch heute über Handbetrieb.

Auf dem Platz vor der National Gallery of Canada steht eine überdimensionale „Spinne“. Ein Stück weiter befindet sich der ebenso überlaufene Ursprung von Bytown mit kleinen alten Häusern und der Markthalle. Aus diesem Kern erwuchs Ottawa City.

Eine ganz besondere Stadtrundfahrt bietet „Lady Dive“ an. Deren Busse können auf der Straße fahren, auf Schienen fahren und im Wasser fahren. Sogar ein Rettungsfloß ist an Bord. Wenn das nichts ist?

Alles in allem ist Ottawa City eine tolle, harmonisch anmutende und sehr internationale Stadt. In der Hauptstadt Kanadas trifft sich die ganze Welt und es gibt unzählige Möglichkeiten, die Stadt zu entdecken. Es ist aber ebenso möglich, alles zu Fuß zu erreichen.

Ottawa-River – Quebec

Da wir uns verfahren haben, weil wir irgendwie den Ort Charlemagne nicht fanden, sind wir fast inmitten von Montréal gelandet. Nachdem uns das klar war, bogen wir auf die Autobahn ab, die uns nördlich aus der Stadt führte. In Oka trafen wir auf den Ottawa-River. Von dort bringt eine kleinere Fähre Autos und Leute auf die andere Seite des Flusses, wo die Provinz Ontario liegt. Der Ottawa-River ist die Grenze zwischen den Provinzen Quebec und Ontario. Wir entschieden uns dafür, auf der Quebecer Seite nach Ottawa zu fahren. Im westlichen Teil von Oka lebt eine große Gemeinschaft von Mohawks, durch die wir unvermittelt kamen. Indianer darf man ja in Amerika nicht sagen. In Kanada heißen die Ureinwohner First Nation, in den USA werden sie Native People genannt. Als wir durch den Ort fuhren, fielen uns die Unmengen von Zigaretten- und Tabak-Verkaufsstellen auf. Irgendwie kamen wir uns wie auf dem Polenmarkt vor.

Am Straßenrand hatte eine Quebecer Familie einen großen Flohmarktstand aufgebaut, deshalb hielten wir an. Direkt daneben standen viele kleine Hütten, die wir vom St. Maurice-River kennen. Die Frau sprach uns an und wir kamen ins Reden. Dabei fragten wir, ob das Hütten fürs Eisangeln sind. Ja genau, aber hier werden die Hütten neben die Eislöcher gestellt und die Fische, die hier durchkommen, sind größer. Da jedoch beim Aufbau des Eises auf dem Fluss nicht nachgeholfen wird, ist es in manchen Wintern kaum möglich, dieses Eisangel-Event zu begehen – der Klimawandel lässt grüßen. Die Frau sagte uns auch, dass der Zigarettenverkauf „das“ Geschäft der Mohawks ist. Ob da bei der Menge der Läden noch genug für den Einzelnen abfällt?

Die Route 344, später ist es die 148, führt durch eine flache und grüne Landschaft mit vielen Farmen und hübschen Orten wie Montebello und Papineauville. Papineauville hat auf dem Grund und Boden der alten, von einem Herren Papineau gebauten Wasserturbinen-Mühle, die 130 Jahre lang arbeitete, einen kleinen Park mit Dokumentationen über diese Mühle und den Ort angelegt.

Vor Montebello, bei Sainte-André-d´Argenteuil, kommt man noch am Carillon Canal vorbei. Ein gigantisches, stromerzeugendes Stauwerk spannt sich über den Ottawa-River. Im Rahmen einer Gratisführung kann man das Innere der Anlage besichtigen. Was uns aber viel mehr interessiert hat, ist die 20m hohe Schleuse, die flussabwärts von einem 200 Tonnen schweren Stahltor abgeschottet wird. Dieses riesige Tor ist einzigartig in Nordamerika und eine Schleusung mehr als interessant. Wir haben auf unseren Reisen inzwischen manche Schleuse gesehen, aber die hier ist phänomenal. Woanders hätte man da vielleicht 6-8 Schleusenkammern gebaut und eine Schleusung hätte ewig gedauert. Der Carillon Canal bringt die Boote innerhalb einer knappen halben Stunde von einer Ebene auf die andere. Wir waren jedenfalls hin und weg.

Der “Königsweg” – Quebec

In der Provinz Quebec leben immer noch die 11 verschiedenen einheimischen Nationen. Wie überall sind sie ihres Landes beraubt worden und leben dort heute in ca. 50 Dörfern. Sie halten ihre Traditionen lebendig und teilen sie teilweise mit den Touristen. Die bekanntesten Namen sind die Inuit ganz im Norden Quebecs, die Cree, Algonquin, Huronen und Mohawks. In dem Huronendorf Wendake, in der Nähe von Quebec-City, werden dem Besucher alle Möglichkeiten geboten, sich mit dem Leben dieses Volkes auseinanderzusetzen. Man kann mit ihnen essen, tanzen, arbeiten oder sich mit der Natur vertraut machen. Sie haben dafür entsprechende Pakete im Angebot.

Auf historischen Spuren, entlang der ältesten befestigten Landstraße Kanadas, dem „Königsweg“, der von Quebec nach Montréal reicht, fuhren wir weiter nach Süden. Da wir keine Unterlagen von der Gegend haben, mussten wir uns überraschen lassen, was da auf uns zukommt. Das ein oder andere alte, manchmal fast prächtige Haus, steht noch an der Straße. Immer noch breitet sich weites Farmland aus. Das Tal des St. Lorenz Stromes wird immer breiter. An vielen farmeigenen Verkaufsständen bekommt man ganz frisch geerntetes Obst und Gemüse. Da weiß man gar nicht, was man nehmen soll. An einem der Stände kauften wir Möhren, Maiskolben und einen gelben Rettich. Da gab uns die Verkäuferin eine Art Kapstachelbeere (Physalis) zum Probieren. Als wir sagten, dass sie uns schmecken, schenkte sie uns einen Beutel voll. Sie sind kleiner und süßer als die in Deutschland erhältlichen Physalis.

In Sainte-Anne-de-la-Pérade, sagte uns die Notre-Dame, dass wir einen Halt einlegen und einen kleinen Bummel machen sollten. Auffallend ist in dieser Gegend, dass die Kirchen und auch manche Wohnhäuser mit Weißblech oder so etwas gedeckt sind, was irgendwie edel aussieht. Die Notre-Dame-de-Saint-Anne-de-la-Pérade wurde 1855 gebaut und erinnert vom Baustil her an Notre-Dame in Paris. Die beiden Türme sind 33 m hoch. Das Innere ist ansprechend und hell gestaltet.

Aber, was den Ort wirklich ausmacht ist, dass er die Welt-Hauptstadt des Eisangelns ist. Das hatte ich zufällig auf der Tafel vor der Kirche gelesen. In der Tourist-Information bekamen wir die Erklärung. Dort gibt es auch eine kleine Ausstellung zu dem Thema. Jedes Jahr vom 26. Dezember bis etwa Mitte Februar treffen sich hier in dem kleinen Ort Eisangler aus aller Welt. Dann ist der St.-Anne-River zugefroren und der Tomcod kommt. Da dieser kleine Fisch jedes Jahr um die gleiche Zeit kommt, heißt er auch „Weihnachtsfisch“ oder „Frostfisch“. Man schätzt die Zahl der Fische, die dann den St. Maurice hinauf wandern, auf zwischen 600 und 800 Millionen. Etwa 3-6 Millionen Fische werden herausgezogen. Die Irokesen, die hier zur Ankunft der Europäer lebten, fingen den Fisch schon 3000 Jahre lang. Die ersten Siedler taten es ihnen gleich, bis 1938 ein Mann Eisblöcke für seine Familie aus dem Fluss schnitt. In diesem entstandenen Loch angelte er dann seinen Tomcod. Irgendwann setzte er eine Hütte über das Loch, um sich vor Kälte und Schnee zu schützen. Es dauerte nicht lange, bis es Nachahmer gab. Zuerst kamen die Leute mit dem Hundeschlitten, später brachte die Bahn noch mehr Leute. In den 1950ern wurde zur Saison ein Karneval organisiert. Heute sind es in jedem Winter über 100.000 Besucher und hunderte Hütten, beheizt, mit Strom und Küche, die den zugefrorenen Fluss bevölkern. Dazu werden verschiedene Outdoor-Aktivitäten angeboten. Abends erstrahlt alles in bunten Lichtern. Das ist bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis.

In Trois Rivíeres fiel uns ein außergewöhnlicher Turm am Flussufer auf. Dieser gehört zu der sehr außergewöhnlichen Notre-Dame-du-Cap. Sie ist von 1955 an gebaut und 1964 feierlich eröffnet worden. Der riesige Bau bietet im Inneren, das sehr modern und dunkel ist, 1600 Sitzplätze. Durch die bunten Bleiglasfenster fällt nur wenig Licht ein. Gleich daneben steht die ursprüngliche Kirche von 1720. Diese ist eine der ältesten Steinkirchen in Kanada und ist perfekt erhalten. Allerdings hat man irgendwann einen offen gehaltenen Flügel angebaut. Ein großer Garten mit Skulpturen aus der Kirchenszene, einer Brücke, einem Bachlauf, einem Springbrunnen und einer natürlichen Quelle lädt zum Bummeln ein.   

Langsam belebt sich der St. Lorenz Strom. Motorboote, Angelboote und Jetskis tummeln sich auf dem Fluss, der sich hier zum Lac St. Pierre weitet und immer wieder von Inseln durchzogen wird. Samstag ist in Kanada, wie auch in den USA, Privattrödeltag. Da stellen viele Leute ihre ausrangierten Dinge einfach vor das Haus an der Straße, wo reichlich Kundschaft vorhanden ist. „Garagenverkauf“ ist eigentlich das ganze Jahr populär. Dazu bieten jede Menge Antikläden von alten Möbeln bis zu altem Geschirr alles an. So manches Mal haben wir uns schon gefragt, wo die Unmengen alter Sachen herkommen. So viele alte Haushalte kann es doch gar nicht geben.
Aber weiter auf unserer Tour auf dem Königsweg. In Lanoraie findet sich ein schön gestaltetes Eckchen zum Relaxen am Fluss, und in Repentigny konnten wir noch eine vorerst letzte Nacht am St. Lorenz Strom verbringen, der inzwischen sehr lieblich geworden ist. Trotzdem ist er immer noch beeindruckend breit. Zur Dämmerung kommen die Romantiker an sein Ufer.

 

Quebec-City – Quebec

Unser mittäglicher Snack nach der Ankunft auf dem Campingplatz „Camping un air d´éte”, der 15 Meilen von Quebec-City entfernt liegt und trotzdem bezahlbar ist, bestand aus einem Salat aus Eismeerkrabben-Beinen, Palmenherzen und etwas Grün des Fenchel, gewürzt mit Olivenöl. Nicht schlecht, oder? Übrigens, aus dem Hummermahl ist für uns nichts mehr geworden. Die Hummersaison ist seit Anfang August zu Ende. Es gibt zwar noch lebende Hummer für einen vernünftigen Preis, aber selbst die Tierchen in das kochende Wasser schmeißen, dass bringen wir nicht übers Herz. Man bekommt sie in den Läden für einen kleinen Aufpreis auch gekocht, aber dann sind sie kalt und nicht mehr so delikat.

Normalerweise umfahren wir nach unseren letzten Erfahrungen die Großstädte, aber Quebec-City, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist ein Muss. Die Altstadt hat die einzige Stadtmauer in Nordamerika und ist zudem Weltkulturerbe der UNESCO. Fast die gesamte Altstadt ist inzwischen rekonstruiert worden und erstrahlt in neuem Glanz wie im 18. Jahrhundert. Das ist eine unglaubliche Leistung. Hier und da wird noch gewerkelt. Zwischen dem St. Lorenz Strom und dem St. Charles River gelegen, hat hier die Geschichte Quebecs angefangen. Das älteste Stadtviertel unterhalb der östlichen Stadtmauer, Quartier Petit Champlain, mit seinen bunten Häuschen, Cafés, Restaurants, Boutiquen und Souvenirläden hat uns an manche touristische Gasse in Deutschland erinnert, z.B. die Drosselgasse in Rüdesheim.

Beeindruckend groß ist dagegen das Château Frontenac hoch über der Stadt gelegen. Es wurde kurz vor dem 19.Jahrhundert von der Canada Railway als Hotel gebaut und ist noch heute ein Hotel. Es erinnert mit seinen vielen Erkern und Türmchen stark an viele Schlösser in Frankreich. Ludwig der XIV. hat hier ein Denkmal.

Auf der Terrasse Dufferin, wo mehrere Kanonen auf die gegenüberliegende Seite des St. Lorenz Stromes, nach Lévy gerichtet sind, kann man gut schlendern und dabei auf den Place-Royale oder die Anleger für die Fähre oder Ausflugsschiffe schauen. Im Norden sieht man die Spitze der Île d´Orléans.

So schön die Stadt auch ist, so deftig sind die Parkgebühren. Für 3 Stunden haben wir 18,- CAD bezahlt. Naja, alle anderen Preise entsprechen natürlich auch einer Touristenhochburg. Die Rückfahrt über den Boulevard Champlain, der direkt am St. Lorenz Strom entlang führt, war ein schöner Abschluss der Stadtbesichtigung.

 

St. Lorenz Strom – Quebec

Streifenhörnchen sind ja sooo niedlich. Hin und wieder treffen wir mal auf eines dieser possierlichen Tierchen. Letztens hat sich ein Streifenhörnchen mit einem der kleinen braun-weißen Eichhörnchen bei uns abgewechselt. Auf dem Rastplatz gab es genug für sie zu fressen, was sie sich holen konnten.
Jetzt geht es für uns französisch weiter, da wir in der Provinz Quebec angekommen sind. Da müssen wir uns ganz schön umstellen und verstehen können wir auch niemanden mehr. Der ein oder andere Quebecer spricht aber trotzdem ein paar Brocken englisch, was uns sehr beim Weiterkommen hilft.

Der Ort Trois Pistoles war für uns das Tor zum St. Lorenz Strom, der an dieser Stelle immer noch um die 21 km breit ist (aus der Karte gemessen). Die Stadt wird von der Notre-Dame-de-Neiges dominiert, die einen auffälligen Baustil hat. Eine Fähre bringt Fahrzeuge und Passagiere zum anderen Ufer des St. Lorenz Stromes. Der Fahrpreis für unser Gespann zwang uns diesmal sogar zur Routenänderung. Eigentlich wollten wir hier übersetzen und auf der westlichen Seite nach Quebec fahren, wo einige touristische Highlights auf uns gewartet hätten, wie Tadoussac, das Mekka der Walbeobachtung, und der St. Anne Canyon.

Von L´Isle Verte aus fährt, stark von den Gezeiten abhängig, eine kleine Fähre zur vorgelagerten Insel Île Verte, die 14 km lange Grüne Insel. Ansonsten hat der Ort den Fluss Verte mit einem kleinen Wasserfall, an dem ein schöner Picknick-Platz liegt, und historische Bauten zu bieten.

Im St. Lorenz Strom liegen eine Menge Inseln und Inselchen sowie viele Untiefen. Ebbe und Flut lassen auch hier Marschland entstehen, in dem sich Kanadagänse, große Blaureiher und schwarze Enten beobachten lassen. Aussichtspunkte, die an der Route des Navigateurs liegen, die wir gefahren sind, geben schöne Blicke auf die gebirgige Landschaft am Westufer frei. Wenn wir dort gefahren wären, hätten wir ganz schön kraxeln können. Eigentlich hat man von vielen Stellen der Route des Navigateurs schöne Aussichten auf den Strom und das gegenüberliegende Ufer, dazu kann man dort entspannt fahren.

Nachdem wir mehrere schöne Tage mit 26° bis über 30°C hatten, hat es uns jetzt 2 Tage eingeregnet. Der Wind nahm zu und die Temperaturen ab. Es wird doch Herbst und es ist Zeit, dass wir wieder Richtung Süden fahren.
Durch Farmland fuhren wir durch die Orte Cacouna, Riviére-du-Loup nach Kamouraska, wo wir einen Stopp einlegten. Es ist ein hübscher Ort mit einigen historischen Bauten. Sowohl die Kirche als auch das Justizgebäude sind im 19. Jahrhundert abgebrannt und anschließend mit kleinen Änderungen neu errichtet worden. In dem Gerichtsgebäude, das Mitte des 19.Jahrhunderts auch das Gefängnis beherbergte, wurde zu dieser Zeit für den ganzen Osten der Provinz Quebec Recht gesprochen. Die Promenade am Kai, der Strand und die Vorgärten vor den alten, oft auch individuellen Häusern sind weitere Sehenswürdigkeiten.

In Saint-Denis besuchten wir die Ziegenfarm Les élevages du Sud, wo wir nach der Besichtigung des  kleinen Ziegenstalls Bratwürste aus Ziegenfleisch und Kräutern sowie ein Herz kauften. Dort werden  die kleinen Ziegen, wie man sie aus den Streichelzoos kennt, gehalten. Zwei 7 Tage alte Zicklein wärmten sich unter den Rotlichtlampen. Ich habe noch nie Ziegenfleisch gegessen, kenne bisher nur die Milch und den Käse von Ziegen. Da bin ich ja gespannt.

Kurz vor Montmagny hielten wir noch einmal an einer großen Scheune mit allerhand Trödel davor. Als wir die Scheune betraten, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen. Da lag, stand und hing soviel Zeug herum, dass man sich kaum noch bewegen konnte und das auf mehreren Ebenen. Allein die alten, abgewetzten Stühle zählten mehrere Hundert. Von Schneeschuhen, Fensterläden und Autoteilen bis hin zu Gläsern, Geschirr und Haushaltszeug, der alte Mann muss sein ganzes Leben lang alles gesammelt haben. Für die 3 Kleinigkeiten, die wir nach mühevoller und ziemlich langer Suche gefunden hatten, wollte der junge Mann, der die Scheune zum Feierabend fertig machte, zu viel Geld von uns haben. Vom Handeln hatte er anscheinend noch nichts gehört. Also blieben die Dinge, wo sie waren.

St. John River Valley – New Brunswick

4 Tage Ruhe auf dem gemütlichen “Mohawk Camping” in Waterborough am Grand Lake. Champignons sammeln, Angeln, Mücken verjagen, Sonnenuntergänge beobachten, um 22 Uhr die ISS am Nordstern vorziehen sehen, einen abenteuerlichen Strandspaziergang machen, dabei Minze für einen abendlichen Tee finden, bei einer kleinen Rundfahrt Weißkopf-Seeadler und Falken beobachten, sonst Nichtstun. Das Wetter ist dazu bestens. Das Leben kann so schön sein.
Die Kolibris heißen hier Hummingbirds und werden von manchen Campern mit einer hübschen Tränke und Nektarsaft versorgt. Da hat man ausreichend Zeit, ihnen zuzusehen. Am letzten Morgen am Grand Lake hat uns zum Abschied noch einer der Hummingbirds besucht. Wenn das nichts Gutes zu bedeuten hat?

Knapp südlich von Prince William liegt „Kings Landing“. Das ist ein riesiges, weitläufiges Museumsdorf, in dem das Leben noch wie zu Zeiten der ersten Siedler ist, nachempfunden natürlich.

Nackawic ist die Heimat der größten Axt der Welt. 7 Tonnen Edelstahl sind dort verbaut und 20 Meter ist die Axt hoch. Sie erinnert an die Wichtigkeit der kanadischen Forstwirtschaft. Außerdem hat Nackawic einen 2 Kilometer langen Nature Trail zu bieten, der direkt am St. John River und an vielen verwilderten, voll mit Früchten behangenen Apfelbäumen entlang führt. Wunderschöne Picknick-Plätze und die Reste von 2 Kartoffelhäusern der umliegenden Gemeinden sind ebenfalls auf dem Trail zu finden. Anscheinend hat es hier einmal entsprechend viele Kartoffelfelder gegeben. Heute stehen auf dem Gelände Häuser und Bäume. Am Abend fand in Nackawic im Rahmen 5tägiger Gemeindetage eine „Miss Nackawic“-Wahl statt.
Inzwischen hat auch der Herbst im St. John River Valley Einzug gehalten. Wir haben Ende August.

Woodstock ist die 1. Stadt New Brunswicks und kann somit auf eine über 150jährige Geschichte zurückblicken. Für europäische Verhältnisse klingt das direkt lächerlich. In den 1780ern gegründet bekam Woodstock 1856 das Stadtrecht. Manches aus dieser Zeit stammende Haus, wie das Connell-Haus, das alte Courthouse oder die Public Library machen die Altstadt interessant. Vor jedem dieser Häuser stehen erklärende Tafeln, die über die Geschichte der Häuser und ihrer Besitzer aufklären. Empfehlenswert sind außerdem die Trails entlang des St. John River und des Meduxnekeag River. 

In Hartland steht die längste Covered Bridge, eingehauste Brücke, der Welt. 1901 als normale Brücke gebaut, hat sie eine Länge von 390 Metern. 1922 kam die Umhausung dazu und 1945 wurde der Fußweg angebaut. 1901 war sie mit ihrer Spannweite ein Wunderwerk der Ingenieurskunst. Sie kann mit kleineren Fahrzeugen bis zu 10 Tonnen befahren werden. Für den übrigen Verkehr existiert eine neuere Fachwerkbrücke aus Stahl.

Wir lernten den Eisverkäufer mit dem auffälligen Schnauzbart an der Tourist-Info kennen. Er war mehrere Male in Dresden. Als ich ihm erzählte, dass ich gebürtige Dresdnerin bin, wollte er gleich ein Bild mit uns machen. Er ist begeistert von der Stadt und ihrer Wiederaufbauleistung. Er überreichte uns einen Prospekt, einen Führer der Kunstgalerien zwischen Perth-Andover und Nackawic, den er selbst gestaltet hat. Er kam vor 2 Jahren aus Vancouver nach Woodstock und macht im Winter touristische Werbung für Woodstock. Ein anderer alter Herr, der in Hartland nebenberuflich der „Town Trier“ ist, überreichte uns eine Ansichtskarte der Stadt, auf der er selbst mit seiner „Arbeitsuniform“ abgebildet ist.

Über Florenceville-Bristol, wo die Firma McCain, die Firma mit den Pommes Frites und den Kartoffelchips, einen Sitz hat, erreichten wir Perth-Andover. Die Stadt wirkte etwas ausgestorben. Auf dem Kultur-Trail entlang des St. John River erfährt man etwas über die irischen Siedler, die die Kartoffel nach Amerika brachten, die schottischen Siedler, die aus St. John kamen, die Dampfschiffe dort, die Katastrophen wie 4 große Fluten und den 1970ern und 80ern sowie einen Großbrand 1977. Eis hat in den 1980ern die ehemalige Brücke zerstört, von der noch die Reste von 2 Fundamenten zu sehen sind. Die neue Brücke steht direkt daneben. Das Alles verursachte hohe Millionenschäden.  

Ein paar Kilometer nördlich von Perth-Andover, in Tobique-Narrows, leben die Malisset, Ureinwohner dieser Region, in einem Reservat. Anlässlich des Labor-Day feierten sie ihren Powwow. Sie trafen gerade die Vorbereitungen für das große Fest, bei dem alle Maliseet der Gegend zusammenkommen, trommeln, tanzen und singen. Das ist ein uralter Brauch, den die „Weißen“ lange Zeit aus verschiedenen Gründen verboten hatten. Das Reservat liegt zwischen dem St. John River und dem Tobique-River.

In Grand Falls wollten wir die „Großen Fälle“ des St.John River und des Little River besichtigen, aber leider kamen wir zur falschen Jahreszeit und fanden nur ein Rinnsal vor. Im Frühjahr zur Schneeschmelze stürzen 9/10tel der Wassermassen der Niagara-Fälle über die Felsen nach unten. Das muss ein Getöse sein. Per Zip-Line (an einem Seil) kann man sich über die Schlucht schwingen.

Moncton – New Brunswick

Durch akadische Siedlungen und das akadische Dieppe erreichten wir Moncton. Hier sind wir schon auf der Hinfahrt nach Nova Scotia durchgefahren. Laut den aufgestellten Tafeln am Ufer des Petitcodiac-River ist hier 1773 eine Schaluppe mit 6 deutschen Familien und einer walisischen Familie mit der Flut an diesen Ort gelangt. Sie kamen aus Pennsylvanien. Der englische König Georg III., der nach dem Sieg über die Franzosen im europäischen Krieg, Besitzrechte im Norden der neuen Welt verteilte, lud sie hierhin ein. Er schenkte ihnen Land entlang des Flussufers, jeweils ca. 5 x 9 km, das sie bestellen sollten. Eine Zeit lang bekamen sie noch Nahrungsmittel aus anderen Gründungen. Als diese eingestellt wurden, wartete der Hungertod auf sie. Mit Hilfe der Mi´kmaq lernten sie einheimische Pflanzen und Tiere zu nutzen. Sie bauten Häuser und die Gemeinde wuchs. Bis in die heutige Zeit wird ein Teil der damaligen Landschenkungen von den gleichen Familien bewohnt. Die Tourist-Information ist dem alten Haus der Familie Treitz eingerichtet. Da der Petitcodiac-River Zugang zur Bay of Fundy hat, ist der Gezeitenstrom gewaltig. Mit Getöse floss vor unseren Augen das Wasser ab. Einige Zeit später, wenn die Ebbe weit fortgeschritten ist, war der Petitcodiac-River leer. Da war kein Wasser mehr drin. So etwas hatten wir auch noch nicht gesehen. Da hat man keine Chance, den Fluss per Boot oder gar Segelschiff hinauf zu kommen.

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