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Reisen rund um die Welt

Archiv für die Kategorie “USA/Kanada”

Truck + 5th-Wheel

Bei der Planung unserer USA-Rundreise kauften wir ein Gespann, bestehend aus einem Truck Ford F350 und einem Sattelauflieger River Canyon von Travel Supreme. Dieser Sattelauflieger entsprach einer 20 m²-Wohnung auf Rädern, mit Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Computerecke und Wachmaschine. Das 5th-Wheel stellten wir auf den Campingplätzen ab und fuhren mit dem Truck die verschiedenen Ziele an.

Die Sache an sich ist nicht schlecht, aber man verfährt auf diese Weise unendlich viele Kilometer. Da wir nicht nur Free- und Highways fuhren, sondern auch viele Landstraßen mit allem, was dazu gehört, löste sich das 5th-Wheel irgendwann auf. Das heißt, der Kleiderschrank im vorderen Teil wurde immer größer, manche Verbindungen lösten sich usw. Es war an der Zeit für einen unfreiwilligen Wechsel des Wohnmobils.

Das Wohngefühl in dieser „Wohnung“ ist jedenfalls unschlagbar. Der Umfang der Arbeiten, bis die „Wohnung“ stand, brauchte immer seine Zeit: auf-und absatteln sowie Abstützungen hoch- und runterkurbeln.

 

Aufruf an alle USA-Reisenden

Hallo an alle USA-Reisenden,

ich habe heute den Blog von Melanie und Thomas gefunden. Sie haben auf mehreren Reisen schon ein großes Stück der USA kennengelernt. Sie haben gerade eine Aktion ins Leben gerufen „50 Bundestaaten – 50 Tipps von Reisenden“.

Das Ziel dabei ist, dass 50 Reisende jeweils einen der US-Bundestaaten vorstellen. Bis Ende September sucht Thomas noch Interessenten, die bei dieser Aktion mitmachen möchten. Es sind noch einige Bundesstaaten zu vergeben. Bitte meldet Euch.

Weitere Details findet Ihr bei www.reisen-fotografie.de

 

Küsten- und Wasservögel der USA

Nachdem wir uns an den Vögeln im Landesinneren nicht sattsehen konnten, lenkten wir, an der Pazifikküste bzw. am Golf von Mexico angekommen, unsere Aufmerksamkeit auf die küstentypischen, gefiederten Bewohner. In dieser Kategorie lässt die Vielfalt ebenfalls nicht zu wünschen übrig. Immer und immer wieder entdeckten wir für uns neue Arten. Der Einfachheit halber haben wir auch Enten und Gänse mit in diese Kategorie aufgenommen, die selbstverständlich ebenso im Landesinneren zu finden sind. Lasst Euch in eine interessante Welt entführen.

Gulls & Terns (Möwen & Seeschwalben)

Loons & Grebes (Tauchvögel)

Pelicans & Cormorants (Pelikane & Kormorane)

Shorebirds (Küstenvögel)

Wadingbirds (Schreitvögel)

Geese (Gänse)

Ducks (Enten)

 

 

 

 


Vogelwelt USA/Kanada

Seit dem Besuch des Patagonia Lake State Parks in Arizona sind wir begeisterte Vogelbeoachter geworden. Dort bekamen wir eine Liste mit jeder Menge Vogelnamen mit Informationen, ob sie hier heimisch oder nur auf Durchzug sind, in die Hand gedrückt. Dazu besuchten wir einen Vortrag des dort ansässigen Vogelkundlers und gingen auf eine Bootsfahrt, um Vögel in der Natur zu beoachten. Das alles hat uns so beeindruckt, dass wir zukünftig mehr auf die Vögel Nordamerikas achteten. Das fällt auch überhaupt nicht schwer, denn die nordamerikanische Vogelwelt ist so vielfältig, bunt und auffällig, dass man eigentlich gar nicht anders kann. Vor allem der Südwesten und der Süden der USA  sind mit Vögeln aller Art reich gesegnet. Ich möchte hier unsere Schnappschüsse zu diesem Thema präsentieren. Natürlich haben wir noch viel mehr Vogelarten entdeckt, aber manche von ihnen sind so aufgeregt oder scheu, dass man sie einfach nicht auf ein Foto bannen kann. Trotzdem haben wir eine beachtliche Anzahl unserer gefiederten Freunde zusammen bekommen.

Leider können wir manche Vogelarten trotz Recherche im Internet nicht bestimmen. Sollte jemand in dieser Beziehung helfen können, wären wir dankbar. Bitte meldet Euch einfach per Kommentar oder mail.

Blackbirds & Meadowlarks – Schwarzvögel & Meadowlarks

Doves – Tauben

Finches – Finken

Flycatcher – Trauerschnäpper

Crows & Jays – Krähen & Häher

Mockingbirds & Trashers – Spottdrosseln & Trashers

Sparrows – Sperlinge

Wrens – Zaunkönige

Woodpeckers – Spechte

Rails & Coots – Rallen & Blässhühner

Cardinals – Kardinäle                                 Orioles – Pirole

Larks & Swallows – Lerchen & Schwalben                       Hummingbird – Kolibri

                Quails – Wachteln                              Shrikes & Vireos – Würger

Raptors – Greifvögel

         Parakeets – Sittiche                                           Thrushes – Drosseln

Tanagers

Sonstige

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Tourkarte USA/Kanada

 

Tourkarte Nordamerika

Tourkarte Nordamerika

 

Unsere Rundreise durch die USA und Kanada begann in Tampa (Florida), hinüber zur Ostküste, weiter Richtung Norden. Bei Charleston bogen wir zu den Great Smoky Mountains ab. Nachdem wir dort ein schwerwiegendes Problem an unserem Auflieger feststellen mussten, blieb uns nichts weiter übrig, als nach Tampa zurückzufahren (gestrichelte Linie). Nach Reparatur des Schadens starteten wir erneut. Ab Charleston folgten wir immer weiter der Ostküste in Richtung Norden bis nach Nova Scotia (Kanada). Bevor uns der Herbst einholte, wendeten wir uns Richtung Westen und fuhren den St. Lorenz-Strom hinab. Über die Niagara-Fälle erreichten wir Chicago. Ab hier lag unser Schwerpunkt auf der Route 66, die uns bis zum Grand Canyon begleitete.

Den Winter verbrachten wir in Arizona. Die Kälte zwang uns, eine Zeit lang in Phoenix zu bleiben, bis wir für zwei Monate nach Deutschland zurückkehrten. Im März nahmen wir unsere Tour wieder auf und gelangten über den Hooverdamm und Las Vegas ins Tal des Todes. Von dort arbeiteten wir uns über die Sierra Nevada in den Norden Kaliforniens bis nach Oregon vor. Hier stoppte uns der Winter ein weiteres Mal und zwang uns zur Umkehr. Der einmalig schönen Westküste nach Süden folgend erreichten wir San Francisco und Los Angeles.

Über den Süden der USA nach Osten gerichtet durchquerten wir Arizona, Texas und die Südstaaten, bis wir den Kreis in Florida schlossen.

Fazit 2. Teil unserer Rundreise

Nach mehr als eineinviertel Jahren Rundreise durch die USA und den Osten Kanadas ist unsere Rundreise durch Nordamerika nun zu Ende. Wunderbare Erlebnisse, eine herrliche Natur und natürlich auch nicht so gute Zeiten machten diese Reise aus. Man hat uns schon manchmal gefragt, wo es uns am Besten gefallen hat. Spontan fällt mir da Arizona ein. Das ist unserer Meinung nach der Bundesstaat, der naturmäßig am Meisten zu bieten hat. Da sind Berge, Canyons, Flüsse und Seen und natürlich die Wüste. Dazu läuft dem Reisenden fast überall Geschichte über den Weg wie in Tombstone, die Route 66 oder der Hooverdamm. Die Einwohner Arizonas lieben ihr Land und sind stolz auf das, was sie haben. Dort fühlten wir uns überall willkommen, aber auch die anderen Bundesstaaten, die wir besuchten, machten Eindruck auf uns. Die Vereinigten Staaten sind ein sehr interessantes und geschichtsträchtiges Land, wenn es auch nicht auf Jahrtausende zurückblicken kann. Was uns ein wenig gestört hat ist, dass alles, wirklich alles reglementiert ist. Man kann nicht einen Schritt machen, ohne beobachtet zu werden, nichts tun, ohne das Einverständnis Irgendjemandes. Da ist man in Kanada schon freier, kann an schönen Stellen frei übernachten und es kommt nicht ständig ein Sheriff oder die Parkaufsicht daher gefahren. Alles in allem sind wir froh, diese Rundreise gemacht zu haben, wenn es auch nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. So ist das eben im Leben, es geht nicht immer nach dem eigenen Willen.

Ich möchte die Gelegenheit jetzt nutzen, um zwei Dinge zu ergänzen. Erstens fielen uns damals am südlichen Ende der Salton Sea, Kalifornien, große Kraftwerke auf, von denen wir glaubten, dass es Chemiebuden wären. In einer Fernsehdokumentation erfuhren wir jetzt, dass dies Geothermische Kraftwerke sind. 24 heiße Quellen hat man dort angebohrt. Auf diese Idee wären wir nie gekommen.
Zweitens berichtete ich mehrere Male von den zahlreichen Flechten, die von den Bäumen in den Südstaaten hängen. Richtigerweise handelt es sich um Spanisches Moos, dass sehr oft mit den Live Oaks, einer Eichenart, in Symbiose lebt, aber auch auf anderen Pflanzen zu finden ist. Es sieht jedenfalls sehr interessant aus.

Bevor wir Jacksonville und die USA per Flugzeug verließen, besuchten wir ein letztes Mal die Küste, um am Strand von Little Talbot Island im Norden Jacksonvilles im Meer zu baden. Das ewig warme Wetter (nicht die feuchte Hitze, der wir zum Großteil der letzten Monate ausgesetzt waren) und das warme Meerwasser werden uns unbedingt in Deutschland fehlen. Die entspannte Fahrweise und die Ruhe sowie die Ausgeglichenheit der Amerikaner wünschen wir uns auch in Deutschland.

In den letzten Tagen wohnten wir im Jacksonville Airport Hotel. Gegen diesen Internationalen Flughafen ist der kleine Flughafen Frankfurt-Hahn ein Bienenstock.
Bald hat uns das Alltagsleben wieder, bis wir irgendwann im nächsten Jahr auf eine neue Tour gehen.

Ende unserer USA/Kanada-Reise

In Jacksonville endet unsere Rundreise durch die endlos weite USA und Kanada. Leider ist die Reise nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben das Beste aus dem gemacht, was uns möglich war. Mit dem Motorhome hatten wir keine Probleme und der zweite Teil unserer Reise verlief ohne Probleme. Da es jedoch, wie sich zu spät herausstellte, für Deutschland zu breit ist, mussten wir es jetzt wieder abgeben. Da wir inzwischen praktisch einen neuen Hausstand haben, den wir nicht wieder, wie unseren Haushalt vor der Abreise, verschenken wollten, kauften wir uns jetzt einen SUV, um unsere Sachen per Verschiffung alle mit nach Deutschland nehmen zu können. Mal sehen, was der Zoll dazu sagt. Das ist noch die große Unbekannte.

Steinwälzer

Steinwälzer

In der Zwischenzeit verbrachten wir ein paar Tage im Hanna Beach State Park am Strand, wo wir Steinwälzer und Geisterkrabben beobachteten.

 

Flohmarkt im Pecan RV-Park

Flohmarkt im Pecan RV-Park

Am letzten Wochenende, in dem uns das Motorhome zur Verfügung stand, nahmen wir am Flohmarkt im Pecan RV-Park im Norden Jacksonvilles teil, um noch die Dinge zu verkaufen, die wir nicht mit nach Deutschland nehmen können, wie alle Elektrogeräte, Campingstühle usw. Ach ja, nachdem wir fast ein dreiviertel Jahr in den Staaten unterwegs waren, hat man uns an einem der letzten Tage auch noch ein Fahrrad geklaut. Soviel zum Thema, wie sicher die Fahrradträger sind.

Übergangsweise

Übergangsweise

In der Zeit zwischen dem Verkauf des Motorhomes bis wir unser neues Auto abholen können, mieteten wir einen U-Haul-Truck, in dem wir vorläufig unser Hab und Gut untergebracht haben. Motelzimmer sind bis zum Flug unser zu Hause.
Im Orange Park im Süden Jacksonvilles gibt es ein China-Buffet, in dem man für $9,99 hervorragend soviel essen kann, wie man will. Das Buffet umfasst 4 zweireihige Theken mit den allerleckersten Speisen und dazu eine reich gefüllte Sushibar. Das war noch einmal ein schöner Abschluss zwischen all dem Stress, den wir jetzt haben. Gleich gegenüber fand ein Motorradtreffen mit Livemusik statt. Um die 150 Motorräder jeder Art zeigten sich von ihrer besten Seite. Abends waren viele der Zweiräder mit fast unsichtbaren Lichtbändern illuminiert, so dass man nur die verschiedenfarbigen, dezenten Beleuchtungen gesehen hat. Der Sound dieser Motorräder ist sowieso unvergleichlich.

Moses Creek Conservation Area – Florida

Moses Creek

Moses Creek

Bei Crescent Beach verließen wir vorläufig die Küste noch einmal. Durch Zufall entdeckten wir auf der SR 206 einen Parkplatz, der zu einem Schutzgebiet gehört. Wir nahmen uns die Zeit für eine kleine Wanderung zum Moses Creek. Der Weg führt durch verschiedene Landschaften, trocken oder nass. Das Ziel ist die Salzmarsch, deren Grenze der Moses Creek ist. Am Anfang unseres Weges hing der ganze Wald voller Goldener Seidenspinnen, die richtig Golden Orb Spider heißen. Sie hatten ihre Netze von Augenhöhe bis in die Wipfel gebaut, überall hingen sie und alle waren sie riesengroß.

Gopher Turtle

Gopher Turtle

Schöner waren da die beiden Landschildkröten, Gopher Turtles, denen wir begegneten. Die erste Schildkröte war so vor uns erschrocken, dass sie laut fauchend alle Fünfe in ihrem Panzer verschwinden ließ. Die zweite Schildkröte ließ sich dagegen kaum von uns stören. Die sonst allgegenwärtigen Eichhörnchen oder Spechte konnten wir nirgends entdecken. Auf dem Rückweg am Straßenrand entlang, sahen wir dann doch noch eine Wassermoccassinschlange, auf die wir die ganze Zeit in den Sümpfen gehofft hatten. Diese hier war nicht mehr giftig, weil offensichtlich angefahren und von der Sonne inzwischen mumifiziert.

Woodstork

Woodstork

Ach ja, noch eine unverhoffte Begegnung, auf die wir schon so lange gewartet haben, war die mit einem Woodstork (Holzstorch). Er suchte ganz in Ruhe am Straßenrand der A1A nach Futter. Unglaublich, aber wenn man die Tiere sucht, findet man sie nicht. Die allermeisten Begegnungen sind rein zufällig.

Flagler Beach – Florida

Seit Tagen gibt es keine oder nur winzige Regenschauer, damit auch keine Abkühlung. Das Klima lässt bei der kleinsten Bewegung das Wasser auf der Haut stehen. Sobald man sich abgetrocknet hat, hat sich schon wieder ein neuer Wasserfilm auf der Haut gebildet. Das ist einfach zu viel. Den Sommer in Florida kann man nur ertragen, wenn man entweder in einer kühlen Bar sitzt, ein klimatisiertes Zimmer hat oder bis zum Hals in irgendeinem Fluss-, See- oder Meerwasser steht. Wer das nicht hat, sollte unbedingt die Sommermonate in Florida meiden. Ehrlich.
 Nebenbei bemerkt: Ziegenragout mit Rotwein ist auch lecker. Damit ist unser Ziegenfleisch aufgebraucht.

Mangrovenbewohner

Mangrovenbewohner

In Daytona Beach trafen wir wieder auf die Küste. Erst in Flagler Beach fanden wir bei der Bücherei einen Parkplatz für uns. Dort beginnt auch ein Boardwalk (Holzweg), der durch einen Mangrovensumpf führt. Die Ebbe legte gerade die zahlreichen Austernbänke frei. Die trockenliegenden Austern verursachen eine regelrechte Geräuschkulisse, die aus Knack- und Wasserquetschlauten  besteht. Am Rande der Mangroveninseln wuseln Millionen kleiner Krabben nach Futter suchend herum. Dabei sind die Weibchen im Vorteil, die können mit zwei Scheren fressen. Die Männchen haben ja nur eine kleine Schere, die andere ist überdimensional groß und nur zum Kämpfen und Werben da.

Spinnennetz

Spinnennetz

Hier trafen wir die altbekannten Spinnenarten Floridas wieder, fanden Fährten von Waschbären und Reiher suchten im flachen Wasser nach Fischen. Am frühen Vormittag, wenn es nicht so heiß ist, lässt sich manches entdecken.

Flagler Beach

Flagler Beach

Anschließend fanden wir sogar noch einen Parkplatz in der Nähe des Strandes in einer Seitenstraße. Der Wellengang war stärker als sonst. Zweimal war ich im Wasser und wurde zweimal von einer „Monsterwelle“ verschluckt. Die Wellen kommen an der Ostküste ganz unterschiedlich am Strand an. Ab und zu ist dann einmal eine große Welle dabei, diesmal waren die großen Wellen eben etwas heftiger.

A1A in Flagler Beach

A1A in Flagler Beach

Das war genug und wir fuhren weiter, an Villen rechts und links, Privatgrundstücken, Hotels oder einfach nur an Dünen vorbei.
 Erst kurz vor Crescent Beach gibt es Parkplätze, von denen aus man wieder an den Strand gelangen kann.

Blue Spring – Florida

Froschschenkel

Froschschenkel

Im Süden der USA werden überall in den gut sortierten Fischgeschäften Froschschenkel verkauft, richtig dicke Dinger. Mit der Zeit waren wir dann doch neugierig, wie diese Froschschenkel schmecken und kauften zuerst vier Stück. Für gut einen Dollar pro Paar kann man ja nicht viel verkehrt machen. Also suchten wir im Internet nach einem Rezept, das sich lecker anhörte und kochten es nach. Die Froschschenkel werden ja nur kurz auf jeder Seite angebraten, dazu machten wir eine Art Soße aus Paprika, Tomate und weiteren Zutaten sowie mediterranen Gewürzen. Das Fleisch ist mit Alligatorfleisch zu vergleichen, eine Mischung aus Fisch und Hühnchen, ziemlich lecker. Also, all ihr großen Ochsenfrösche, nehmt Euch in Acht.

Hauptquelle Blue Spring

Hauptquelle Blue Spring

Im Blue Spring State Park nördlich von Orlando hatten wir noch einmal richtig schöne Erlebnisse.
Seit einiger Zeit versuchen wir, unser Motorhome für einen halbwegs annehmbaren Preis zu verkaufen. Das ist ziemlich stressig. Da kommt diese Erholung doch gerade recht.
Aus der Hauptquelle, der Blue Spring, kommen jeden Tag 101 Millionen Gallonen Wasser ans Tageslicht. Als Höhlentaucher kann man sich bis zum Tiefenlimit in das Höhlensystem begeben, aus dem das Wasser der Quelle kommt. Wir sind keine Höhlentaucher und die ganze Schlepperei und der Weg zur Quelle bei dem Klima lohnen sich einfach nicht, für das, was für uns erreichbar ist.
101 Millionen Gallonen Wasser. Um sich eine Vorstellung der Dimension zu machen, stand auf einer Tafel: Damit könnte jeder Einwohner von Orlando und Umgebung jeden Tag 50 Gallonen Wasser verbrauchen (Erinnerung: 1 Gallone = um die 3,8 Liter, wodurch die Zahl noch unvorstellbarer wird).

Langnasenhecht

Langnasenhecht

Die Blue Spring speist den St. Johns River. Die Quelle selbst hat bis kurz hinter die Badestelle, die ein Stück weiter unten liegt, glasklares Wasser, wenn nicht die vielen Badenden alles aufgewühlt haben. An einer Stelle wird das Wasser plötzlich braun, wie der Rest des Flusses. Ab dort tummeln sich die Alligatoren. Zwei Tage hielten wir uns im Blue Spring State Park auf und an beiden Tagen beobachteten wir Manatees, die sogar manchmal trotz des Betriebes dort bis in den Badebereich kommen. Am ersten Tag schnorchelten wir von der Badestelle bis zur Hauptquelle, was auf Grund der Strömung nicht ganz ohne ist. Große Langnasenhechte halten sich in Scharen in dem Flussarm auf. Dazu findet man Forellen, Welse, Barsche und andere Fischarten.

Manatee - Westindische Seekuh

Manatee – Westindische Seekuh

Am zweiten Tag liehen wir uns ein Kanu aus und paddelten ein bisschen den Fluss und seine Nebenarme hoch und runter. Dabei entdeckten wir weitere Alligatoren, Schildkröten, viele von den „Schlangenhalstauchern“, ich weiß nicht, wie die heißen, und die Gruppe Manatees, die wir am Tag zuvor im Quellbereich gesehen haben.
Im Quellbereich hielten sich dann auch noch eine Manateemutter mit Kalb auf, die so nah an unser Kanu kamen, dass wir sie berühren konnten. Sie wollten gestreichelt werden, aber das gibt Ärger mit der Parkverwaltung. Gucken, aber nicht anfassen ist das Motto in den State Parks.

Korallenschlange

Korallenschlange

Am Morgen vor 8 Uhr und abends ab 18 Uhr ist man dann fast alleine am und im Wasser, welches ständig eine Temperatur von 22°C hat. Dann kann man auch schon einmal eine Rehfamilie am gegenüberliegenden Ufer äßen sehen. Bei einem der Spaziergänge durch den Park lief uns sogar noch eine Korallenschlange über den Weg, diese schöne schwarz-gelb-rot gebänderte Schlange. Da es so viele verschiedene Arten dieser Schlange gibt, kann ich im Moment nicht sagen, ob es sich bei unserer Schlange um eine giftige Form handelt. Während wir versuchten, ein Foto von der Schlange zu bekommen, lauerte über unseren Köpfen eine riesige Goldene Seidenspinne, mehr als eineinhalbmal so groß als die, die wir bisher gesehen haben. Sie hatte ihr Netz hoch oben quer über den Weg gespannt und saß direkt in Wegmitte.Das waren noch einmal richtig schöne zwei Tage. Ach ja, von Mitte November bis Mitte März ist das Schwimmen und Schnorcheln in der Quelle verboten. Dann gehört dieses Gebiet allein den Manatees, die in dem warmen Wasser überwintern. Eine Temperatur unter 18,8°C vertragen die Manatees nicht. Da ist die Quelle ihr einziges Rückzugsgebiet.

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