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Archiv für die Kategorie “Britische Inseln”

Londonderry/Derry

Londonderry

Londonderry

Die Stadt hat drei Namen: katholisch: Derry, protestantisch: Londonderry, gälisch: Doire. Ihre Wurzeln gehen auf das Jahr 546 zurück, als St Columb aus dem Gebiet Donegal kam und hier ein Kloster baute, seither wuchs die Stadt. Um 1618 baute man eine 1,6 km lange und 5 m starke Stadtmauer, die noch heute, trotz vieler Belagerungen, komplett erhalten ist. Auf ihr schlendert man um Derry herum und kann entweder auf die Altstadt sehen oder auf die neue Stadt drumherum. Viel Altes hat sich allerdings nicht erhalten, es gibt viele Neubauten, die das Stadtbild Derrys heute bestimmen.
Im Erdgeschoss der Gildehalle sind die Touristinfo sowie ein kleines Museum zur Stadtgeschichte untergebracht.

Friedensbrücke

Friedensbrücke

Seit ein paar Jahren führt eine kunstvoll geschwungene Hängebrücke über den River Foyle, die Friedensbrücke. Sie verbindet die Altstadt mit dem Stadtpark auf der anderen Seite des Flusses. Am Fluss selbst lässt sich gut schlendern.
Übernachtet haben wir in einem Gewerbegebiet 8 Meilen vor Londenderry.

 

Causeway Coastal Route

Küstenstraße

Küstenstraße

Larne ist ebenfalls ein Ankunftshafen, wenn man aus Cairnryan in Schottland kommt. Hier geht es noch viel ruhiger als in Cairnryan zu. Der Hafen ist fast winzig.
Ein Stück weiter findet man das Olderfleet Castle, von dem jedoch nur noch die Reste eines Turmes übrig sind.
Die Altstadt besteht aus einer Geschäftsstraße, für alles, was der Mensch braucht, oder auch nicht. Deshalb sollte man lieber auf der A2 ein paar Kilometer nach Norden fahren. Bei schönem Wetter, wie wir es noch einmal erleben durften, kommt man sich wie am Mittelmeer vor: blaues Wasser, blauer Himmel, eine wunderschöne Uferstraße und kleine Ortschaften. Viele der Häuser haben riesige Yucca-Palmen im Garten stehen, die für das Mittelmeer-Feeling sorgen.

alter Aussichtsturm

alter Aussichtsturm

An der Hafeneinfahrt steht ein alter Aussichtsturm, heute geschlossen, aus dem 19. Jahrhundert. Er ist auch vom Stadtpark im Norden von Larne aus zu sehen. Der Stadtpark liegt hoch über dem Meer, auch hier wieder mit schönen Aussichten. An der Kimm ist ein Leuchtturm auszumachen. Weiter links zeichnet sich die Insel Kintyre (Schottland) ab.

Glenarm

Glenarm

Zwölf Meilen nördlich von Larne liegt Glenarm, am Ende des gleichnamigen Tals durch die Antrim Mountains, die von neun Tälern durchzogen werden. An der Marina fanden wir einen großen Stellplatz für die Nacht, kostenlos.
Glenarm schmiegt sich um die Glenarm Bay. Der Altstadtkern ist der älteste der Region Ulster, wie der frühere Name Nordirlands lautet. Glenarm wurde schon um die 12. Jahrhundertwende das Stadtrecht zuerkannt, und zwar von King John of England.

Hintereingang Glenarm Castle

Hintereingang Glenarm Castle

Quasi in der zweiten Reihe steht Glenarm Castle. Das frühere, monumentale Tor, das man in der Stadt über eine Brücke erreicht, und das nach beiden Seiten von einer Zinnenmauer umrahmt wird, sieht mit dem wilden Bewuchs ziemlich verwunschen aus. Der Eingang heute liegt Richtung Meer. Das Schloss und der Schlosspark samt Garten können besichtigt werden, wenn nicht gerade eine Hochzeitsfeier stattfindet, wie es bei unserem Besuch der Fall war. Zum Schloss gehören ebenfalls eine Teestube und ein Shop.
Durch den urwaldartigen Glenarm Forest hinter der Stadt führt ein dreieinhalbstündiger Wanderweg, durch eine reiche Fauna und Flora.

Carnlough

Carnlough

Da wir nicht wussten, ob wir in Carnlough einen Stellplatz finden würden, spazierten wir zu Fuß die etwa 2 Meilen dorthin, immer am Ufer der Bucht entlang. Auffallend ist in dieser Gegend die Allgegenwart des Kalksteins. Man sieht mehrere Steinbrüche in den Hängen der Berge. Hafenmauern, Kirchen und weiße Kiesel am Strand, überall findet man den Kalkstein.
In Carnlough fand gerade eine Vintage-Messe statt, direkt an der Kalksteinbrücke, die am Hafen über die Straße spannt. Für die Messe brauchen die Iren keinen großen Platz, sondern es reichen die Straßenränder der Stadt, an denen alte Traktoren, Oldtimerautos und sogar ein kleiner KFOR-Panzer präsentiert wurden. Schafscherer, Drechsler und ein Dachdecker, der mit Flachs arbeitet, zeigten ihre Zunft auf althergebrachte Weise, und noch einiges Interessante mehr wurde den Besuchern geboten. Zusammen mit dem Flair von Carnlough war das ein sehr schönes Erlebnis.
Für den Rückweg nach Glenarm nutzten wir die Buslinie. Wie schon in England bezahlt man für eine Meile 1,- Pfund für das Ticket, zumindest auf den kurzen Strecken, die wir bisher fuhren.
Die schottische Insel Kintyre ist jetzt deutlicher zusehen. Von der Nordostspitze Nordirlands aus sind es nur noch zwanzig Kilometer bis dorthin.

Glenariff

Glenariff

Der A2 oder der Causeway Coastal Route weiter folgend kommt man durch Glenariff. Der kleine Ort liegt am Ende des als schönstes Tal der Antrim Mountains beschriebenen neun Täler. Leider fanden wir keinen Stellplatz in der Nähe, so dass wir nur kurz für ein paar Bilder anhielten. Hier führte einstmals die Kalksteinbahn am Ufer entlang. Alte Brückenreste sind noch zu sehen.

Loughareema

Loughareema

Bei Cushendall biegt die A2 in die Berge ab, wo man sich wieder wie im Hochgebirge vorkommt, keine Bäume, Moorlandschaft und viel Grün. Allerdings ist man wohl kaum zweihundert Meter hoch.
Die Straße führt über den
Loughareema, einen See, der manchmal keiner ist. Von Zeit zu Zeit verschwindet der See, dann taucht er wieder auf. Hier gibt es auch einen kleinen Wald, den Ballypatrick Forest.
In
Ballycastle
erreicht die A2 wieder das Meer. Von dort aus fahren Fußgängerfähren zur vorgelagerten Insel Rathlin.

Ballintoy

Ballintoy

In Dunseverick parkten wir unser Motorhome für 2 Nächte auf der Feigh Farm, für 14,- Pfund die Nacht, inklusive einer schönen Aussicht über die hügelige Landschaft und das Meer. Von hier aus besuchten wir den sehr kleinen Hafen Ballintoy, der gerade von mehr Autos überschwemmt wurde, als das Gelände Platz dafür bieten kann. Die Straße hinunter in die Bucht ist sehr eng, entsprechend groß das Chaos.
Der Hafen wird von Steilwänden aus Kalkstein überragt, die einmal Teil eines Steinbruches waren. Zwei große Höhlen zeugen von der Arbeit. Praktischerweise baute man hier auch gleich einen Brennofen dazu.
Hier, wie an der gesamten Ostküste siedelten schon zur Steinzeit Menschen, wie Funde belegen.
Von zwei Fischern kauften wir frisch gefangene Makrelen gleich vom Boot weg, 4 Stück für 2,- Pfund. Die lassen wir uns heute Abend schmecken. Gestern versuchte ein Angler in Glenarm große Fische zu fangen. Es gingen ihm jedoch nur kleinere Dorsche an die Angel. Nachdem er die ersten Dorsche wieder zurückwarf, meinten wir, dass wir uns darüber freuen würden. Etwas später hatten wir einen normalen und einen roten Dorsch im Kühlschrank.

Zum unbedingten Besuch empfohlen wird die Seilbrücke Carrick-a-Rede. Sie überspannt eine 20m breite Schlucht in einer Höhe von 30m. Am anderen Ende liegt eine Felseninsel. Schon die Anfahrt, nur eine einspurige Straße, war mit Autos verstopft. Vor dem Ticketschalter drängte sich eine Menschentraube. 5,90 Pfund werden fällig, um über die Brücke laufen zu dürfen. Uns gefiel weder das eine noch das andere und so verließen wir den Ort, ohne die Seilbrücke wenigstens gesehen zu haben.

White Bay

White Bay

Die White Bay ist ein herrlicher Ort, eine weite Bucht mit feinstem Sandstrand. Sanft erhebt sich das grüne Land rund um den hinteren Teil der Bucht. Eine neue Art von „Seekühen“ entdeckten wir an diesem Strand.

Dunseverick Castle

Dunseverick Castle

Der Causeway Coastal Trail führt immer an der Küste entlang und auch an den kargen Resten des Dunseverick Castle vorbei, die auf einer Felsspitze stehen. Herrliche Aussichten auf das Meer, die Landschaft, die Steilküsten und die Inseln bieten sich auf dem Weg.

Portballintrae

Portballintrae

In dem ruhigen Hafenort Portballintrae, mit seinen vielen schneeweißen Häusern, wird die Nähe zum Kalkstein deutlich. Dies setzt sich in den weiteren Orten fort. Es wird hier weniger mit Kalksteinblöcken gemauert, sondern viele Mauern und Wände sind einfach weiß getüncht. So weiß strahlen die vereinzelt stehenden Gehöfte weithin über das Land. Es wird zudem mehr mit Pastellfarben gearbeitet, was den Orten doch ein wesentlich angenehmeres Äußeres verschafft, als die bisher gewohnten grauen Bauten.

Dunluce Castle

Dunluce Castle

Die Castleruine Dunluce steht direkt an der Steilküste. Es war eigentlich mehr eine Stadt mit Wohngebäuden, Ställen, Brauerei, Marktplatz und einem Garten. Die nahe Steilküste kostete dem Castle eines Tages die Küche, die abbrach und mit Mann und Maus den Hang hinunter stürzte. Im 13. Jahrhundert begann man mit dem Bau der Anlage, später wurde sie ständig erweitert. 1641 wurde Dunluce Castle bei einem Aufstand weitgehend zerstört, 1680 endgültig verlassen.
Will man durch die Ruinen schlendern, muss man 5,90 Pfund hinlegen.

Causeway Coastal Route

Causeway Coastal Route

Immer, wenn man denkt, es geht nicht mehr schöner, setzt die Natur noch einen drauf. Weiße Kalkfelsen und schwarze Lavazungen, Strände und Steilküsten, weiße Häuser und grüne Wiesen, Hügel und Dünen sowie Felsspitzen und Inseln im Meer, es ist eine unglaublich schöne Landschaft. Man muss einfach an jeden Parkplatz anhalten und sich umsehen.

Portrush

Portrush

Portrush hat zwei Seiten. Auf der einen Seite setzt die helle Stadt auf Amüsement, auf der anderen auf Ruhe und Entspannung. Der Hafengrund ist sandig, ohne Schlick, das Wasser ist glasklar. Das Meer ist schon seit Larne sehr sauber und lädt eigentlich zum Baden ein, aber leider ist es doch sehr frisch. Die Luft ist mit 16-18 Grad auch nicht wirklich warm. Seit wir in Nordirland ankamen, vor vier Tagen, haben wir schönes Wetter. Wenn die Sonne scheint, ist es richtig angenehm. Wird jetzt endlich Sommer?

Bushmills Destillerie

Bushmills Destillerie

Der Bushmills-Destillerie statteten wir nur einen kurzen Besuch ab, da wir schon zwei Whisky-Destillerien im Rahmen von Führungen kennengelernt haben. Zudem ist im Moment (Anfang Juli bis Anfang August) Sommerpause und es wird nicht produziert. Verschiedene Abteilungen sind wegen Reinigungsarbeiten geschlossen.
Im Ort
Bushmills
stehen viele Gebäude leer. Um den Eindruck von Leben zu vermitteln, sind die Fenster der leerstehenden Gebäude mit Kunststofftafeln verkleidet, auf denen Leute herausschauen, Deko im Fenster steht oder es aussieht, als würde man die Auslage im Schaufenster sehen. Solche Fensterverkleidungen sahen wir bisher schon öfters, aber Bushmills hat dies zur Perfektion gebracht.

Giant´s Causeway

Giant´s Causeway

Wenn man in Irland nichts gesehen haben sollte, den (Damm der Riesen) muss man erleben. Im Sommer ist dort allerdings anscheinend immer die Hölle los. Die Parkplätze waren voll, tausende von Menschen unterwegs. Deshalb entscheiden wir, etwa gegen 17 Uhr noch einmal zum Damm der Riesen zu fahren. Wir bekamen jedoch den Tipp, erst nach Schließung des Visitor Centers dort hinzufahren. Dann braucht man keine 9,- Pfund Eintritt pro Person bezahlen und die Anzahl der Besucher ist übersichtlich.
Vom Besucherzentrum ist es ein Fußweg von etwa einem Kilometer bis zum Damm der Riesen. Das ist eine Formation aus Basaltsäulen, die sich vom Hang der Steilküste bis ins Wasser erstreckt. Irgendwie passt die Formation nicht in die Landschaft. Die Iren sind von ganzem Herzen überzeugt, dass nicht die Natur dieses Wunder vollbracht hat, sondern der Riese Finn McCool. Finn hatte eine Freundin auf der schottischen Insel Staffa. Er konnte nicht schwimmen und baute deshalb einen Damm von hier nach Staffa, wo ebenfalls heute noch die Reste solcher Säulen zu finden sein sollen. Über diesen Damm konnte er seine Freundin nach Ulster herüber holen.
Das ist doch eine nette Geschichte.

Basaltsäulen

Basaltsäulen

Die Zunge aus Basaltsäulen, von was auch immer so abgeschnittenen, ist schon beeindruckend. Vor allem die wie mit einer Säge eingeschnittenen sechseckigen Formen der Säulen erscheint unnatürlich. Es müssen bestimmte Umstände herrschen, damit aus einem Lavafluss solche Säulen entstehen. Wie gesagt, diese Säulenzunge passt so gar nicht in das Bild der übrigen Küste.

wunderschöne Küste

wunderschöne Küste

Wer dem Ganzen die Krone aufsetzen will und Glück hat, sollte die Szenerie im Licht der untergehenden Sonne erleben. Der schönste Teil der Küste liegt allerdings östlich des Dammes der Riesen. Der Trail führt hinter dem Damm weiter, den Berg hinauf und an der Kante der Steilküste entlang zurück. Einmalige Aussichten, während die Sonne immer weiter untergeht und alles in ein goldenes Licht taucht, hat man von dort oben. Um diese Tageszeit ist man fast allein auf dem Weg und es herrscht eine wohltuende Ruhe. Das ist einfach gigantomanisch, die Krönung unserer Tour auf dem Causeway Coastal Route von Larne nach Portrush.


Ankunft in Nordirland

Belfast Hafen

Belfast Hafen

Die Fähre der Stenaline legte im Hafen von Belfast an. Es ist eine Fähre, auf der auch die Außendecks begehbar sind. Trotz Regens, kurz vor Irland in Nebel übergehend, so dass das Nebelhorn zum Einsatz kam, nahmen wir die Gelegenheit war, uns frischen Wind um die Nase wehen zu lassen. Kurz vor Belfast lichtete sich der Nebel zum größten Teil und wir konnten die Küste sehen. Seevögel begleiteten uns, die Ausschau nach Delfinen blieb wieder einmal erfolglos.
Nach dem Verlassen der Fähre fuhren wir gleich auf die Causeway Coastal Route nach Norden und fanden den Curran Court Caravan Park (20,- Pfund) in Larne.

Fahrt nach Cairnryan

2 Nächte im Caravan Park „The Ranch“ (20,- Pfund) bei Maybole, südlich von Ayr an der Westküste. Das ist ein sehr freizügig angelegter, grüner Platz mit weiten Aussichten auf das Umland. Der Besitzer ist ein Ire, der uns auch gleich bei der Ankunft Tipps für Irland gab.

Ayr

Ayr

Ayr wird als Seebad beschrieben. Der Strandbereich ist jedoch wenig attraktiv. Uns gefiel die Altstadt am Fjord mit ihren alten, roten Sandsteingebäuden und mehreren Brücken. Der Kirchturm ist außergewöhnlich gestaltet.
Am Kaiende, gegenüber befindet sich eine Werft, steht ein kleiner Leuchtturm. Auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt stehen die Überreste eines weiteres Kais. Diesen Platz haben sich die Kormorane als Ruheplatz ausgesucht. Als wir schon wieder gehen wollten, ließen sich zwei Kegelrobben sehen.

Dunure

Dunure

Wenn man die Küstenstraße A719 nach Süden fährt, sollte man einen Abstecher in den kleinen Hafen Dunure machen. Dies war einmal ein bedeutender Fischerhafen, der im Laufe der Zeit dreimal umgebaut wurde. Heute kommt man sich hier wie am Rande der Welt vor. Ein kleines Café und die Reste eines Castles sind die Höhepunktes des Ortes. Der Straße bergauf folgend gelangt man noch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen schönen Blick auf die kleine, fast kreisrunde, hoch aufragende Insel Aisla Craig hat. Im Hintergrund zeichnet sich die Insel Arran ab.

Lendalfoot

Lendalfoot

Immer weiter Richtung Süden, jetzt auf der A77, immer an der Küste entlang, fanden wir einen schönen und geschützten Parkplatz kurz hinter Lendalfoot. Das ist ein Picknickplatz, auf dem ein Denkmal für den russischen Kreuzer Varyag steht. Er war im russisch-japanischen Krieg ( 1901-04) im Einsatz. Auf der Rückfahrt in den heimischen Hafen Murmansk ist er hier vor der Küste wohl untergegangen.
Für einen Tag schien mal wieder die Sonne und Basstölpel fanden sich abends zum Fische fangen aus dem Sturzflug ein. Es war interessant, ihnen zuzusehen. Als die Flut auf dem Höhepunkt war, hielt sich eine graue Robbe eine Zeitlang zum Fressen auf und schaute zwischendurch ab und zu aus dem Wasser.

Napfschnecken

Napfschnecken

Klaus sammelte heute Napfschnecken, die wir schon lange einmal probieren wollten. Da uns das Internet in Sachen Napfschnecken zubereiten nicht wirklich weitergeholfen hat, versuchten wir es auf unsere Weise: Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen, Chilli, Zimt, Lorbeer, Piment und Zucker zugeben und aufkochen. In den Sud die Napfschnecken, am besten nur die größten sammeln, geben und eine dreiviertel Stunde kochen lassen. Nach etwa zehn Minuten lösen sich die Schnecken von den Schalen. Ich habe die Schalen dann heraus sortiert und die Schnecken weiter kochen lassen. Zum Schluss den Sud andicken, fertig. Wie sich dann herausstellte, sollte man den kugeligen, dunklen Teil wegnehmen. Das scheint der Magen zu sein und ist nicht wirklich lecker und zumeist noch sandig dazu. Der Rest schmeckt super.

Fahrt zur Fähre

Fahrt zur Fähre

Während man sich weiter oben im Norden, wo sich die großen Fjorde befinden, wie in Norwegen vorkommt, erinnert die Küstenlandschaft hier unten sehr an die Westküste der USA. Man kommt sich wie auf dem Highway No. 1 vor, nur ein wenig sanfter. Eine raue, felsige Küste, kleine Dörfer, Robben, auch mal Schickimicki, es ist schön hier. Prachtexemplare von Yucca-Palmen überraschen hier.

im Bauch der Fähre

im Bauch der Fähre

Von Lendalfoot ist es nicht mehr weit bis Cairnryan, von wo die Fähre nach Belfast (Nordirland) ablegt. Es ist ein kleines, sehr übersichtliches Terminal. Wir nahmen eine Fähre der Stenaline. Eigentlich wollten wir gleich nach Larne übersetzen, aber nach Belfast ist es günstiger.
Der Hafen von Cairnryan wurde 1941-1943 gebaut. Von hier aus starteten viele britische Einheiten, zusammen mit amerikanischen und kanadischen Truppen samt Material, zum D-Day nach Nordfrankreich.

Glasgow

An 96 von 100 Tagen regnet es. Was soll man da machen? Flächendeckendes Internet ist in Schottland nicht vorhanden, selbst in den Städten nicht, so dass wir arge Schwierigkeiten haben, die verschiedenen Dinge am Computer zu erledigen. Mein eigenes, unabhängiges WIFI-Gerät funktioniert so gut wie nie. So müssen wir einige Zeit aufwenden, um ein halbwegs zufriedenstellendes Netz zu finden. Deshalb lassen manche Artikel unter Umständen etwas länger auf sich warten. Aber das nur am Rande.

Riverside Museum

Riverside Museum

Eigentlich wollten wir Glasgow links liegen lassen, aber das Schicksal hat wieder einmal lenkend eingegriffen. Unser Gasvorrat war bis auf den letzten Tropfen aufgebraucht. In Glasgow fanden wir eine Gastankstelle, die sogar einen Adapter zu unserem Anschluss zur Verfügung hatte. Leider war gerade Sonntag und wir verbrachten die Nacht auf dem Parkplatz (von 18 – 6 Uhr kostenfrei)) des Riverside Museums. Da es schon so sein sollte, besuchten wir das Museum. Der Bau mit seiner außergewöhnlichen Architektur existiert erst seit 2011 und ist das schottische Verkehrsmuseum.

Ausstellung

Ausstellung

Für freien Eintritt, Spenden erwünscht, wird der Besucher durch die Geschichte der schottischen Verkehrsmittel aller Art geleitet. Auch innen ist das Museum sehr ansprechend und interaktiv gestaltet. Es besitzt zudem das älteste Fahrrad der Welt, steht dort geschrieben.

auf der Glenlee

auf der Glenlee

Zusätzlich kann man das Segelschiff Glenlee besichtigen, ebenfalls kostenlos. Es ist eine 3-Mast-Bark und eines von fünf bis heute existierenden Segelschiffen, die in Glasgow gebaut wurden. Früher gab es tausende davon. Außerdem ist es das einzige Segelschiff, das den Weg nach Großbritannien zurückgefunden hat. In den ersten 23 Jahren fuhr sie als britisches Handelsschiff rund um die Welt, viermal, kam aber nie nach Glasgow zurück. 1919 übernahm sie eine italienische Reederei und baute und benannte sie um, dazu bekam sie zwei Dieselmaschinen. 1921 ging sie in spanische Hände über und diente der Royal Spanish Navy als Segelschulschiff. 1992 erst kam das Segelschiff an der River Clyde zurück und Freiwillige restaurierten sie komplett und gaben ihr den Namen Glenlee wieder. Von da an war sie nur noch ein Museumsschiff. Am 21. Juni 2011 sah sie endlich ihre Heimat Glasgow wieder und liegt seitdem am Riverside Museum, ebenfalls als Museumsschiff.

 

Loch Lomond

Loch Linnhe

Loch Linnhe

Gestern Abend zeigte sich ein Otter in unserer Nähe. Er tauchte auf und wieder ab, mehrmals. Dabei schwamm er das Loch Linnhe weiter hinauf, um Nahrung zu finden. Zum Abschied vom Loch Linnhe tauchte noch eine Graue Robbe, in Deutschland Kegelrobbe genannt, vor uns auf. Wir freuten uns über beide Entdeckungen.

Glen Falloch

Glen Falloch

Über Connel der A85 folgend und bei Tyndrum auf die A82 Richtung Süden weiterfahrend, erreicht man Loch Lomond, den größten Süßwassersee Britanniens. Dabei fährt man durch das schöne Glen Falloch, ein Tal, durch das neben der Straße auch eine Eisenbahnlinie führt und sich ein Fluss schlängelt.

Laut Karte ist die A82 eine Hauptverkehrsstraße, aber im Bereich zwischen Inverarnan und Tarbet ist die Straße so eng, dass wohl früher oder später vielen Wohnmobil- und Caravanfahrern der Schweiß auf der Stirn steht. Gerade wenn dieselben oder sogar Reisebusse und LKW´s, die die Straße entlang fetzen, entgegen kommen. Es sind sehr oft nur Millimeter und so mancher Außenspiegel hat wohl schon dran glauben müssen. Dazu kommt, dass es nicht einmal Parkplätze gibt, um Luft zu holen. Der Horror dauert ganze acht Meilen und vom See bekommt man nichts mit.

Balloch

Balloch

Ab Tyndrum geht es wieder entspannt zu, aber Parkplätze zum Übernachten gibt es nicht. So mussten wir ein weiteres Mal einen teuren Campingplatz anfahren, den Lomond Woods Holiday Park für 26,- Pfund die Nacht, in Balloch am südlichen Ende von Loch Lomond.
In der Nähe des Campingplatzes befindet sich in der Bucht ein Erholungszentrum mit Shopping Mall, Bootsausflügen oder Wassersport und einem Sealife Aquarium.

Maid of the Loch

Maid of the Loch

Die Attraktion ist jedoch der alte Schaufelraddampfer Maid of the Loch. Er lief am 5. März 1953 vom Stapel, als 20. Schaufelraddampfer auf Loch Lomond. Der erste seiner Art fuhr schon 1918 auf dem See. Die Maid of the Loch war wohl bis 1981 in Dienst, dann verfiel sie und lief zudem bis zum Unterdeck voll Wasser. Seit 1996 wird sie restauriert, für 5,5 Millonen Pfund, die aus einer Lotterie und Spenden kommen. Im Moment fehlen noch 1,7 Millionen. 2018 soll sie fertig sein und wieder Dienst tun, als ein Juwel auf dem Loch Lomond.

Antrieb der Slipanlage

Antrieb der Slipanlage

Gleich nebenan ist die dampfgetriebene Slipanlage von 1953 in Aktion zu besichtigen, kostenlos.

 

 

Oban

Falls of Lora

Falls of Lora

Weiter am Ufer des Loch Linnhe nach Südwesten entlang, fanden wir einen weiteren Parkplatz, der zum Übernachten einlud. Der Platz liegt bei Appin. Von dort aus sind es noch 14 Meilen bis Oban.
Kurz vor Oban führt eine Brücke bei Connel über das Loch Etrive. Unter der Brücke findet man die Falls of Lora, aber nur, wenn die Ebbe am stärksten ist und das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus dem Loch fließt. Dann erkennt man die Stromschnellen, über die das Wasser in starken Strudeln abfließt, bis weit hinter der Brücke. Dieses eindrucksvolle Ereignis erinnerte uns stark an den größten Malstrom der Erde bei Bod
ø
in Norwegen. Außerhalb dieser Zeit ist von den Stromschnellen nichts zu erkennen und jeder wird sich fragen, wo man die Falls of Lora finden kann. Wir hatten Glück, gerade zur richtigen Zeit dort zu sein.

Oban

Oban

Die Stadt ist von Touristen fast überfüllt, der Verkehr fließt durch die engen Straßen nur zögernd. Oban schmiegt sich um eine halbkreisförmige Bucht, die Häuser ziehen sich einen Berghang hinauf. Alte und neue Gebäude harmonieren miteinander. Hoch über der Stadt zeigt sich der McCaig´s Tower. Es ist eine Nachbildung des Kolosseums in Rom. Nur ein Fußweg führt dort hinauf.
Vom Hafen aus starten Autofähren zu verschiedenen vorgelagerten Inseln, wie die Insel Mull. Kleinere Ausflugsboote bieten auch hier Fahrten zu Naturreservaten an.

Oban Destillierie

Oban Destillierie

Unser Hauptziel in Oban war jedoch die Destillerie, die zu den zwölf Destillerien des Diageo-Firmenverbundes gehört, genauso wie Blair Athol, die wir in Pitlochy besuchten. Deshalb war der Eintritt für uns kostenlos, da wir ja im Besitz des Whisky-Passes sind. Normalerweise kostet der Eintritt 8,- Pfund pro Person. Diesmal gehörten wir zu einer Gruppe, die eine Führung durch die Anlagen bekam. Die Ansagen des Guides waren die gleichen, die wir schon in Pitlochy gehört hatten. In Oban wird jedoch ein Whisky mit leicht torfigem Geschmack produziert, denn die Trocknung des Malzes geschieht unter Torfzugabe. Außerdem werden hier 1,3 Millionen Flaschen OBAN 14 Jahre abgefüllt, während es in Blair Athol nur 9000 Flaschen ihres Whiskys sind. Trotzdem zählt Oban, seit 1794 bestehend, zu den kleineren Traditionsdestillerien.
Zum Schluss durften wir einen 12 Jahre alten OBAN mit 69% Alkoholanteil probieren, allerdings nur in einer homäopatischen Dosis. Dazu bekam jeder Gast ein Original Oban Whiskyglas als Geschenk. Zum Schluss testeten wir einen OBAN 14 Jahre, das Hauptprodukt dieser Destillerie.

Am Fähranleger steht ein Imbissstand mit frischem Fisch und Meeresfrüchten. Alles ist superfrisch und fantastisch zubereitet, dazu recht preiswert, sehr zu empfehlen.

Stalker Castle

Stalker Castle

Die Aussichten am Wasser entlang sind wieder herrlich. Das beste Fotomotiv liefert aber das Stalker Castle vor Appin, auf einer kleinen Insel gelegen.

 

Fort William

Loch Ness im Regen

Loch Ness im Regen

Am nächsten verregneten Tag mit nächtlichen Gewittern setzten wir unsere Rundfahrt durch Schottland fort. Dafür mussten wir die Strecke nach Fort Augustus noch einmal mit dem Motorhome fahren, um nach Fort William zu gelangen. Diesmal erlebten wir das geheimnisvolle Loch Ness, nebelverhangen und ruhig. Die Wasseroberfläche bewegte sich kaum, aber hier und da trieben mysteriöse Wellenformationen über sie hinweg. Das haben wir noch bei keinem anderen See beobachtet. Sind diese Wellenformationen, bei etwas rauerer See wohl noch eindrucksvoller, der Hintergrund für die Nessie-Geschichten? Nessie ist keine Erfindung der Neuzeit. Erste Berichte sind schon sechshundert Jahre alt.

überall Wasserfälle

überall Wasserfälle

Am Ufer entlang stürzen sich heute, nach dem großen Regen, überall Wasserfälle über die steilen Uferhänge in die Tiefe, die gestern noch nicht da waren. Die Wasserfälle, die wir gestern sahen, führen heute 4-5mal soviel Wasser. Da kommen ganz schöne Wassermassen aus den Bergen herunter.

Abend am Loch Lochy

Abend am Loch Lochy

Durch eine wildromantische Tallandschaft führt die A82 am Loch Oich und am Loch Lochy vorbei, mal links vom See, mal rechts. Am Loch Lochy fanden wir einen wunderschön gelegenen Parkplatz direkt am Seeufer, der sogar eine Art Wohnmobilstellplatz hat. Wir konnten nicht anders, als dort zu übernachten. Die Wolken hingen immer noch tief, aber zwischendurch ließ sich auch kurz die Sonne sehen. Das zauberte eine ganz besondere Abendstimmung in die Berge und über den See. Ein kleines Lagerfeuer vollendete den schönen Abend. Die Abende sind auf diesem Breitengrad sehr lang. Bei schönem Wetter ist es noch um 23.15 Uhr nicht richtig dunkel.

Loch Lochy

Loch Lochy

Dieses ganze, gerade verlaufende, von der West- zur Ostküste Schottlands reichende Tal bezeichnet eine Linie, auf der vor Millionen von Jahren zwei Kontinente aufeinander trafen. Alles Land nördlich dieser Linie gehörte vor Millionen von Jahren zu Kanada, bis es sich entschied, von dort abzuwandern und irgendwann später an der britischen Insel anzudocken. Seither schob sich der nördliche Teil schon um die 200km nach links am südlichen Teil entlang und zerrieb die Gesteinsschicht an der Kollisionsstelle, die 3km breit und 40km tief ist. Die Gletscher der Eiszeit schoben diese losen Gesteinsmassen vor sich her und das Great Glen mit den Lochs entstand. Das Loch Ness ist 230m tief, das Loch Lochy 150m. Die Kollision formte auch die Caledonian Bergkette zu beiden Seiten. Wir finden das eine sehr interessante Geschichte, die alles noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Commando Memorial

Commando Memorial

Bei Spean Bridge, wieder auf den wunderschönen Höhen des schottischen Berglandes, steht das Commando Memorial, ein Denkmal für die britischen Kommandotruppen. In diesen Bergen lag ihr Trainingsgebiet für die Einsätze im 2. Weltkrieg. Inzwischen wird jedoch auch den Gefallenen in neueren Kriegen gedacht.

Ben Nevis

Ben Nevis

Wenn man in Fort William eintrifft, fällt sofort Großbritanniens höchster Berg, der 1344m hohe Ben Nevis auf. Der Berg erhebt sich direkt westlich der Stadt. Um ihn zu besteigen, ist allerdings eine längere Wanderung möglich.

Schleuse in Fort William

Schleuse in Fort William

Der Caledonian Kanal, der die Lochs in dieser geografischen Linie verbindet, muss vor den Schleusen in Fort Augustus zuerst das hiesige Schleusensystem passieren. Diesmal kamen wir zurecht, um Schleusungen zu beobachten. Motor- und Segelboote müssen neun Kammern überwinden. In Richtung Westen befinden sich direkt hinter dem letzten Schleusentor zwei Drehbrücken. Beide Brücken, eine für den Straßenverkehr, eine für die Eisenbahn, werden kurzfristig geöffnet, um die Boote durchfahren zu lassen. Solch eine Kombination ist wohl einmalig.

Hafengebiet von Fort William

Hafengebiet von Fort William

Die Stadt Fort William hat an sich nicht viel zu bieten, aber die Lage am Scheitelpunkt von Loch Eil und Loch Linnhe macht sie für einen Besuch attraktiv. Am Ufer findet man die Grundmauern eines alten Forts, mit Blick auf den Hafen, der zur Ebbe trocken liegt. Bei schönem Wetter bietet ein Spaziergang am Kai entlang schöne Ausblicke. Vom kleinen Pier starten Ausflugsfahrten in Naturschutzgebiete, in denen sich Seeadler oder Robben aufhalten sollen.

West Highland Museum

West Highland Museum

Im West Highland Museum, kostenloser Eintritt, Spenden werden gern angenommen, kann man sich über viele Gebiete der schottischen Highlands informieren. In einem alten Bankgebäude behandelt jedes Zimmer eine andere Geschichte, wie z.B. die der Jakobiter, archäologische Funde, die Natur und Geologie oder auch die britischen Kommandotruppen.

Glenfinnan Monument

Glenfinnan Monument

In Fort William startet eine alte Dampfloklinie nach Mallaig an der Westküste. Zuerst führt die Linie direkt am Loch Eil entlang, bevor sie in die Berge abbiegt. Das Viadukt der West Highland Line ist bei Glennfinnan zu sehen. Gleich gegenüber steht das Glenfinnan Monument am Loch Shiel. Es erinnert an die geschlagenen Jakobiten auf dem Schlachtfeld von Culloden 1746.

Übernachtet haben wir auf dem Linnhe Lochside Holidays Park bei Corpach, ein sehr schöner Platz am Loch Eil, für 22,50 Pfund pro Nacht.

Loch Ness

Loch Ness

Loch Ness

Zwischen zwei Regentagen ein sonniger Tag mit 25°C, wie gemacht für eine Rundtour um Loch Ness. Zuerst fuhren wir die A82 am Nordufer des Loch Ness entlang. An einigen Stellen sind Parkplätze eingerichtet, von denen aus man auf den See sehen kann. An beiden Ufern erheben sich ziemlich hohe Berge. Bei schönem Wetter sieht der See gar nicht so unheimlich aus, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Es ist ein See wie jeder andere auch, bis man nach Drumnadrochit kommt. In dem Ort dreht sich alles um Nessie, das Ungeheuer des Loch Ness. Es gibt eine Loch Ness Ausstellung, ein Nessie Land, Nessie Hotels usw.

Urquhart Castle

Urquhart Castle

An das Urquhart Castle kamen wir nicht heran, ohne eine halbe Stunde auf einen freiwerdenden Parkplatz zu warten. Deshalb stellten wir den Smart auf dem Busparkplatz ab und warfen einen kurzen Blick auf die Ruine des Castles. Der Eintritt kostet 8,50 Pfund pro Person.

Fort Augustus

Fort Augustus

So fuhren wir weiter, über Invermoriston nach Fort Augustus. Das ist ein netter Ort am Anfang von Loch Ness. Zwei Flüsse und der Caledoniankanal, Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut, speisen den See. Im Ort wird der Höhenunterschied des Caledoniankanals mittels fünf hintereinander liegenden Schleusenkammern überwunden. Es ist eine schöne Anlage, leider wollte gerade kein Boot hindurch.

Abbey Fort Augustus

Abbey Fort Augustus

Von Fort Augustus aus starten auch Ausflugsboote, die über den See fahren. Eine Fahrt kostet wohl 15,- Pfund.
Zwischen Schleuse und Bootsstegen überspannt eine Drehbrücke den Kanal, die zu festen Zeiten die Boote passieren lässt.
Die erhaltene Abbey steht auf einer Landzunge im Grünen. Ich weiß nicht, ob man sie besuchen kann. Wir begnügten uns mit deren Anblick.

im schottischen Hochland

im schottischen Hochland

Nachdem wir den See noch eine Weile genossen hatten, setzten wir die Fahrt am Südufer entlang fort. Dies ist nur eine schmale, meist einspurige Straße mit Ausweichstellen. Die Straße führt zuerst hoch in die Berge, in eine einmalig schöne Landschaft. So stellt man sich das schottische Hochland vor, allerdings ist der höchste Berg hier nur 470m hoch. Die Baumgrenze liegt bei etwa 400m. Da kann man sich in etwa vorstellen, wie es im Winter hier zugeht, denken wir. Am höchsten Punkt der Straße liegt ein Parkplatz, von dem aus man auf einem relativ kurzen Weg die Möglichkeit hat, einen Berggipfel erklimmen. Von dort oben eröffnet sich ein grandioser 360°-Blick über das herrliche Bergland.

Foyers Wasserfall

Foyers Wasserfall

Ein Stück weiter bei Foyers lockt ein sehenswerter Wasserfall. Es sind dreihundert Meter Fußweg durch den Wald und hinunter, aber er lohnt sich. Der Wasserfall liegt abgeschieden in einer Art großem Felsloch und besitzt einen Pool an seinem Ende.

In Höhe des Urquhart Castle befindet sich ein Picknickplatz. Von dort aus kann man auf das andere Ufer und Drumnadrochit sehen, aber es ist nicht wirklich viel zu erkennen.

Das waren ganz schön viele und überraschende Entdeckungen für einen Tag und uns blieb dann auch kaum Zeit, Ausschau nach Nessie zu halten, leider.

Nairn

Culbin

Culbin

Der Eigentümer der Druim Heath Farm gab uns einen Prospekt vom Culbin-Gebiet. Nach unserer Fahrradtour durch den Tentsmuir Forest interessierte uns das Gebiet sehr und so beschlossen wir, es zu besuchen.
Es ist eine Sanddünenlandschaft, auf der inzwischen Wald gewachsen ist. Ameisenhügel, Heidekraut und zu dieser Zeit sogar Pilze findet man in dem zumeist lichten Wald. Einen Rehbock sahen wir und zwei Eulen ließen sich hören. Die kleinen Teiche sind Lebensraum für Frösche und Kröten oder Libellen. Die wenigen Vögel lassen sich kaum sehen, man hört sie nur.
Die höchste der Sanddünen ist 15m hoch. Ein zweistündiger Wanderweg führt durch die Dünenlandschaft, mal hoch, mal runter.

Aussichtsturm

Aussichtsturm

Von einem Aussichtsturm sieht man auf die waldige Gegend und den Moray Fjord herunter.
Wer ganz viel Zeit hat und gut zu Fuß ist, kann auch den Otterpool besuchen. Dort sollen sich meistens bei Tagesanbruch Otter aufhalten, abends kommen Rehe zum trinken.

Stellplatz Nairn

Stellplatz Nairn

Nairn selbst besitzt einen schönen kleinen Hafen und ein Fluss erreicht den Fjord. Ebbe und Flut verändern ständig die Aussichten, herrlich anzusehen bei sonnigem Wetter. Im Hafen standen wir für zwei Nächte kostenlos. Durch Zufall fanden wir diesen Platz, der auch noch groß genug für unser Motorhome ist.

Fischerstadt

Fischerstadt

Golfplatz, Campingplatz und Strände finden sich hier. Die Fischerstadt mit den kleinen Häuschen hinter dem Hafen zeugt von alten Zeiten, als hier noch über zweihundert Fischer ein Auskommen hatten. Die Kaimauern stammen aus dieser Zeit.

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